Leserbrief: Unfaire Umfrage zur Gemeinschaftschule

Unfaire Fragestellung bei Umfrage zur Gemeinschaftsschule von Dimap

Es geht um die unglaublich dreiste Befragung über die Gemeinschaftsschule. Da die Gemeinschaftsschule noch sehr jung ist, und es noch gar keine Abschlüsse gibt, kann diese auch nicht im Praxis-Test mit der sicherlich gut funktionierenden Realschule verglichen werden. Dazu gibt es noch keine Belege.

Wer wurde befragt? Sicher niemand, der Kinder auf einer Gemeinschaftsschule und gleichzeitig auf der Realschule hat. Dies müsste nämlich der Fall sein, damit man dies einigermaßen vergleichen könnte. Die Gemeinschaftsschule startete 2012, also erst vor zwei Jahren.

Irgendwelche Bürger zu befragen, was sie von der Gemeinschaftsschule halten, ist unseriös und nicht wissenschaftlich. Ich kenne kaum Eltern, die unzufrieden sind mit der Gemeinschaftsschule. Mir wird zurückgemeldet, es ist ein tolles Modell. Sicherlich noch nicht ausgereift, aber im Ansatz gut.

Dies ist auch durch Aussagen von CDU-Kollegen zu erkennen, die eine Gemeinschaftsschule im Ort oder in der Nähe haben. Z.B. Frau Gurr-Hirsch (CDU) auf ihrer Homepage: „Jedes Kind ist entsprechend seiner Fähigkeit gefordert. Dabei macht das Lernen jetzt sehr viel mehr Spaß als in der Grundschule.“

Oder Herr Thomas Blenke (CDU): „Die Gemeinschaftsschule Neubulach hat sich sehr positiv entwickelt und ihr interessantes eigenes Profil gefunden.“ Wir können gerne mit den politischen Gegnern streiten. Ich würde mir aber wünschen, dass man erkennt, ob diese vor kurzem in einer Werkrealschule waren, und ob sie sich vor Ort bei Eltern, Lehren und Kindern erkundigt haben. Wir sollten gemeinsam nach der besten Schule suchen, parteiübergreifend. Es geht um unsere Kinder und nicht nur um Stimmungsmache.

Zur Verteilung der Geldmittel: schauen Sie sich mal die Einrichtungen von Gymnasien und im Vergleich dazu die Einrichtungen von Haupt-oder Werkrealschulen an. Im Vergleich mit den Hauptschulen sind die Gymnasien stets besser gestellt worden. Es wäre nur gerecht, dass die Haupt-,Real- und Werkrealschulen, die früher viele gute Handwerker hervorgebracht haben, wieder emotional und finanziell aufgewertet werden.

Mit freundlichen Grüßen

Dipl. Soz. Päd. Thorsten Krämer

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