Leserbrief Richard Huber: Replik auf Alexander Hahns Leserbrief v. 3. Februar

(von Richard Huber – 12.3.21) Den Ausführungen von Herr Hahn kann ich leider nicht folgen. Meiner Meinung nach wurden der Brief der Landesregierung inklusive der Impfterminvergabe sogar zu früh gestartet. Wenn man versucht an Informationen zu kommen, wie viele Impfdosen in welcher Zeit hergestellt werden können, erfahren sie sehr schnell, dass die Hersteller sehr vage Aussagen treffen.

z.B. BioNTech vom 10.02.2021 Sobald das neue Werk voll betriebsbereit sei, werde es mit einer jährlichen Kapazität von bis zu 750 Millionen Dosen eine der größten mRNA-Produktionsanlagen in Europa sein.

(Wann ist denn das Werk betriebsbereit?)

Die bayerische Pharmafirma Dermapharm beispielsweise will den COVID-19-Impfstoff von BioNTech und Pfizer ab Mai an einem zweiten Standort in Deutschland fertigen. „Wir versuchen, im Mai zu starten“, sagte Vorstandschef Hans-Georg Feldmeier der Nachrichtenagentur Reuters.

(Kann man jetzt im Mai mit Impfstoff rechnen?)

u.s.w

Solche und ähnliche Aussagen findet man bei fast allen Herstellern von COVID-19-Impfstoff und deren Zulieferer. Das Herstellen des Impfstoffs ist das Eine, die Zulieferung der Rohstoffe das Andere. Nicht zu vergessen ist der enorme Aufwand für die Sicherstellung der Impfstoffqualität in allen Herstellungsschritten.

Und jetzt soll die Landesregierung Briefe verschicken und Impftermine vergeben, ohne zu wissen, wann steht welcher Impfstoff wo zu Verfügung, da sie mit sehr wagen Aussagen seitens der Hersteller konfrontiert ist.

Sie schreiben „In anderen Bundesländern wurden Impfberechtigte längst per Brief informiert.“ Und meine Frage, sind diese Personen auch schon geimpft?

Ihr Artikel ist gespickt mit „hätte“,“hätte“…….

Auch die lokale Bemühung (Briefe, Hotline…) können nur greifen, wenn Bereitstellung des Impfstoffs gewährleitet ist. Ansonsten würde ich das Vorgehen als blinden Aktionismus bezeichnen.

Im Übrigen müssen von der Landesregierung (parteiübergreifen) verantwortbare Entscheidung getroffen werden, auch wenn eine solche Pandemie für alle Neuland ist. Im Nachhinein die Entscheidungen zu kritisieren, und das noch aus einen Komfortzone ohne Verantwortung heraus, ist ein leichtes. Dass jetzt halt noch Wahlkampf dazu kommt erleichtert die Sache nicht gerade.

Ihrem Leserbrief kann ich leider keine brauchbaren Informationen entnehmen oder sogar Hinweise, die zu Lösung der aktuell anstehenden Probleme beitragen. Oder wissen Sie was aktuell zu tun ist, um in der Thematik schnellstmöglich weiterzukommen?

Richard Huber, parteiloser Bürger aus Leimen

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