Nicht nachlassende Hilfe der Leimener Bürger – Spenden- und Hilfsbereitschaft ist hoch

2(kb – 23.12.2015) „Eine Riesen-Überraschung“, so der DRK-Vorsitzende Matthias Frick: „die Hilfe ist unglaublich positiv!“. Der Hilfeaufruf des Deutschen Roten Kreuzes in Leimen sorgte für fast einhundert Koffer, sehr viele Spiele, Bälle und weitere Hilfsmittel, die jeweils am Tag nach der Spende an die Flüchtlinge in der Travemünder Straße weitergeleitet wurde.

„Man darf nicht vergessen, dass jeder hier untergebrachte Bewohner eine eigene Geschichte hat. Es sind nicht die Menschen, die auf der Suche nach dem Geld oder der erfolgreichen Zukunft sind. Es sind intelligente Menschen, mit viel Respekt, die sich einzeln für eine schwierige, aber sicherere Zukunft entschieden haben.

Diese Menschen suchen Frieden, gerechte Behörden und sind den Weg der Flucht gegangen, um Schlägen der eigenen Polizei oder Militärs zu entgehen. Es sind Menschen, die in vielen Berichten gesehen haben, dass es auf dieser Welt auch Orte gibt, an denen es keine Verfolgung gibt und man seine Meinung frei äußern darf. Es sind Menschen mit Hoffnung, die bereit sind, mit nichts an einem völlig fremden Ort neu anzufangen, ohne die vertraute Umgebung, ohne Freunde und Familie.

Es sind viele davon, die aber auch gerade Freunde und /oder ihre Familie verloren haben. Man kann hier nicht schwarz/weiß zeichnen. Es sind Menschen, die an einen Ort gekommen sind, von dem gesagt wird, es wäre eine Demokratie, ein freier Ort, an dem es Gesetze gibt, die für jeden gelten. Diese Menschen sind dorthin gegangen, wo sie Fairness erwarten und sich einbringen wollen.

Eigentlich eine tolle Start-Voraussetzung“, so Matthias Frick weiter. Seine Worte sind auch ein Appell, ein Appell an die Leimener, sich Gedanken zu machen, was unsere Gesellschaft ausmacht. Vielleicht ist der Zeitpunkt der Weihnachtszeit auch richtig, mal zu prüfen, wie viel von all dem selbstverständlich ist, was man einfach gewohnt ist. „Unser Leben in dieser deutschen Gesellschaft mit dieser Sicherheit, das ist nicht selbstverständlich“, so Sandra Bähr, die Leimener DRK-Bereitschaftsleiterin.

Vergangenen Samstag fand wieder eine kleine Hilfsaktion des DRK in der Flüchtlingsunterkunft in Leimen statt. Völlig unspektakulär gab es Waffeln mit Puderzucker, für viele etwas Neues, aber Leckeres. Ähnlich wie eine von zwei Aktionen, an denen es Döner in der Halle gab, einfach ein kleines Zeichen der Hoffnung für die Bewohner in der Unterbringung des Rhein-Neckar-Kreises.

So wurden weitere Flüchtlinge in der Halle untergebracht. Matthias Frick sieht dies nicht positiv: „Ich habe viel Verständnis für den Rhein-Neckar-Kreis, nur diese Unterkunft ist nun am Limit. Gerade in der jetzigen Jahreszeit ist Bewegung für die Bewohner in der Unterkunft extrem wichtig, es ging weiterer Raum für sportliche Bewegung verloren.

Jeder kann sich vorstellen, was es bedeutet, wenn um die 450 Männer im besten Alter in einer Halle untergebracht sind. Es besteht die Gefahr des Lager-Kollers, hier müssen wir helfen und entgegen wirken.“ Der DRK-Gruppenführer Kai Brümmer rundet das Ganze ab, „unsere Aktionen geben den Bewohnern Vertrauen und Hoffnung, ein Licht am Horizont, eine Aufmerksamkeit, eine Wertschätzung. Für uns nicht viel, für alle hier in der Halle Hoffnung. Wir machen so weiter!“

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