Linienbus geht in Flammen auf – Feuer greift auf Wohnhaus über

Das vollständig ausgebrannte Buswrack beim Abtransport – Foto: Marco Friedrich

(pol – 28.4.17) Am Donnerstagabend  gegen 19.15 Uhr geriet in St. Leon ein Gelenkbus der Linie 720 in der Reilinger Straße, Höhe Friedrichstraße, in Brand. Der Bus war zu diesem Zeitpunkt mit einem Fahrer und einem Fahrgast besetzt. Nachfahrende Verkehrsteilnehmer bemerkten das Feuer und versuchten den Busfahrer auf das im hinterem Teil ausgebrochene Feuer aufmerksam zu machen. Fahrer und Fahrgast konnten daraufhin den Bus gerade noch rechtzeitig verlassen. Unmittelbar danach stand das Fahrzeug in Flammen und brannte binnen kurzer Zeit völlig aus.

Löscharbeiten am Bus. Foto: Marco Friedrich

Das Feuer griff auf ein 2-stöckiges Wohnhaus über, welches ebenfalls in Brand geriet. Es befand zu diesem Zeitpunkt eine Person im Haus.Diese konnte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen.

Zwei angrenzende Wohnhäuser wurden durch Löschwasser und Hitzeeinwirkung in Mitleidenschaft gezogen. Ein Nachbarhaus ist teilweise nicht mehr  bewohnbar. Dessen Bewohner konnten sich ebenfalls in Sicherheit  bringen. Die Feuerwehren von Walldorf, St. Leon und Rot hatten den  Brand gegen 20.00 Uhr unter Kontrolle, die Nachlöscharbeiten und der Abtransport des ausgebrannten Busses dauerten bis gegen 2 Uhr an.

Das in Mitleidenschaft gezogene Zweifamilienhaus. Foto: Marco Friedrich

Die Reilinger Straße ist in diesem Bereich für die  Dauer der Lösch- und Bergungsarbeiten gesperrt. Der Verkehr wurde örtlich umgeleitet. Nach bisherigen Erkenntnissen entstand ein Sachschaden  von mehreren hunderttausend Euro. Die Kriminalpolizeidirektion  Heidelberg hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Nach  derzeitigem Ermittlungsstand ist von einem technischen Defekt auszugehen.


Update 28.4.17 – 14.23 Uhr:

Technischer Defekt an Zwillingsrad eines Gelenkbusses Ursache für verheerenden Brand; Pressemitteilung Nr. 2

St. Leon-Rot (ots) – Der erste Verdacht, dass ein technischer Defekt im Motorraum eines Gelenkbusses ursächlich für das verheerende Feuer am frühen Donnerstagabend, kurz nach 19 Uhr, in der Reilinger Straße in St. Leon gewesen sein könnte, bestätigte sich nicht.

Vielmehr haben im Laufe des Freitags die Brandexperten der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg herausgefunden, dass es durch einen technischen Defekt im Bereich eines hinteren Zwillingsreifens und die damit verbundene Hitzeentwicklung, zum Brandausbruch im linken hinteren Fahrzeugbereich des Busses gekommen sein dürfte.

Das Feuer breitete sich anschließend rasend schnell auf den gesamten Bus aus. Der Busfahrer und der einzige Fahrgast konnten gefahrlos das Fahrzeug verlassen. Trotz erster Löschversuche konnte der Busfahrer ein völliges Ausbrennen des Busses nicht verhindern. Unglücklicherweise breitete sich das Feuer auch noch auf drei angrenzende Häuser aus, wovon eines total ausbrannte, das zweite derzeit einsturzgefährdet ist und das dritte stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die Bewohner hatten sich aus den Gebäuden retten können. Verletzt wurde zum Glück niemand, auch nicht der Busfahrer und der einzige Fahrgast.

Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf über 500.000.- Euro, wobei auf den rund zwei Jahre alten Gelenkbus nahezu 200.000.- Euro entfallen dürften.

Die Feuerwehren aus St. Leon, Rot und Walldorf sowie das Technische Hilfswerk und der Bauhof St. Leon-Rot waren mit insgesamt rund 70 Mann im Einsatz.


 

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