Rückblick: Dopsi, Bier und Jägermeischda wegge Nußlochs Kerwegeischda

(nu – 15.9.17) Das größte jährliche Gemeindefest stand an. Nußloch war wie zu jeder Kerwezeit herausgeputzt und optimal auf die Feierlichkeiten vorbereitet. Zum 45. Mal feierte Nußloch seine Straßenkerwe. Mit dem musikalischen Programm des Musikvereins Feuerwehrkapelle begann die offizielle Eröffnungszeremonie auf dem Rathausvorplatz.

Mit großer Spannung erwarteten die zahlreich versammelten Gäste die neuen Kerweborschd. Fast pünktlich, um kurz nach vier, trafen sie auf einem Achtertandem, angeführt vom Täfelesbuh Moritz Keller, der die ehrenvolle Aufgabe hatte, die Kerweschlumbl im Rollstuhl auf die Rathausbühne zu schieben, ein.

Da standen nun, flankiert von vier Gardemädchen der Präsidentengarde des Karnevalclubs, die nach eigener Aussage jüngeren, besseren und vor allem schöneren Kerweborschd, die es nirgendwo anders auf der ganzen Welt zu finden gibt. Leon Schuh, Yannick Veits und Timo Schmitt hatten ein gut einstündiges buntes Programm vorbereitet. Lauthals verkündeten sie ihr Vorhaben am Ende des Jahres gemeinsam als Bürgermeister kandidieren zu wollen. Leon Schuh als dann zuständiger Bauminister garantiert die endgültige Fertigstellung der Olympiahalle, er genehmigt Maibäume nur noch mit Blitzableiter und will den Maisbachern im Zuge der Gleichberechtigung einen Verkehrskreisel bescheren.

Timo Schmitt würde sich im Falle einer Wahl als Verantwortlicher für das Soziale einbringen und dabei unter anderem den Flüchtlingen anstatt Hochdeutsch, lieber Dialekt beibringen wollen. Ein großes Anliegen ist ihm allerdings der Fortbestand der Kerwe. Er bewundere die Arbeit der Vereine, sieht jedoch auch, dass die Vereine von Jahr zu Jahr weniger Helfer haben und ruft deshalb dem Kerwevolk zu: „Engagiert euch in den Nußlocher Vereinen“, damit Nußloch so lebendig bleibt!

Yannick Veits, als Minister für Wirtschaft und Finanzen, wäre die Grundversorgung der Menschen am Ort ein Anliegen. In seinem Vortrag bemängelt er die immer geringer werdende Anzahl der „Wirtschaften“ in Nußloch und fordert deshalb die Einführung eines Bierkellers im Rathaus.
Zum Ende des Vortrags der Kerweboschd präsentierten die drei noch ihre auserwählte Sekretärin. Die Kerweschlumbl wurde von Bauminister Leon Schuh feierlich auf den Namen Karla Rallisch getauft.

Zum Abschluss wurde traditionsgemäß gemeinsam das Badnerlied gesungen. Zum Schluss erklang dann nochmal der Trinkspruch „Dopsi, Bier und Jägermeischda wegge Nußlochs Kerwegeischda“!

Bürgermeister Karl Rühl dankte in seiner kurzen Ansprache den Kerweborschden für ihre Darbietung sowie den Anwohnern der Kerwemeile für deren Verständnis. Mit dem Wunsch in den bevorstehenden Tagen gemeinsam eine gute Stimmung sowie eine herzliche und freundliche Atmosphäre zu haben und viele nette Gespräche führen zu können, eröffnete er offiziell die 45. Nußlocher Straßenkerwe mit der abschließenden Bitte: „Tragen Sie alle dazu bei, dass unsere Straßenkerwe ein schönes, gelungenes und gewaltfreies Fest wird“.

Das Kerwebier wurde auch in diesem Jahr von der Heidelberger Brauerei gespendet. Bürgermeister Rühl vollzog den Anstich, unterstützt von Herrn Knecht von der Heidelberger Brauerei. Mit leichten Schwierigkeiten gelang es, das Fass anzustechen, sodass die Gläser gefüllt werden konnten und das wartende Volk sich am Freibier erfreuen durfte.

Am Samstagabend war rund um den Lindenplatz dann wieder einiges geboten. An den Vereinsständen wurde zuerst der Hunger gestillt, bevor sich das Feiervolk der flüssigen Nahrung zuwandte. Schausteller Peter Schmidt aus Mannheim hatte den Kindern einen für sie gerechten Vergnügungspark eingerichtet, der trotz der kurzfristigen Absage der Berg- und Talbahn, ausgiebig genutzt wurde.

Der Kerwesonntag begann bei Sonnenschein mit dem mittlerweile zur Tradition gewordenen ökumenischen Gottesdienst vor dem Rathaus.
Der Frühschoppen an den Vereinsständen mit vielen Leckerbissen aus der Kurpfalz, aus Baden, Deutschland und Frankreich sowie eine Autoschau in Verbindung mit dem verkaufsoffenen Sonntag des Einzelhandels und der Gewerbetreibenden sorgten für vielfältige Abwechslung. Bei den verschiedenen Karussells, Gutselständen und Aktivitäten kamen auch die Kinder zu ihrem Spaß. Am Nachmittag zauberte der Zauberer Maximus für Groß und Klein auf der Rathaustreppe.

An allen drei Kerwetagen gab es auch wieder viele musikalische Darbietungen: Livemusik, unter anderem von den „Annimels“ und der Gruppe Calipo hatten die Vereine im Programm. Zum Kerweausklang spielte die Acustic Cover Band „Clou“ im Festzelt des Musikvereins Feuerwehrkapelle und die Band „Who Cares“ im Zelt des Musikzug KC Nußloch auf.

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