Oberbürgermeister John Ehrets Rede zum Neujahrsempfang im Wortlaut

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, sehr geehrte Damen und Herren,

ich freue mich sehr, Sie heute Abend hier im Portland-Forum, der wunderschönen Festhalle unseres Zementwerks in Leimen, begrüßen zu dürfen. Genau vor einem Jahr durfte ich sie alle in dieser wunderschönen Festhalle erstmals als ihr Oberbürgermeister herzlich willkommen heißen.

Ebenso ist es auch in Leimen eine schöne Tradition, dass Sie im Foyer von einem glücksbringenden Schornsteinfeger herzlich begrüßt werden. Vielen Dank Herrn Armin Theissen.

Im Namen des Gemeinderats, der Stadtverwaltung, aber auch ganz persönlich, darf ich Ihnen und Ihren Familien alles Gute für das Jahr 2026 in bester Gesundheit sowie innerer Zufriedenheit wünschen.

Lassen Sie uns gemeinsam mit Optimismus, Motivation und einem Lächeln im Gesicht – und nicht mit der Faust in der Tasche – dem neuen Jahr gelassen und hoffnungsvoll entgegentreten sowie den Blick voller Zuversicht und Vertrauen in die Zukunft richten.

Einer guten Tradition folgend, gilt mein erster Dank allen, die im letzten Jahr für gemeinnützige Zwecke gespendet haben. So sind bei unserem Weihnachts- und Sozialfonds in 2025 dank vieler kleiner und großer Spenden von Einzelpersonen, Familien, Unternehmen und Organisationen knapp 20.000 € zusammengekommen – erneut ein Betrag, über den nicht nur ich mich sehr gefreut habe.

Auf diese nicht alltägliche Hilfsbereitschaft dürfen wir alle besonders stolz sein. Die Spenden werden selbstverständlich ohne jeglichen Abzug bedürftigen Menschen in unserer Stadt zugutekommen.

Treu dem Motto „Tue Gutes und sprich darüber“ und als Gleichnis für Vermehrung und als Symbol des großzügigen Gebens, ein bekanntes Zitat aus der Philosophie und Poesie:

Eine Kerze verliert nichts von ihrer Leuchtkraft, wenn man eine andere Kerze damit anzündet.

Allen Spendern sei an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön gewidmet.

Zu Beginn des Empfangs danke ich zunächst Herrn Dirk Kettenmann für die technische Ton- und Lichtbetreuung und zusätzlich der Stadt- und Feuerwehrkapelle mit Dirigent Karl Benz, die auch in diesem Jahr die musikalische Begleitung übernommen hat und uns wieder einmal beschwingt auf das vor uns liegende Jahr 2026 einstimmt. Wir können froh und stolz sein, eine solch hochprofessionelle Kapelle als musikalisches Aushängeschild bei uns in Leimen zu haben. Auch möchte ich mich bei Herrn Frey (Hausmeister der Festhalle) sowie unseren städtischen Hausmeistern und dem Team der Öffentlichkeitsarbeit bedanken. Sie haben im Vorfeld alles gut vorbereitet, damit wir heute in diesem schönen Ambiente feiern können.

Ich freue mich, dass sie heute so zahlreich der Einladung gefolgt sind. Ihre große Teilnahme zeigt uns gegenseitig, wie wichtig Ihnen der gemeinsame Austausch und die gemeinsame Weiterentwicklung unserer Stadtgesellschaft ist. 

Ich begrüße für alle Ehrengäste hier stellvertretend die Landtagsabgeordnete Frau Christiane Staab sowie meine Bürgermeisterkollegen aus der benachbarten Region. Seien Sie mir alle herzlich willkommen!

Der Blick zurück am Neujahrsempfang mag an Erfreuliches und wenig Erfreuliches, an Erreichtes oder noch nicht Vollendetes erinnern.

Ein Rückblick ist jedoch auch Anlass, Dank zu empfinden sowie Anerkennung auszusprechen für alle, die mitgeholfen haben, die vielfältigen Aufgaben unserer Stadt zu erfüllen.

