Nach Hockenheim und Ladenburg: Kreis sucht weitere Objekte für Asylbewerber

Asylbewerber-Unterbringung in Ladenburg – Anfang 2016 werden rund 130 Asylbewerber in eine Gemeinschaftsunterkunft des Landkreises kommen.

616 - RNK Logo(rnk – 28.10.15) Neben den bisherigen und aktuellen Anstrengungen der Stadt Ladenburg im Rahmen der sogenannten Anschlussunterbringung sollen voraussichtlich ab Januar 2016 durch den Rhein-Neckar-Kreis rund 130 Flüchtlinge und Asylbewerber in einer ehemaligen Unterkunft für Erntehelfer auf einem landwirtschaftlichen Hof in der Ladenburger Gemarkung vorläufig untergebracht werden. Die Umbaumaßnahmen, um dort eine Gemeinschaftsunterkunft einrichten zu können, werden in Kürze beginnen. Der Rhein-Neckar-Kreis hat das Objekt, das im Außenbereich zwischen Ladenburg und Heddesheim liegt, für zwei Jahre angemietet.

Da der Zustrom von Flüchtlingen nach wie vor anhält, sind die Mitarbeiter des für die Unterbringung zuständigen Ordnungsamtes im Landratsamt froh, wenn sie Angebote zu dafür geeigneten Objekten erhalten. Gerade größere Wohnmöglichkeiten, Hallen, gewerbliche Objekte, Hotels oder Gaststätten „sind in der nun kalten Jahreszeit ein Plus“, sagt Ordnungsamtsleiter Stefan Becker. Deshalb habe man in Abstimmung mit der Stadt Ladenburg schnell entschieden und das Angebot angenommen. Der Standort wird aufgrund seiner Lage vom Kreis und der Stadt zwar nicht für optimal gehalten, aber in der aktuellen Notlage hinsichtlich der Unterbringung von Flüchtlingen und Asylbewerbern muss zwangsläufig auch auf solche Standorte zurückgegriffen werden.

Bereits 2013 waren in Ladenburg in der alten Martinsschule schon einmal rund 150 Asylbewerber und Flüchtlinge vorläufig untergebracht, die Anfang 2014 in die neue Gemeinschaftsunterkunft nach Schwetzingen umgezogen waren. Über den Personenkreis, der im Januar nach Ladenburg kommen wird, kann das Landratsamt derzeit noch keine Aussage treffen, da die Zuweisung durch die Landeserstaufnahmestelle Regierungspräsidium Karlsruhe sehr kurzfristig erfolgt.

Um seiner Aufnahmeverpflichtung gegenüber dem Land nachzukommen, hat der Rhein-Neckar-Kreis in inzwischen 23 Städten und Gemeinden eine Vielzahl von Objekten zur Unterbringung von Asylbewerbern und Flüchtlingen angemietet und ist nach wie vor auf der Suche nach weiteren geeigneten Wohnobjekten im Kreisgebiet. Um dazu Informationen erhalten zu können, aber auch für Anregungen, Fragen und Beschwerden aus der Bevölkerung zum Thema Flüchtlinge und Asylbewerber hat das Landratsamt jetzt ein eigenes E-Mail-Postfach eingerichtet: [email protected]

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