Lindenschule Nußloch feiert 50jähriges Jubiläum

(akn) Am Freitag, den 5. Mai 2023 hat die Lindenschule ihr 50-Jähriges Jubiläum gefeiert.

Nach einem schönen Schulfest am Nachmittag wurde am Abend im Rahmen eines offiziellen Festaktes gefeiert. Dabei überbrachte Bürgermeister Joachim Förster die Grüße der Gemeinde und hob die Erfolgsgeschichte der Lindenschule hervor.

 Für den Festakt stellten die Kinder der Lindenschule ein ganz besonderes Rahmenprogramm auf die Beine. Das Publikum durfte sich über eine Musikalische Zeitreise als Auftakt, über eine akrobatische Darbietung der Turnerinnen sowie über die Body Percussion „Ich frag die Maus“ freuen, die das gesamte Publikum in Bewegung gebracht hat.

 Die Festrede zum Jubiläum hielt die Schulleiterin der Lindenschule Gabriele Weber. Auch Schulrat Michael Körber, Schulleiter der Schillerschule Martin Rupp, Elternbeiratsvorsitzender Roberto Schuster und Fördervereinsvorsitzende Frau Carolin Rauth ehrten die Grundschule mit ihrem Besuch und überbrachten ihre Grußworte.

 Als kleine Aufmerksamkeit übergab der Bürgermeister der Lindenschule zum Jahrestag einen Bonsai Lindenbaum, der selbst bereits 25 Jahre alt ist. Da die Lindenschule ihre Kinder sehr gut pflegt, ist auch der Baum, der viel Pflege benötigt, dort gut aufgehoben und kann – wie die Schule selbst hoffentlich auch – noch mehrere Hundert Jahre alt werden.

 Die ersten 50 Jahre, die voller Höhen und Tiefen waren, hat die Grundschule Lindenschule bereits hinter sich. Die Geschichte der Lindenschule begann eigentlich jedoch schon viel früher. 1967 wurde das alte Fabrikgebäude an der Werderstraße für 1,15 Millionen DM gekauft und der Architekt Carl Herb mit dem Umbau in eine Grundschule beauftragt. Am 28. Oktober 1969 zog die damals noch alte Volksschule unter dem Namen „Schillerschule“ in jenes Gebäude ein. Mit fünf zu betreuenden Klassen existierte die Schule in dieser Form für drei Jahre bis es 1973 zu einer Aufteilung der Schiller- und Lindenschule kam.

 Nun nahm die Geschichte der Lindenschule ihren Lauf. Am 11. Juni 1974 wurde Franz Brenzel der erste Rektor, 1983 kam sein Nachfolger Wolfgang Treiber, der die Geschichte der Lindenschule während seiner 21-jährigen Amtszeit als Rektor sehr deutlich mitbestimmte. In diese Zeit fiel auch der Umzug der Lindenschule von der Werderstraße in das heutige Gebäude.

 Im Laufe der Zeit benötigte die Schule dringend Sanierungsarbeiten, dessen Kosten auf zwei Millionen DM geschätzt wurden, weshalb sich der Gemeinderat 1997 dazu entschied, einen Neubau im damaligen Schulvorratsgelände im Baugebiet Mitte Süd II an der Barlachstraße zu beschließen. Nach der Planung des neuen Gebäudes durch das Architekturbüro Baumeister konnte am 4. Mai 2001 die Einweihung gefeiert werden.

 2004 wurde mit der bisherigen Konrektorin Viktoria Hettinger als Rektorin die Ära der Frauen an der Macht in der Lindenschule eingeläutet. Nach dem zu frühen Ableben von Frau Hettinger wurde 2009 Beate German ihre Nachfolgerin, bevor im Juli 2014 unsere heutige Rektorin Gabriele Weber übernahm.

 Die Entwicklung der Grundschule Lindenschule von einem Teil der alten Volksschule „Schillerschule“ zu der heutigen Lindenschule kann sich also sehen lassen. Trotz vieler Widrigkeiten, die die Schule erleben musste –  selbst von Schließung war zwischenzeitlich die Rede – konnten alle Beteiligten die Lindenschule mit großem Engagement immer auf Kurs halten.

 Auf dieses Engagement, die vielseitige Unterstützung und die Liebe, mit der die Kolleginnen und Kollegen, die Eltern, die Kinder und alle Beteiligten am Schulleben teilhaben, ging auch Rektorin Weber in ihrer Festrede ein, indem sie immer wieder auf den Liedtext eines von ihr anfänglich eingespielten Liedes aus dem Gründungsjahr der Schule verwies: „Without your love, where would we be now?“ Übersetzt: „Wie würde es wohl um die Lindenschule stehen, wenn nicht Menschen mit Liebe und Wohlwollen sie begleitet hätten in all diesen Jahren?“

 In den vergangenen Jahren hat die Lindenschule zweifelsohne einiges erlebt, jedoch jede ihr gestellte Aufgabe immer mit Bravour gemeistert. Sie konnte eine Schließung abwenden, hat eine Pandemie überstanden und fast zeitgleich ist die Digitalisierung in der Schule mit großen Schritten vorangeschritten, sodass die Schule nun mit Bildschirmen und Ipads arbeitet. In all der Nostalgie schaffte es Rektorin Weber auch in die Zukunft zu blicken: „Wir schauen guten Mutes nach vorn und freuen uns auf die Aufstockung der Schule mit dann weiteren Räumen, wir hoffen auf eine baldige Erweiterung des Schulhofs und einen Schulgarten und freuen uns über eine gerade fertiggestellte Lüftungsanlage.“

 Doch nicht nur die Entstehungsgeschichte der Lindenschule stand an diesem Abend im Vordergrund. Auch die Kinder wurden nicht vergessen. Rektorin Weber erklärte, was das Lernen an einer Grundschule ausmacht: „Wir denken vom Kind aus, öffnen ihm die Welt und versorgen es mit grundlegender Bildung! […] Nur mit dieser besonderen Hingabe oder auch Liebe an genau diese Aufgabe, ist die Lindenschule da, wo sie heute steht!“ Denn Kinder lernen am besten, wenn sie aktiv in den Lernprozess mit einbezogen werden, wenn die Lehrkräfte unterschiedliche Methoden nutzen und versuchen jedem Lerntypen gerecht werden. „Durch Geschichten, Musik, Bewegung, durch Spiel und Experimentieren versuchen wir Kinder selbst entdecken zu lassen. Wir geben Raum für Kreativität und Eigeninitiative“, so Rektorin Weber. „Aber Lernen in einer Grundschule ist mehr als nur Wissensvermittlung. Es geht auch um die Entwicklung von sozialen Kompetenzen und um ganz persönliche Fähigkeiten. Wir lernen, wie man miteinander umgeht, wie man Konflikte löst und Verantwortung für sich und andere übernimmt.“

 Alles in Allem war der Festakt ein voller Erfolg, denn es wurde gezeigt, welch herausragende Rolle die Lindenschule in der Gemeinde inzwischen spielt. Viele Glückwünsche wurden an diesem Abend ausgesprochen. Bürgermeister Förster verabschiedete sich mit den Worten: „Ich wünsche unserer Schule, dass sie auch morgen eine immer nach vorne gerichtete, moderne, den Erfordernissen der Zeit gewachsene Schule bleibt, ein Ort, an dem die Schüler sich zu Hause fühlen und aus der wertvolle Impulse für unsere Gemeinde und unsere Gemeinschaft hervorgehen.“

In diese Sinne: Danke an alle Beteiligten, an alle Gäste und an alle Kinder für den wundervollen Abend.

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