Insbesondere möchte ich heute auch das Ehrenamt würdigen – die unermüdliche Arbeit der Freiwilligen, die mit ihrem Einsatz das Rückgrat unserer Gemeinschaft bilden.

Sie sind es, die Veranstaltungen organisieren, in Vereinen aktiv sind, sich für die Menschen, Natur und den Umweltschutz einsetzen und vieles mehr. Ihr Engagement ist das Herzstück unserer Stadt.

Gemeinschaftssinn ist ein weiterer Pfeiler unserer Stärke. Halten wir zusammen, unterstützen uns gegenseitig und schaffen so ein Umfeld, in dem sich jeder willkommen fühlen kann. Ein Zusammenhalt, den wir in unserer Stadt erleben, ist etwas Besonderes und Inspirierendes.

Die verschiedenen Organisationen, Initiativen und Gruppen tragen maßgeblich dazu bei, dass die Stadt Leimen nicht nur ein Ort zum Wohnen, sondern ein Zuhause ist. Durch Ihre Beteiligung und Ideen gestalten Sie aktiv das Leben in unserer Gemeinschaft mit.

Ihnen allen herzlich zu danken, die sich engagiert und erfolgreich für das Gemeinwohl betätigt haben, auch denjenigen gilt es zu danken, die einfach mitdenken, einspringen, Verantwortung übernehmen. Wir alle hoffen mehr denn je, dass die Menschen zur Gemeinsamkeit und Toleranz finden, um wachsendem Egoismus sowie Ausgrenzung, aber auch grundsätzlichem Extremismus entgegenzutreten.

Lassen Sie uns auch im neuen Jahr diese zivilgesellschaftliche Vielfalt fördern und unterstützen, möge dieser Gemeinschaftssinn auch dieses Jahr weiterwachsen und uns dabei helfen, die nicht leichter werdenden Herausforderungen gemeinsam zu meistern.

Ich möchte Sie alle ermutigen, sich weiterhin aktiv einzubringen, sei es im Ehrenamt, durch soziales Engagement oder durch die Teilnahme an den vielen Veranstaltungen der Vereine und Organisationen.

Es gilt weiterhin gemeinsam gute Lösungen zu finden und die Herausforderungen effektiv zu meistern. Hierfür ist auch eine offene Kommunikation von zentraler Bedeutung. Dies gilt es andauernd zu optimieren, da es sonst schnell zu unerwünschten Konflikten kommen kann, die am wenigstens von der Bürgerschaft akzeptiert werden.
Ich bin der Meinung, wir sind hier in Leimen und unseren Stadtteilen mit den vielen ehrenamtlichen Vereinen und Organisationen sowie mit den anderen hauptamtlichen Institutionen bzw. Strukturen auf einem guten und erfolgreichen Weg. Wir werden nachher auch noch eine Ehrung für besonderes ehrenamtliches Engagement vornehmen.

Zum beschriebenen Erfolg zählt übrigens auch ein sehr engagiertes und aktives Team um das Quartiersmanagement „Quer“ (Namenbedeutung bzw. Abkürzung – Quartier erleben) in der Innenstadt von Leimen.

Aufgrund regionaler wirtschaftlicher Schwächen, hoher Zuwanderungen sozial benachteiligter Schichten oder Überalterungen im Wohnungsbestand verschlechtern sich offensichtlich ganz allgemein die sozialen Strukturen einer Stadtgesellschaft.

Grundsätzlich legt ein Quartiersmanagement den Fokus auf eine aktive Mitgestaltung der Nutzer und einem lebendigen Miteinander, einen wichtigen Mehrwert für unsere Stadtgesellschaft. Zusätzlich wurden und werden von dort umfangreiche Fördergelder für die Interessen der Stadtgesellschaft eingeworben.

Dies kann aufgrund der Komplexität eben nur von hauptamtlichen Mitarbeitenden erfolgen.

