„Beim ADFC Fahrradklima-Test liegt Leimen weit hinten“ – Leserbrief P. Stadtherr

Peter Stadtherr

Am 16.03.2020 wurden die Ergebnisse des Fahrradklima-Tests vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs (ADFC) im Bundesverkehrsministerium vorgestellt. Zum ersten Mal erschien unsere große Kreisstadt im Städteranking der Gemeinden mit 20.000 – 50.000 Einwohnern.

Insgesamt wurden in dieser Gruppe 415 Städte bewertet – Leimen kam mit einer Bewertung von 4,35 nur auf Platz 371. Andere vergleichbare Städte in unserer Region schnitten weitaus besser ab – Schwetzingen Rang 44 (3,48), Hockenheim Rang 169 (3,84), Wiesloch Rang 178 (3,85) und Bruchsal Rang 182 (3,86).

Ich habe mir überlegt was eigentlich in Leimen in letzter Zeit für den Fahrradverkehr getan wurde – außer der Werbung für das Stadtradeln ist mir dazu nichts eingefallen.

Spontan kamen mir aber viele Dinge in den Sinn, wie man hier in Leimen das Fahrradfahren systematisch unattraktiv gestaltet. Im ganzen Stadtgebiet findet man sogenannte versetzte Sperrgitter – hier hat man mit Lastenrädern, Fahrradanhängern oder mit einem Tandem keine Chancen, man kommt nicht weiter.

Komisch – von November bis Ende März werden diese Sperrgitter entfernt, aber von April bis Ende Oktober ist der Weg versperrt.

Auch nicht nachvollziehbar ist die Tatsache, dass über sechs Monate ein Rad- und Fußweg komplett gesperrt (in St. Ilgen Leimbachstraße / K4154 zwischen Kreisel „Schwarze Brücke“ und S-Bahnhof) wurde, um Baumaterialien bequem zu lagern – für das zuständige städtische Amt war dies so in Ordnung.

Bei der Sanierung der K4155 zwischen St. Ilgen und Leimen, wurde gleich zu Beginn der Baumaßnahmen der Fuß- und Radweg nach Leimen, ab Höhe Auffahrt zur B 3 komplett gesperrt. Die Straße wurden saniert und für den Autoverkehr freigegeben – mit dem Bau des Rad- und Gehweges bisher nicht begonnen. Es gibt viel zu wenig Radwege und die wenigen Radwege die es gibt sind nicht durchgängig befahrbar.

Fahrradverleihsysteme fehlen komplett und sichere Stellplätze für Fährräder sucht man meist vergebens. Der zunehmende Vandalismus an abgestellten Fahrrädern (S-Bahnhof, Schwimmbad etc.) wird nicht konsequent verfolgt. Gerade in der Corona-Pandemie hat das Fahrradfahren großen Zulauf erhalten – in Leimen hat man die damit verbunden Chancen bisher nicht erkannt.

Peter Stadtherr

 

 

 

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