Ralf Frühwirt (GALL): Stellungnahme zum Leserbrief von Herrn Sohler

(pm – 15.11.21) Ihr Brief war überschrieben mit der Zeile: „Die Masken sind gefallen“. Das wollen wir doch in Zeiten wie diesen nicht hoffen! Aber auch ansonsten enthält der Leserbrief so einiges, das richtig gestellt werden muss, wobei ich mich in die die FDP betreffenden Aussagen nicht einmischen möchte, das haben die Vertreter der FDP schon getan.

Ralf Frühwirt

Laut ihren Worten führt die GALL schon seit Jahren einen „Kreuzzug gegen jeglichen motorisierten Individualverkehr“. Sie selbst haben das in Anführungszeichen geschrieben Herr Sohler. Soll das wie ein Zitat wirken oder glauben sie selbst nicht daran? Wie auch immer, einen Beleg für das drastische Statement bleiben Sie der geneigten Leserschaft schuldig. Weiter unten in Ihrem Brief fordern Sie dann, dass jeder Mensch „RESPEKTVOLL“ behandelt werden soll, auch in der Politik und von der Politik. Gilt das auch für die Behandlung der GALL von Ihrer Seite, Herr Sohler?

Falls ja, dann unterlegen Sie doch bitte unseren angeblichen „Kreuzzug“ mit ein paar Fakten. Über die können wir dann wenigstens diskutieren, über pauschale Aburteilungen kann man das nicht. Wir jedenfalls bauen bei unserer Ablehnung der Tiefgarage auf Argumente, die wir gerne mit jeder
interessierten Person austauschen, auch mit Ihnen.

Dass die Fakten der Befürworter*innen der TG nicht so wirklich standfest sind, kann man alleine schon an der Frage des angeblichen Bedarfs ablesen. Vor vier Jahren wurde noch ein angeblicher Bedarf von über 80 öffentlichen Stellplätzen konstatiert, jetzt glaubt man mit der Hälfte auszukommen.

Sieht das nach sattelfester Erhebung aus? Und wer garantiert, dass nicht in zwei Jahren der Bedarf wieder halbiert ist? Sicher nicht diejenigen, die mit solchen Luftnummern hantieren. Und dafür sollen wir Millionen ausgeben?

Auch wenn wir was den Bedarf angeht, der FDP diametral gegenüber stehen, so hat sie doch mit ihrer Forderung eines sehr deutlich gemacht, das wiederum gegen die TG spricht. Kollege Feuchter sagte zur Begründung, dass die TG, wenn sie denn erst mal gebaut sei nicht mehr verändert werden
könne, weshalb er für die große Lösung plädiert.

Das ist eines der Argumente, die gegen eine TG sprechen. Sie ist unflexibel, und muss also immer für den größtmöglichen Bedarf ausgelegt werden, will man nicht das Risiko eingehen, bald wieder etwas Neues bauen zu müssen. Da wir in unserem Fall noch nicht einmal wissen, wie hoch unser
Bedarf ist, gehen die Meinungen stark auseinander.

Deshalb hat die GALL auch die Alternative eines Parkhauses in die Debatte eingebracht. Ein modernes Parkhaus aus Stahlträgern kann modular gestaltet werden und kann also erst mal klein anfangen und später erweitert werden. Mit einer TG ist das ausgeschlossen. Wer sich also flexibel den künftigen Entwicklungen der Mobilität stellen will, sollte (wenn überhaupt) für ein Parkhaus statt für eine TG stimmen.

Und Ihnen Herr Sohler machen wir gerne das Angebot sich mit uns – gerne auch in einem öffentlichen Rahmen – über individuelle Mobilität im Allgemeinen und die Leimener Tiefgarage im Besonderen zu unterhalten.

Ralf Frühwirt


Verweise:


Mit (pm – Datum) als Redaktionskürzel versehene Artikel sind Pressemitteilungen (pm) von Parteien oder Organisationen, die wir i.d.R. als ungekürzter und uneditierter Originaltext veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung der Meinung der Redaktion wieder. Die obige PM wurde von Ralf Frühwirt (GALL) zur Veröffentlichung an Leimen-Lokal gesandt.


 

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