Eine gewisse soziale Stabilisierung kann natürlich auch im dörflichen Umfeld bzw. Charakter durch ehrenamtliche Personen bzw. Stadtteilvereine wie in Gauangelloch durch Gauangelloch Gemeinsam Gestalten (GGG) mit dem Team um Fr. Bauer oder auch in St. Ilgen mit dem Stadtteilverein mit dem Team um Fr. Bender erfolgen. Dies sei hier an der Stelle auch mal sehr lobend erwähnt und auch offiziell in sehr großer Runde seitens der Stadtspitze mal DANKE gesagt.

Ganz aktuell wurde das aktive Quartiersmanagement im Rahmen der im Dezember 25 erfolgten Auszeichnung des gesamten Landes BW „Barrierefreie Gemeinde“ für die Stadt Leimen lobend in den Anlagen erwähnt.

Sie sind alle herzlich eingeladen, mal im Quer, Rathausstr. vorbeizuschauen und sich über deren Arbeit zu informieren.

Aufgrund der oben genannten Gründe, freut mich ganz besonders, dass der Einladung zum Neujahrsempfang viele Vertreter des Ehrenamtes, der zahlreichen örtlichen Vereine, Institutionen und Organisationen, der Kirchen, der Schulen und hiesigen Kindertageseinrichtungen, Repräsentanten der Stadt sowie die Bürgerinnen und Bürger aus allen Stadtteilen gefolgt sind.

Ein aktives Vereinsleben und lebendiges gesellschaftliches Miteinander sind elementare Bestandteile einer modernen und einer Wohlfühl-Kommune.

Je mehr wir alle uns, unserer Gesamtverantwortung bewusst sind und in diesem Sinne handeln, desto mehr wird es gelingen, mit den Herausforderungen der Zukunft – egal ob geplant oder ungeplant – erfolgreich fertig zu werden.

Wenn wir auch nicht immer alle der gleichen Meinung sind, so sollte doch unser aller Ziel sein: Gemeinsam das Bewährte zu erhalten und das Neue zu wagen. Möge das neue Jahr uns allen Erfolg, Gesundheit und vor allem viele gemeinsame Momente des Glücks bringen.

Auch das zu Ende gegangene Jahr war wieder sehr bewegt, geprägt von traurigen Nachrichten über tiefe Krisen, Konflikte als auch kriegerische Auseinandersetzungen in vielen Teilen der Welt.

Ähnlich zu den anderen Jahren zuvor – gab es leider auch wieder zu Genüge Trübsal, Politikverdrossenheit, Gewaltverbrechen, terroristische Anschläge sowie andere Katastrophen.

Doch bei all dem Trübsal gilt es, dies auch als Chance zu begreifen, aus der wir gestärkt hervorgehen können. Es ist Zeit umzusteuern: vom Krisen- hin zum strategischen Zukunftsmanagement. Nicht nur die Politik und Wirtschaft, Nein jeder einzelne muss hier jetzt auch eine mitwirkende Rolle einnehmen.

Jeder Einzelne von uns trägt Verantwortung, den Weg in eine friedliche Zukunft mitzugestalten und mitzugehen. Arbeiten wir gemeinsam daran, dass wir auch weiterhin in Frieden und Freiheit leben können. Innen- aber auch außenpolitisch. In diesem Zusammenhang äußere ich auch gerne hier öffentlich, mein persönliches JA, zu bundesweitem Böllerverbot und plädiere für künftige zentrale Silvesterfeierlichkeiten in den einzelnen Kommunen.

Auch dieses Jahr haben wir hier in Leimen bzw. ganz Baden-Württemberg die Möglichkeit mit unserer Stimme, Veränderungen herbeizuführen.

Das ist der obligatorische Wahlaufruf. Gehen Sie bitte zur Landtagswahl am 08. März und akzeptieren dann aber auch, das Wahlergebnis und sind nicht enttäuscht, wenn es anders als erwartet ausfällt.

Wir können nicht die Menschen zum Wählen auffordern und danach das Ergebnis nicht akzeptieren wollen. Das geht nicht.

Liebe Vertreter der Bundes- und Landespolitik, auch sie müssen sich für Kompromisse – genauso wie bei uns in den Kommunen – für das Interesse der Menschen und zum Wohle der Bürgerschaft zusammenraufen.

