Vorläufige polizeiliche Bilanz zum Jahreswechsel in der Region

(pol – 3.1.22) Wie schon in der Vergangenheit bereitete sich das Polizeipräsidium Mannheim auch in diesem Jahr  wieder auf eine durch die Pandemie geprägte Silvesternacht vor.

Besonders im Hinblick auf die Ende Dezember erneut verschärften Corona-Regelungen des Landes Baden-Württemberg und den jeweiligen Allgemeinverfügungen der Städte und Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis, war auch in diesem Jahr wieder eine hohe Polizeipräsenz gefordert. Mit starken Kräften unterstützte das Polizeipräsidium Mannheim zusätzlich die Städte und Gemeinden in Mannheim, Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis bei deren Kontrollen zur Einhaltung des Alkohol-, Feuerwerks-und Verweilverbots an publikumsträchtigen Plätzen. Unter Beachtung der gebotenen Sorgfalt überprüften die Einsatzkräfte neuralgische Punkte in der Metropolregion und verhinderten durch ein entschlossenes und konsequentes Einschreiten frühzeitig das Bilden von Menschen-Ansammlungen und das Zünden von Pyrotechnik im öffentlichen Raum.

Mannheim

An denen in der Allgemeinverfügung der Stadt Mannheim genannten Verkehrs-und Begegnungsflächen, wie „Wasserturmanlage“ und „Plankenkopf“, hielten sich in der Spitze über 400 Personen auf. Mithilfe der eingesetzten „Kommunikations-Teams“ der Polizei sowie deren Lautsprecherdurchsagen wurde frühzeitig auf die geltenden Regelungen hingewiesen. Die Verbotsbestimmungen wurden daraufhin weitestgehend eingehalten. Lediglich gegen vereinzelte Personengruppen wurden Platzverweise ausgesprochen, da sich diese, trotz wiederholter Ansprache, nicht an die geltenden Regelungen halten wollten.

An der Ecke Wasserturmanlage/Friedrichsring wurden die Einsatzkräfte kurz nach Mitternacht auf einen 23-Jährigen aufmerksam, der mit einer Schreckschusspistole mehrere Schüsse in die Luft abfeuerte. Im Rahmen der Personenkontrolle stellte sich heraus, dass der junge Mann nicht im Besitz einer waffenrechtlichen Erlaubnis ist und zudem ein Vollstreckungshaftbefehl gegen ihn bestand. Nach Zahlung der Geldstrafe konnte der junge Mann seine Inhaftierung gerade noch abwenden. Die Schreckschusspistole wurde sichergestellt.

Ähnlich erging es auch einem 52-Jährigen, der gegen Mitternacht auf Höhe „Alter Meßplatz“ mehrere Schüsse in die Luft abfeuerte. Auch er führte verbotswidrig zwei Schreckschusspistolen mit sich. Die Waffen wurden sichergestellt. Gegen beide Männer wird nun wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt.

Der Zugang zur „Kurpfalzbrücke“ wurde gemeinsam mit dem BOD der Stadt Mannheim kontrolliert und das Mitführen von Feuerwerkskörpern und Alkoholika, gemäß der Allgemeinverfügung, konsequent unterbunden. Verstöße konnten auch hier nur vereinzelt festgestellt werden.

Heidelberg

In Heidelberg waren bis 23:45 Uhr rund 500 Besucher im Bereich der „Alten Brücke“ festzustellen. Um die pandemiebedingten Mindestabstände gewährleisten zu können, wurde der Zugang zu dieser kurzzeitig gesperrt. Nachdem gegen 00:15 Uhr bereits deutliche Abwanderungs-Bewegungen einsetzten, konnte die Sperrung zeitnah wieder aufgehoben werden. Bereits gegen 2 Uhr waren kaum mehr Personen im innerstädtischen Bereich festzustellen.

Rhein-Neckar-Kreis

Auch im übrigen Rhein-Neckar-Kreis wurden die geltenden Allgemeinverfügungen der jeweiligen Städte und Gemeinden von der großen Mehrheit der Bevölkerung mitgetragen.

Im Zeitraum vom 31.12.2021, 18 Uhr bis 01.01.2022, 6 Uhr registrierte das Führungs- und Lagezentrum des Polizeipräsidiums Mannheim rund 559 Einsätze. Insgesamt wurden 140 Fahrzeuge und 266 Personen kontrolliert.

In der Zeit zwischen 0 Uhr und 6 Uhr rückte die Polizei zu insgesamt 62 Verkehrsunfällen aus, wobei 10 Personen verletzt wurden. In Hockenheim rannte um kurz nach Mitternacht ein 7-jähriges Kind aus einer Hofeinfahrt über die Fahrbahn in der „Obere Hauptstraße“. Ein 24-jähriger Fiat-Fahrer konnte trotz eingeleiteter Vollbremsung einen Zusammenstoß mit dem Kind nicht mehr verhindern. Dieses wurde dabei leicht verletzt und mit einem hinzugerufenen Rettungswagen in eine Klinik gebracht.

Neben Verkehrsunfällen war die polizeiliche Einsatzlage, unter anderem auch von 57 Ruhestörungen, 27 Streitigkeiten und mehreren Körperverletzungen geprägt sowie von 10 Sachbeschädigungen und mehreren kleinen sowie zwei größeren Bränden.

In Mannheim schlugen Unbekannte die Schaufensterscheibe eines Limousinenverleihs in der Hafenbahnstraße ein und verursachten rund 4000 Euro Sachschaden. In Schönau beschädigten Unbekannte am Marktplatz einen Briefkasten der Deutschen Post und in Schriesheim beschmierten ein oder mehrere Täter eine Mauer am „Weinbergweg“ mit schwarz/oranger Farbe.

In Hockenheim und Heidelberg rückten Polizei und Feuerwehr aus, nachdem dort jeweils Mülltonnen in Brand geraten waren. Im Mannheimer Stadtteil Neckarstadt-Ost wurden die Rettungskräfte verständigt, nachdem kurz nach Mitternacht ein Feuerwerkskörper das Stoffdach eines Cabrios entzündete und einen Schaden in Höhe von rund 8000 Euro verursachte. In Weinheim waren um kurz nach 4 Uhr Polizei und Feuerwehr im Einsatz, weil in einem Freizeitbad ein Wäschekorb in Brand geraten war.

Résumé Polizeipräsident Siegfried Kollmar

„Ich bin mit der Silvesternacht sehr zufrieden. Die Mitbürgerinnen und Mitbürger mussten zum Jahreswechsel erneut pandemische Einschränkungen hinnehmen. Erfreulicherweise zeigte der Großteil der Bevölkerung aber Verständnis für die geltenden Corona-Regelungen und startete verantwortungsvoll und umsichtig in das neue Jahr“, so der Polizeipräsident Siegfried Kollmar. „Auch in den Innenstädten blieb es, bis auf wenige Ausnahmen, ruhig. Nur vereinzelt waren die Einsatzkräfte gezwungen, gegen Störer, welche die bestehenden Regelungen bewusst missachteten und sich rücksichtslos über die behördlichen Auflagen hinwegsetzten, einzuschreiten.“

Ich wünsche allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern einen guten Start in das neue Jahr. Bleiben Sie gesund und geben Sie weiterhin auf sich und Ihre Mitmenschen Acht. Auch im neuen Jahr können Sie sich auf Ihre Polizei Mannheim verlassen. Bürgernah und präsent werden wir auch 2022 für Ihre Sicherheit sorgen“, verspricht der Polizeipräsident.


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