Sandhäuser Rat mehrheitlich für Umsetzung des 5. Abschnitts der Hauptstraße

(sa – 1.11.16) Eine nahtlose Fortführung der Hauptstraßensanierung einschließlich Kanalisation und Wasserversorgung soll mit dem 5. Bauabschnitt zwischen der Herchheimer- und der Waldstraße gewährleistet werden. Nach erster Einschätzung belaufen sich die Kosten auf 1.382.200 €, abzüglich des noch nicht zu beziffernden Kreiszuschusses. Ob zu diesen noch Zuschüsse aus dem Landessanierungsprogramm hinzukommen, bleibt abzuwarten.

8066-hauptstrasse-sandhausen„Pünktlich zum Jahresende soll der 4. Abschnitt beendet werden“, stellte Bürgermeister Kletti in Aussicht. Im 5. Abschnitt plane man, wie Herr Schulz vom gleichnamigen Ingenieurbüro in seinem Sachvortrag darstellte, die Kanalisation und Wasserversorgung in Abschnitten auszubauen und die vorhandenen 37 Hausanschlüsse bis zur Grundstücksgrenze auf Kosten der Gemeinde auszutauschen. Um bei der Sanierungsmaßnahme die Interessen der Anwohner bzw. der Gewerbetreibenden zu wahren und eine Einhaltung des Bustaktes zu gewährleisten, wolle man sich mit den Betroffenen noch vor der Ausschreibungsphase abstimmen und möglichst wenig in die bestehenden Abläufe eingreifen.

Der Gestaltungsspielraum, räumte Schulz bei seinem Sachvortrag ein, sei jedoch aufgrund der Gegebenheiten an manchen Stellen gering. Demzufolge könne man die Fahrbahn zwischen der Herchheimerstraße und der Aufweitung vor der Postagentur/der Metzgerei Balles ebenso wie in der Einmündung der Kleinen Ringstraße bis zur Waldstraße nicht breiter als 4,50 m konzipieren. Die Gehwegbreiten variieren zwischen 90 und 110 Zentimetern. An Einzelstellen liegen sie darunter.
„Man muss die Interessen aller Verkehrsteilnehmer wahren, forderte Gemeinderat Dr. Horn. Die engste Stelle im Bereich „Dorsch“ sei für Fußgänger weiterhin eine Zumutung. Auch wenn an dieser Stelle keine Lösung möglich sei, habe man im Bereich der Post bereits das Gespräch mit dem Eigentümer gesucht, um die bestehende Park- und Anliefersituation zu ändern, informierte Kletti. Der Vorschlag Dr. Horns, durch die Verwendung von Flüsterasphalt die Geräuschemissionen zu senken, führe nach Aussage des Ingenieurs zu kaum hörbaren Geräuschminderungen und das Material verfüge überdies über eine geringe Lebensdauer, so dass er generell davon abrate.

Im Bereich zwischen der Waldstraße und dem Ende der Aufweitung bei „bike and boat“ soll eine Tempo-20-Zone eingerichtet werden, wodurch in Verbindung mit einer Verschwenkung der Fahrbahn (s.o.) eine signifikante Senkung des Geschwindigkeitsniveaus erzielt würde, ohne den öffentlichen Personennahverkehr aus dem Takt zu bringen. Der bestehende Fußgängerüberweg auf Höhe der Metzgerei Balles entfiele nach Umsetzung der Tempo-20-Zone.

Besser stelle sich die Situation zwischen der Zufahrt zum Parkplatz der Dorfschänke und der Einmündung der Kleinen Ringstraße dar. Hier könne man die Fahrgasse des Parkplatzes zugunsten von Flächen für die Hauptfahrbahn und der Gehwege auflösen, so dass aus den bisherigen 13 Stellplätzen 17 Stellplätze, Behindertenparkplatz eingeschlossen, sowie Fahrradabstellplätze entstünden. Eine e-bike-Ladestation sei ebenfalls vorgesehen. Am Ausbau-Ende Seegasse sei ein Vollausbau geplant.

„Die Sanierung des 5. Abschnitts fällt in einen sensiblen Bereich“, daher müsse man eng mit den Gewerbetreibenden zusammenarbeiten, stellte Gemeinderat Herzog heraus. Die Parkplätze auf der Geschäftsseite wirkten auflockernd und man könne Unstimmigkeiten auch noch später in der Feinplanung berücksichtigen.
„Wir befinden uns im Spannungsfeld unterschiedlicher Bedürfnisse und wir werden nicht alle Bedürfnisse zufrieden stellen können“, prophezeite Bürgermeister Kletti. Es mache jedoch einen Unterschied, ob man durch die Baumaßnahme häufiger die Fenster putzen müsse oder Verdienstausfälle hinnehmen müsse. Auf die unterschiedlichen Interessen werde man daher mit getrennten Informationsveranstaltungen für Bürger und für Gewerbetreibende reagieren, betonte er.
Schwierig sei die Parksituation für die Anwohner, die morgens zur Arbeit müssten, ergänzte Gemeinderat Liebetrau und forderte für diese gesonderte Parkflächen auszuweisen. Zudem müsste die Baumaterialien irgendwo gelagert werden.

Beruhigen konnte der Bauingenieur dahingehend, dass nicht nur in Abschnitten gearbeitet, sondern natürlich ein Fußgängerbereich sowie der Zugang für Krankenwagen, Feuerwehr und die Passage für Dialysepatienten geregelt würde. Skeptisch zeigte sich Gemeinderätin Anna Köhler gegenüber der Schaffung der Dorschparkplätze. Hier wollte sie zunächst die Meinung der Anwohner hören. Ihrem Vorschlag, die Sanierung durch Urlaubsverbot und verlängerte Arbeitszeiten zu beschleunigen, räumte Schulz aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen nur geringe Erfolgschancen ein. Im Gemeinderat stimmte man mehrheitlich für die Umsetzung des 5. Abschnitts.

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