Nicht umsonst spricht die kommunale Familie gerne davon, dass „die Kommune der Ort der Wahrheit und der Wirklichkeit ist“

Die Kommune ist die direkteste und greifbarste Ebene der Realität und Politik, weil sie die alltäglichen Herausforderungen und das Leben der Bürger unmittelbar betreffen, im Gegensatz zu abstrakterer Politik auf Landes- oder Bundesebene. Die Kommunen sind der Ort, an dem Wirklichkeit und Politik aufeinandertreffen – von der Kinderbetreuung bis zur Unterbringung von Flüchtlingen – und erfordern daher nüchternen Realismus und ehrliche Auseinandersetzung mit den Gegebenheiten, um echte Lösungen zu finden. 

Demokratie zeigt ihre Stärke vor allem dann, wenn wir unterschiedliche Meinungen zu gemeinsamen Lösungen führen.  

Auch in meinem diesjährigen Weihnachtsbrief an die Mitgliederinnen und Mitglieder des Gemeinderates habe ich wieder für eine lösungsorientierte und offene Kommunikation untereinander sowie für den Zusammenhalt geworben. Es können nur gemeinsame und mehrheitliche Lösungen für unsere anstehenden Herausforderungen gefunden werden.

Auch das vergangene Jahr hat uns alle wieder auf vielfältige Weise herausgefordert, und dennoch bin ich beeindruckt von der Kraft und dem – vor allem – sozialen Engagement, das unsere Stadt Leimen wieder einmal gezeigt hat.

Lassen wir uns nicht durch die Vielzahl von schlechten oder zumindest beunruhigenden Nachrichten kopfscheu machen, denn genau das ist es, was manche Menschen offensichtlich wollen. Sie säen – teilweise bewusst mit Unwahrheiten / Anfeindungen / Unklarheiten lieber Zwietracht – als Harmonie und Einigkeit. Bewahren wir Ruhe und einen kühlen Kopf und ordnen die Informationen, die wir erhalten, richtig ein.

Lassen wir uns nicht beirren, halten wir zusammen und zeigen den Gemein- und Bürgersinn, der unser Land schon seit vielen Jahren auszeichnet. Man muss dieses schöne Land oder auch die Stadt Leimen, nicht schlechtreden, nur damit es einigen gut geht und sie damit politische oder persönliche Erfolge erzielen!

Sehr traurige Nachrichten haben uns auch in 2025 im Zusammenhang vom Ableben zwei bekannter Menschen aus Leimen erreicht.

Wir mussten uns leider von unserem geschätzten Ehrenbürger und der Radsportlegende sowie Olympiasieger Günter Haritz im Alter von 77 Jahren mit einer großen Trauerfeier im November verabschieden.

Er war nicht nur ein außergewöhnlicher Sportler und der „Blitz aus Leimen“, sondern vor allem ein großherziger, hilfsbereiter und zutiefst menschlicher Freund unserer Stadtgesellschaft.

Ebenso besonders getroffen hat uns auch der viel zu frühe Tod des früheren Oberbürgermeisters Wolfgang Ernst im August im Alter von 68 Jahren, der 16 Jahre lang die Geschicke der Stadt Leimen gelenkt hat. Auch er war eine besondere Persönlichkeit.

In unserer Partnerstadt Tigy verließen uns Ivan Sorgniard und der dortige langjährige Bürgermeister Noel LeGoff, die über viele Jahre hinweg für die deutsch-französische Freundschaft unserer beiden Städte standen.

Wir werden ihnen allen ein ehrendes Andenken bewahren.

Zurück zu uns nach Leimen, denn auch hier ist einiges im abgelaufenen Jahr geschehen. Ich möchte in den Mittelpunkt meines kleinen Rückblicks dieses Mal unsere Baustellen stellen.

