Mitarbeiterbindung, Personalgewinnung und -sicherung in der Tagesbetreuung von Kindern

Träger von Tageseinrichtungen informieren sich in Ladenburg.

616 - RNK Logo(rnk – 16.7.15) Das Tätigkeitsfeld der Kinderbetreuung hat sich in den letzten Jahren erheblich verändert. Von pädagogischen Fachkräften werden Zusatzqualifikationen, bei-spielsweise im U3-Bereich und der Sprachförderung, ebenso gefordert wie die Bereitschaft im Schichtdienst zu arbeiten. Die Anforderungen an den Erzieherbe-ruf sind zudem durch eine Vielzahl an fachlichen und gesetzlichen Neuerungen gestiegen.

Diese Entwicklung stellt die Arbeitgeber hinsichtlich Mitarbeiterbindung, Personalgewinnung und -sicherung vor große Herausforderungen. Daher hat das Jugendamt des Rhein-Neckar-Kreises kürzlich Träger von Tageseinrichtungen für Kinder sowie Vertreter der Städte und Gemeinden zu einer Informationsveranstaltung in die Außenstelle des Landratsamtes nach Ladenburg eingeladen. Eine externe Referentin, Diplomsozialpädagogin und Kommunalberaterin Kariane Höhn, erläuterte den circa 45 Teilnehmerinnen und Teilnehmern unter anderem Möglichkeiten der Personalgewinnung und -auswahl sowie der Personalentwicklung und -bindung.

Dabei wurde deutlich, dass der drohende und vielerorts bereits bestehende Personalmangel verschiedene Ursachen hat: Ein hoher Altersdurchschnitt in den Teams und bei den Leitungspersonen in den Tageseinrichtungen führt nach und nach zum Ausscheiden erfahrener pädagogischer Fachkräfte. Durch den kontinuierlichen Ausbau der Kleinkindbetreuung auch im Rhein-Neckar-Kreis, die damit verbundenen zusätzlichen Plätze, längere Öffnungszeiten und den Ganztagesbetrieb entsteht ebenfalls ein zusätzlicher Bedarf. Auch der zur Jahrtausendwende prognostizierte Geburtenrückgang scheint weniger stark als vermutet. „Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen sind insbesondere die Träger von Tageseinrichtungen in ihrer Personalarbeit gefragt. Sie müssen sicherstellen, dass sie als Arbeitgeber auch attraktiv sind, damit sie qualifiziertes Personal gewinnen und langfristig halten können“, weiß Stefanie Jansen, Leiterin des Jugendamtes Rhein-Neckar-Kreis. Wichtig sind in diesem Zusammenhang beispielsweise ein erkennbares Profil oder ein Konzept der Einrichtung sowie verschiedene Angebote der Personalentwicklung. Weiterhin sollten die Rahmenbedingungen insgesamt so gestaltet sein, dass die Fachkräfte ihrem pädagogischen Auftrag gewissenhaft nachkommen können.

Ein generelles Erfolgsrezept für alle Einrichtungen gebe es allerdings nicht, so das Fazit des Vortrags und der Informationsveranstaltung, vielmehr bedarf es individueller Lösungen. Erfahrungen zeigen, wie bestimmte Maßnahmen wirken und wo anzusetzen ist, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. „Wichtig ist, dass sich die Träger von Tageseinrichtungen frühzeitig und intensiv mit den Fragen der Personalarbeit auseinandersetzen, wissen worauf es ankommt und die entsprechenden Schritte einleiten. Mit der Veranstaltung in Ladenburg konnten wir sie dahingehend weiter sensibilisieren“, ist sich Jansen sicher.

Weitere Informationen gibt es bei der Fachberatung für Tageseinrichtungen für Kinder beim Jugendamt des Rhein-Neckar-Kreises, Ansprechpartnerinnen: Natalie Münch (Tel. 06221 522-2195, E-Mail: [email protected]<mailto:[email protected]>) und Kristina Speck-Giesler (Tel. 06221 522-2190, E-Mail: [email protected]<mailto:[email protected]>).

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