Pfarrer Lourdu zur Gartenschau-Bewerbung 203X

Liebe Mitmenschen in Leimen und Nußloch,

mit großer Freude habe ich erfahren, dass sich die politischen Gemeinden Leimen und Nußloch durch die Ausrichtung der Gartenschau 203X für die Schöpfung engagieren möchten.

Gerade in einer Zeit, in der in verschiedenen Teilen der Erde, wie z. B. im Amazonasgebiet, in Afrika oder in asiatischen Ländern durch die Mächtigen der Multikonzerne und Weltfirmen Raubbau an der Natur betrieben wird, möchte die Bevölkerung bei uns in Leimen und Nußloch ein Zeichen setzen. Für dieses große Vorhaben möchte ich den Gemeinderäten, den Verantwortlichen sowie den Bürgermeistern von Herzen ausdrücklich danken.

Das erste Buch der Bibel (Genesis) berichtet, dass Gott diese Welt in großer Weisheit und Liebe erschaffen hat. Jedes einzelne Wesen ist durch sein Wort entstanden. Wenn wir zum Beispiel ehrfürchtig vor einem mächtigen Baum stehen oder einen filigranen, bunten Schmetterling bewundern, können wir nur über die Einzigartigkeit, Schönheit und Vielfalt der Schöpfung staunen. Gott ist der Ursprung aller Lebewesen und er möchte, dass wir Menschen mit der Schöpfung und für die Natur leben.

Leider erfahren wir, dass Tausende Pflanzen-, Tier- und Fischarten täglich aussterben und das meistens durch die Rücksichtslosigkeit der Menschen. Es ist ungerecht und unglaublich, dass sieben Milliarden Menschen die gesamte Schöpfung zu ihrem Vorteil und ihrem Profit nutzen und so die Natur missbrauchen. Es wird immer aus der Bibel zitiert, dass der Mensch die Krone der Schöpfung sei. Das darf jedoch nicht so verstanden werden, dass der Mensch die Schöpfung zu seinem Nutzen ausbeuten darf. Im Gegenteil, der Mensch als Mitgeschöpf Gottes soll Verantwortung für die ihm anvertraute Schöpfung tragen.

Papst Franziskus bringt dies in seinem großartigen Schreiben „Laudato si“ zum Ausdruck, indem er sagt, dass wir für die Schöpfung leben und mit ihr Gott preisen. Wenn unsere Umwelt gesund ist, dann atmen wir gesunde Luft, trinken sauberes Wasser und essen gesunde Nahrung. Die Gartenschau in Leimen und Nußloch sollte das Bewusstsein stärken, dass wir als dankbar die Achtung vor der Schöpfung vor der Haustüre gestalten.

Ich wünsche uns sehr, dass wir uns, unabhängig von den politischen, religiösen und kulturellen Unterschieden, einig sind, dass wir für dieses große Ziel zusammenstehen möchten, um die Schöpfung für die Zukunft zu bewahren.

Arul Lourdu, Leitender Pfarrer der katholischen Seelsorgeeinheit Leimen-Nußloch-Sandhausen

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