Ja, Baustellen sind ein Ärgernis, vor allem dann, wenn man nichts davon mitbekommen hat und man plötzlich vor dem Umleitungsschild steht. Aber glauben Sie mir: wir berichten über die Einrichtung von Baustellen über die verschiedensten Kanäle und haben uns auch eine neue Form mit der Baustellenkommunikation einfallen lassen. Sie haben bestimmt über Weihnachten bzw. Neujahr die großflächigen Banner am Bauzaungelände unseres Treffpunktes in der Innenstadt in Leimen an der Bgm. Lingg-Str. bemerkt. Eventuell haben Sie sogar mit ihren Kindern oder Enkeln beim Ratespiel mitgemacht, wieviel „Leimener Schaffbären“ sich dort versteckt haben. Dies war eine nette Idee vom Tiefbauamt in Zusammenarbeit mit dem neuen Wirtschaftsförderer Herr Hormann, den wir an dieser Stelle – vor seinem Amtsbeginn – letzten Jahres auch kurz vorgestellt haben.

Von ihm stammt auch die Idee, dass wir die Liegewiese im Freibad im Juli erstmalig als Sommerkino hier in Leimen haben aufleben lassen. Dank des Tauchvereins und Schwimmvereins „Neptun“ gab es sogar an dem Nachmittag und am frühen Abend passend zum Familien-Kinoereignis neben der Getränke auch Popcorn, Nachos und Waffeln. Lassen wir uns in 2026 überraschen, welche neue und innovative Ideen hier noch kommen.

Kommen wir nun aber wieder zurück auf unsere Baustellen in 2025 zurück.

Im März waren verschiedene Straßen direkt in der Innenstadt wie u.a. Turmgasse, Nusslocher und Hohe Gasse dran, hier wurde bis Ende April Glasfaser verlegt. Ebenfalls im März gingen die Arbeiten auch in der Senefelder Straße und den Weidhöfen los. Hier erfolgte der Ausbau der Straße inklusive der Kanal- und Wasserleitungen.

Nach fast eineinhalb Jahren wurde die Sanierung der Lilienstraße und in der Etzwiese im April abgeschlossen und daraufhin im Juli gebührend mit einem Nachbarschafts- bzw. Straßenfest mit den Anwohnern und Frei- Getränken der Stadt gefeiert. Damit war eine wichtige Infrastrukturmaßnahme beendet. Ebenfalls abgeschlossen wurde Ende April der 2. Bauabschnitt am Bergfriedhof, hier musste die Wasserversorgung erneuert werden.

Am 22. Mai begann der Glasfaserausbau in Gauangelloch.

Im Juni wurde in drei kurzen Wochen die historische Prinzenbrücke beim Wildgehege / beim Waldkinderspielplatz „Spuk im Wald“ endlich saniert und somit ein historisches Juwel unserer Region wieder fit für die Zukunft gemacht.

Kabelarbeiten der Syna sorgten dann ab Juli in der Hirtenwiesenstraße, Im Kreuzgewann, der Bürgermeister-Weidemeier-Straße und Im Hirschmorgen rund drei Monate für Behinderungen, in der Täsch wurde die Trinkwasserleitung erneuert. Gleiches passierte und passiert noch in der Siedlerstraße in St. Ilgen Glasfaserarbeiten im Rahmen des Netzausbaus führten im August in der Wilhelmstraße zwischen Theodor-Heuss-Straße und Weberstraße zu Behinderungen, im gleichen Monat hatte die Generalsanierung der Fahrbahn der Haberstraße in Rohrbach-Süd starke Auswirkungen auf den Verkehr auch in Leimen.

Eine gute Nachricht gab es in der Heltenstraße, hier gibt es seit dem 6. August einen einseitigen Radschutzstreifen, der bergaufwärts auf der rechten Seite in Richtung L600 führt.

An der Kreuzung Rohrbacher Straße/Hirtenwiesenstraße wurde bis Mitte November die Ampelanlage erneuert. Es war zwar eine Baumaßnahme des Rhein-Neckar-Kreises, aber wir in der Stadtverwaltung Leimen haben den Unmut über die Verzögerungen zu spüren bekommen.

Arbeiten waren auch im Oktober erforderlich, um die Wasserversorgung Unterm Sand und der Industriestraße sicherzustellen und mit Wasser will ich schließen, denn wir müssen auch noch das Schwimmerbecken im Freibad sanieren, um Ihnen im kommenden Sommer wieder ein ungetrübtes Badevergnügen zu ermöglichen.

