Ordensball des KC Frösche: Ein Abend zwischen Piraten, Bierbänken und Funkenmariechen
(atz ‑ 6.1.26) Zweimal im Jahr steht die Welt beim KC Frösche Kopf – und am 5. Januar war es zum ersten Mal in dieser Kampgane wieder so weit*. Die Halle rappelvoll, die Bühne fast zu klein für das, was der Verein da auf die Beine gestellt hatte: Ein Ordensball, wie er im närrischen Bilderbuch steht – bunt, laut, herzlich und mit allem, was dazugehört. Der zweite Event ist übrigens die Prunksitzung am 31. Januar!
Die komplette Bilderstrecke folgt am Ende des Artikels!
Los ging’s standesgemäß mit dem Einzug des Kurpfälzer Fanfarenzugs Wiesloch. Mit Pauken, Trompeten und einem ganzen Tross von Aktiven samt Elferrat war die Bühne binnen Sekunden voller Leben. Dort wurden dann auch gleich die ersten Orden verteilt, begleitet von der launigen Begrüßung durch Präsident Stefan Riemensperger und seinen stellvertretenden Sitzungspräsidenten Frank Köhler.
Schon früh am Abend zeigte sich: Der KC Frösche lebt seine Jugendarbeit nicht nur auf dem Papier. Gleich vier Tanzmariechen wirbelten im Laufe des Abends über die Bühne – das ist selbst im närrischen Südwesten keine Selbstverständlichkeit. Den Auftakt machte Marie Mußler (Trainerin: Lara Panzer), gefolgt von Lina Borth (Trainerin: Jasmin Fuchs).
Mit besonderem Applaus bedacht wurde Lisa Ginz, die an diesem Abend nicht nur tanzte, sondern auch ihren 15. Geburtstag feierte (Trainerinnen: Petra und Lara Panzer). Und auch Maya Assmann, die später noch eine andere Rolle spielte, zeigte bei ihrem Mariechentanz, was tänzerische Präzision bedeutet (Trainerinnen: Jessica Stahl und Jessica Stumpf).
Aber was wäre ein Ordensball ohne Ehrungen? Besonders goldig wurde es bei der Verleihung des Goldenen Vlieses, das in diesem Jahr an zwei Frösche verliehen wurde: Miriam Glagau und Maya Assmann. Viel Applaus, ein paar Tränchen der Rührung – auch das gehört dazu.
Nicht weniger ergreifend, wenn auch mit einem Augenzwinkern, ging es beim Elferrat zu. Jens, im Vorjahr noch Anwärter (also ohne Narrenkappe), durfte nun endlich das närrische Haupt mit einer solchen zieren. Und Bernd, der schon seit Jahrzehnten dabei ist – als Vater, Helfer, Herzblutmann – erhielt als neuer Anwärter eine ganz besondere Kappe: eine extra kleine, höchst individuelle Narrenkappe, die beim Publikum für großes Gelächter sorgte. So etwas hatte selbst der erfahrenste Fasnachter noch nicht gesehen.
Zwischen den Tanzdarbietungen – unter anderem von Mini-, Jugend-, Junioren- und Prinzengarde sowie der Schautanzgruppe (Thema: „Piraten auf hoher See“) – war auch das Publikum gefragt. In drei Spielrunden traten freiwillige Paare gegeneinander an: „Stadt, Land, Fluss“, Geschicklichkeit und allerlei Unsinn auf der Bühne brachten nicht nur die Spieler, sondern auch die Zuschauer zum Lachen.
Beim dritten Spiel wurde es besonders unterhaltsam: „Susi“ – eine ehemalige Mitarbeiterin des OB aus Neckargmünd forderte prominente Unterstützung an: Leimens Oberbürgermeister John Ehret höchstpersönlich kam auf die Bühne, um zu helfen. Die Aufgabe? Zwei Bierbänke, ein Weg, keine Stürze. Die Ausführung? Sagen wir so: Der Sitzungspräsident kommentierte die Bewegungen des OBs als „weit jenseits beweglicher Menschen“. Das Publikum feierte ihn trotzdem (oder gerade deswegen).
Für die Pause zwischendurch sorgte eine Tombola, bei der jedes Los – zum Preis von 1 Euro – zur Förderung der Jugendarbeit beitrug. Da alle Preise von Sponsoren gestellt wurden, floss der komplette Erlös direkt in die Nachwuchsarbeit. Eine Win-Win-Situation, bei der der KC Frösche einmal mehr zeigte, was gelebter Vereinsgeist bedeutet.
Nicht fehlen durften an diesem Abend natürlich die traditionellen Ordenstausch-Runden. In gleich drei Runden wechselten Dutzende Orden ihre Besitzer: zuerst mit dem Kurpfälzer Narrenring, dann die „Eiligen und Nicht-HKKler“, zum Schluss der große Reigen mit dem HKK Heidelberg – inklusive Polizei, Ziegelhäusern, Perkeo und vielen weiteren närrischen Verbündeten.
Die Halle war voll bis unters Dach, das Männerballett konnte laut Sitzungspräsident nicht auftreten – „Die Bühne hätte das Gewicht nicht ausgehalten“ – und auch viele Familienmitglieder der Garden mussten draußen bleiben. Schade zwar, aber ein deutliches Zeichen für die Beliebtheit der Veranstaltung.
Zum Abschluss gab’s noch eine ordentliche Bewegungsrunde für alle, ein letztes „Helau!“ von der Bühne und dann hieß es: „Ab in die Bar!“ – mit Musik von Jens. Wer bis dahin noch konnte, tanzte weiter, lachte und feierte – ganz in Frösche-Manier.
Ein solcher Abend kommt natürlich nicht von ungefähr. Hinter den Kulissen, an der Theke, in der Küche, beim Auf- und Abbau, bei der Tombola oder einfach überall dort, wo helfende Hände gebraucht wurden, waren wieder unzählige ehrenamtliche Helferinnen und Helfer im Einsatz. Sie sorgten dafür, dass Getränke flossen, Essen heiß blieb, Lose verkauft und Preise ausgegeben wurden – kurzum: dass der Abend reibungslos und mit Herzblut über die Bühne gehen konnte.
Ihnen allen gebührt ein herzlicher Dank. Denn ohne dieses Engagement wäre ein Ordensball in dieser Größe und mit dieser Qualität schlichtweg nicht machbar. Was sie leisten, ist das Fundament, auf dem der Frohsinn der Veranstaltung ruht.
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