Neue Hauptleitung als Redundanz für die Wasserversorgung

Die jetzige Verbandsversammlung des Zweckverbandes Wasserversorgung Hardtgruppe unter dem Vorsitz von Leimens Stadtoberhaupt Hans D. Reinwald hat letztmals in dieser Zusammensetzung getagt, denn hierüber entscheiden die Kommunalwahlen am 26. Mai.

(wp – 26.4.19) Erneut auf der Tagesordnung einer Verbandsversammlung des Zweckverbandes Wasserversorgung Hardtgruppe (ZWH) standen jüngst die beiden kapitalen Rohrbrüche in den Hauptförderleitungen beim Leimener Friedhof sowie auf St. Ilgener Terrain nahe der Bundesbahngleise und der „Schwarzen Brücke“.

Diese beiden, so Marc Sommer vom Hirschberger Ingenieurbüro Schulz, „großen Leckagen“ hätten zwar dank der Versorgung über ein Provisorium respektive über das Ortsnetz keine spürbare Einbuße bei der Wasserlieferung gebracht. Aber dennoch brachte er nun den Neubau einer Hauptleitung ins Spiel.

Hierfür nannte er einen triftigen Grund. Nämlich, dass bei einem Bruch der Einspeiseleitung zwischen dem Sandhäuser Wasserwerk und dem bebauten Teil Sandhausens „keine redundanten Leitungen und keine Ortsnetzleitungen zur Überbrückung eines Schadens“ zur Verfügung ständen.
Bei einer redundanten Leitungsführung werden zwischen geeigneten Punkten im Netz neben den im normalen Betrieb genutzten Leitungen zusätzliche, über eine andere Trasse zu führende Verbindungen eingerichtet. Dadurch eröffnet sich die Möglichkeit, bei Störungen auf die redundante Verbindung umzuschalten.

Käme es zu einer Störung, dann wäre laut Marc Sommer eine „Versorgung Sandhausens ebenso wenig möglich wie die Versorgung der Stadt Leimen inklusive des Ortsteils St. Ilgen“. Dieses Szenario verhindern könnte nach seinen Worten die Errichtung einer neuen Hauptleitung westlich der bestehenden Hauptleitung.

Beginnen würde diese samt der erforderlichen Entlüftungsbauwerke 1310 Meter lange Leitung am Wasserwerk. Anschließend verliefe sie entlang der L 598 sowie des Brühlwegs, enden würde sie am vorhandenen Übergabeschacht Mühllach nahe der Straße Am Forst.

Wie Marc Sommer weiter festhielt, soll die Ausschreibung zum Bau der neuen Hauptleitung noch in diesem Frühjahr erfolgen. Die Bauausführung ist wiederum ab dem kommenden Herbst bis zur Mitte des Jahres 2010 geplant. Als Baukosten nannte er einschließlich des Ingenieurhonorars rund 1,35 Millionen Euro netto.

Eine Menge Geld, doch ist diese Leitung laut ZWH-Geschäftsführer Bruno Sauerzapf im Wirtschaftsplan 2019 vorgesehen, womit „ausreichend Mittel zur Verfügung stehen“. Überdies merkte er an, dass aktuell nur ein Vorratsbeschluss gefasst werden könne.

Denn die eigentliche Entscheidung müsse auf einer Sondersitzung beschlossen werden. In Sachen Leitungen hielt Leimens Oberbürgermeister Hans D. Reinwald als ZWH-Vorsitzender in einem Gesamtüberblick fest, dass diese „ganz schön in die Jahre gekommen“ seien, weshalb „auf uns noch ein großer Aufgabenbereich zukommt“.

Dies verband er mit einem ausdrücklichen Dankeschön an die beiden Wassermeister Ralph Kübler und Hans-Peter Schilling für deren enormen Einsatz bei der Behebung der beiden eingangs erwähnten kapitalen Wasserrohrbrüche.

Weiterhin wurden die umfangreichen Investitionen des Zweckverbands in Amtszeit der Verbandsversammlung von 2014 – 2019 in Höhe von nahezu 10 Millionen € vorgestellt, die zur Verbesserung der Versorgungssicherheit der Verbandsmitglieder Leimen, Walldorf und Sandhausen notwendig waren.

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