Warum habe ich Ihnen von all dem noch einmal berichtet?

Es geht mir darum, mit der Aufzählung dieser Arbeiten geballt darzustellen, dass für alle Entscheidungsträger unserer Stadt die Vorsorge im Vordergrund steht. Die Versorgung mit sauberem Trinkwasser, die Entsorgung des Abwassers, Glasfaser für schnelles Internet, Energieleitungen oder die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur erfordern Arbeiten, die notgedrungen mit Baustellen einhergehen, um das Leben unserer Bürgerinnen und Bürger, also ihr Leben zu verbessern und die Lebensqualität sicherzustellen bzw. zu erhöhen. Wir alle wollen eine lebenswerte Stadt, in der man sich wohlfühlt und in die man gerne kommt.

Wir arbeiten miteinander, nicht gegeneinander. Wir, das ist nicht einfach nur ein abstrakter grammatikalischer Begriff, wir, das sind wir alle, die wir gemeinsam in Leimen leben, arbeiten, uns in Vereinen oder anderweitig ehrenamtlich engagieren. Dieses „Wir-Gefühl“ sollten wir alle noch stärker betonen und von der heute leider weit verbreiteten „Ich, ich, ich-Einstellung“ zumindest etwas abrücken.

Wie üblich, gehört ein Ausblick auf das vor uns liegende Jahr zu einer solchen Rede. Was steht in diesem Jahr 2026 in Leimen an.

Freuen Sie sich auf die kommenden drei Kerwen im Spätsommer. Wir arbeiten aktuell zusammen mit den Vereinen an einem neuen Konzept für die Kerwen in Leimen und St. Ilgen.

Natürlich ist die Stadt Leimen – ähnlich aller anderen Kommunen des Rhein-Neckar-Kreises – aktuell aus verschiedenen Gründen finanziell auch nicht auf Rosen gebettet. Humorvoll höre ich dann immer wieder in der Stadtverwaltung, ich zitiere: „Im Gegensatz zu den anderen Kommunen, hat Leimen schon immer kein Geld gehabt“. Ich lasse nun die Aussage mal so stehen, möchte es aber auch nicht versäumen, ihnen einige Projekte für 2026 zu nennen. Natürlich vorbehaltlich des Beschlusses im Gemeinderat zum Haushalt Ende Januar, als auch der späteren Haushalts-Genehmigung vom Regierungspräsidium Karlsruhe.

  • Treffpunkt Parkgarage – 2.000.000 €
  • Tiefbau Turmschule (Schulhofbau) 1.000.000 €
  • Hochbau Bestattungswesen Leimen (Trauerhalle) – 500.000 €
  • Siedlerstraße – 350.000 €
  • Tiefbau Stadtentwicklung (Stadtkernsanierung) – 300.000 €
  • Tiefbau Bestattungswesen Leimen (u.a. neues Baumgrabfeld) – 120.000 €
  • Stadion-Sportplatz Leimen (Umbau Flutlichtanlage) – 110.000 €
  • Ferdinand-Langer-Straße – 100.000 €
  • Kurpfalzhalle, Planungskosten – 100.000 €
  • Pestalozzi-Straße – 90.000 €
  • Radwege, Radwegbeschilderung – 60.000 € 
  • Fußwege allgemein – 60.000 €
  • Feldwege – 50.000 € –
  • Kinderspielplätze – 50.000

In Leimen steht 2026 vor allem eine Baumaßnahme im Mittelpunkt – der Schulhof der Turmschule mit der damit verbundenen Parkgarage. Die Arbeiten werden wohl im April bzw. Mai beginnen und wir hoffen, zum Schuljahr 2027/28 damit fertig zu sein.

Nun haben sie eventuell zwei weitere und wichtige Dinge in Sachen Baumaßnahme für Leimen vermisst.

Zum einen kann ich Ihnen berichten, dass das Projekt um das Stadthaus in der Innenstadt weitergeht. Wir sind aktuell in sehr guten Gesprächen. Lassen Sie uns aber noch nicht zu früh freuen und lassen sie mir und dem Gemeinderat verständlicherweise noch ein wenig Zeit, um sie dann alle umfassender und auch hoffentlich mit spruchreifen Ergebnissen in dieser Angelegenheit zu informieren.

Des Gleichen kann ich Ihnen beim zweiten wichtigen Thema, nämlich dem Hochwasserschutz an der Leimbach berichten, dass wir hier auch einen großen Schritt weitergekommen sind. Es hat eine Besprechung im Dezember mit der zuständigen Behörde, dem Regierungspräsidium Karlsruhe stattgefunden, da das Gewässer dem Landesbetrieb gehört. Wir wurden nun unterrichtet, dass die Sanierung der Dämme in St. Ilgen diese Woche begonnen hat. Etwaige Wühltiergänge werden mit dem Bagger, ggf. auch erst nach Aufgrabung fachmännisch mit einem speziellen Füll-Material verdichtet.

Die am Leimbach übermäßig vorhandene Population von Bisam und Nutria schädigen mit ihren Hohlräumen die Schutz-Dämme, so dass diese – teilweise unter Naturschutz stehenden Wühltiere – nun auch endlich von unseren Jagdpächtern großflächig bejagt werden dürfen. In dem Zusammenhang, passen sie auf ihre Hunde auf, da hier teilweise auch Lebendfallen zum Einsatz kommen.

Eine Erhöhung des Damms ist derzeit nicht geplant und die nach der Hochwasserschutzkonzeption Leimbach bzw. Hardbach abschließende Hochwasserschutz-Maßnahme M 4 ist nun seit wenigen Tagen, das Planfeststellungsverfahren am Landesgewässer endlich rechtskräftig.

Dies bedeutet, dass die Maßnahme innerhalb der nächsten 5 Jahre begonnen haben muss. Ansonsten wäre das aufwändige Verwaltungs-Verfahren beim RP Karlsruhe zu wiederholen.

Die wichtige Retentionsfläche in Nußloch wird nun bereits 2026 realisiert. Diese vorgezogene Maßnahme ist ein entscheidender Meilenstein für den Hochwasserschutz am Leimbach und zeigt, wie effektiv die Zusammenarbeit in unserer Region funktioniert.

Ebenso beabsichtigen wir nun tatsächlich in diesem Jahr die Sanierung der Leimbachbrücke. Hier gab es Verzögerungen, die aber auch nicht durch uns zu verantworten sind.

Sie sehen, es gilt fast immer und überall:  „Einfache Lösungen für komplexe Probleme gibt es nicht, auch wenn viele das gerne hätten und glauben. Mit einfachen Lösungen lassen sich nämlich die Herausforderungen, vor denen wir stehen, nicht lösen. Klima und Umwelt, Migration und Bildung, Demokratie und Sozialstaat können nur mit Gemeinschaft, Zusammenarbeit und im Konsens gelöst werden. Das dauert seine Zeit. Mit Schnellschüssen, wie sie von manchen angekündigt und versprochen werden, kommt man hier nicht weit. 

Wenn Sie Ideen oder Verbesserungsvorschläge haben, die der Bürgerschaft hier in Leimen helfen oder die Interessen der Stadt Leimen voranbringen, sprechen Sie uns gerne persönlich an und verzichten Sie darauf, anonym im Internet oder auf Social Media Plattformen „einfach“ nur zu schimpfen. Packen wir es doch gemeinsam an. Auch Leserbriefe mögen nicht immer die erste Wahl sein, um seinen Unmut oder Fragen auszudrücken.
Ich bin da eher ein Freund von Emails oder auch ein Telefonat oder auch ein persönliches Gespräch, um Änderungen herbei zu führen.

Ich wünsche uns allen ein glückliches, erfolgreiches Jahr 2026 und vor allem Gesundheit, Zusammenhalt und gute Freundschaften.

LeimenBlog.de Ihre lokale Internetzeitung für Leimen, Nußloch, Sandhausen

Kurz-URL: https://leimenblog.de/?p=199021

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