Sandhausen verliert auswärts 2:1 gegen den FC St. Pauli

(sim). Jetzt hat es auch den SV Sandhausen in der zweiten Liga erwischt: In der vierten Partie gab es beim FC St. Pauli im Millerntorstadion eine 1:2 (0:0) Niederlage, wobei die Platzherren vor ausverkauftem Haus (21.045 Besucher) den ersten „Dreier“ verbuchen konnten.

„Aufgrund der zweiten Hälfte geht der Sieg der Gastgeber in Ordnung“, war Gerd Dais, der Gästetrainer, größtenteils mit der Vorstellung seiner Truppe zufrieden, „denn die erste halben Stunde konnten wir sehr gut mithalten, nahmen das Heft sogar in die Hand und hätten in Führung gehen müssen“. Er trauerte hierbei vornehmlich den Chancen von Frank Löning, Jan Fiesser und Nico Klotz nach, „denn einer dieser Hochkaräter muss sitzen und dann wäre vieles anders gelaufen“. So aber wurde der Druck der Gastgeber etwa zehn Minuten vor dem Wechsel „und dann sofort im zweiten Durchgang im größer, während wir im Vorwärtsgang zu viele Ballverluste hatten“. Imponierend für den Trainer dann wieder, „dass wir uns nach dem 0:2 Rückstand wieder aufgerafft haben und noch zum Anschlusstreffer kamen, auch wenn es zum Ausgleich nicht mehr reichte“.

Andre Schubert auf Seiten von St. Pauli wusste, „dass der Neuling bei Standardsituationen und bei Kontern sehr gefährlich ist, was wir in den ersten 30 Minuten auch selbst erlebt haben“. Schubert: „Wir sind erstmals in dieser Saison als Team aufgetreten, konnten im zweiten Durchgang den Druck erhöhen und die Art und Weise wie das geschah, lässt für die Zukunft hoffen“.

Nicht die „Kiezkicker“ übernahmen mit dem Anpfiff von Ferlix Brych aus München die Initiative, sondern die Gäste setzten die ersten Eckpfeiler von Frank Löning (3./6.) sowie Nico Klotz (5.), während St. Pauli den ersten Warnschuss erst in der zwölften Minute (Dennis Daube) abgeben konnte. Der Torschrei stand den rund 500 mitgereisten SVS-Fans dann in der 20. Minute erneut auf den Lippen, doch die Direktabnahme von Jan Fiesser parierte ein glänzend aufgelegter Philipp Tschauner. Auch sein Gegenüber Daniel Ischdonat wurde immer mehr zum Turm in der Brandung. Noch vor dem Wechsel erhöhten die Gastgeber nämlich die Schlagzahl und die Nulldiät zur Halbzeit war ein Verdienst des SV-Oldies, der auch nach Wiederbeginn vor dem Block der ganz „Eingefleischten“ sofort hellwach sein musste. Fast im Minutentakt rollten die Angriffe in seine Richtung und alles was Marco Pischorn und Daniel Schulz in der Lufthoheit nicht erledigen konnten, war die Beute von Daniel Ischdonat. Das alles hatte 70 Minuten Gültigkeit. Gegen einen 20-Meter-Schuss von Fin Bartels aus dem Hinterhalt war er dann jedoch machtlos und die FC-Führung stand fest. 120 Sekunden später jubelte der Gästeanhang zu früh. Der Ausgleich von Nico Klotz wurde nicht anerkannt. „Es war knapp, aber es war abseits“ stellte auch Gerd Dais fest. Als die Platzherren im Tollhaus der Liga in der 76. Minute auf 2:0 erhöhen konnten (Marius Ebbers alleine vor Ischdonat), schien alles entschieden. Der Neuling bäumte sich jedoch nochmals auf und Marco Pischorn versenkte eine Schauerte-Ecke (83.) unhaltbar im FC- Gehäuse. Mit Glück und Cleverness verteidigte der FC St. Pauli in den letzten zehn Minuten den ersten Dreier, was gleichzeitig die erste Niederlage des Aufsteigers bedeutete.

FC St. Pauli: Tschauner; Avevor, Mohr, Thorandt, Kalla; Boll, Daube (77. Funk); Bartels, Bruns; Saglik (91. Schachten), Ebbers (85. Ginczek).
SV Sandhausen: Ischdonat; Schauerte, Pischorn, Schulz, Achenbach; Morena; Klotz, Fießer (80. Blacha), Tütin (80. Ulm), Halfar (75. Wooiten); Löning.
Tore: 1:0 (71.) Bartels, 2:0 (76.) Ebbers, 2:1 (83.) Pischorn, Zuschauer: 21.045 (ausverkauft), Schiedsrichter: Felix Brych (München), Gelb: Morena, Achenbach (beide SVS).

SV Sandhausen intern

Kingsley Onuegbu wurde am Freitag wenige Stunden vor dem Ende der Transferperiode von der SpVgg Greuther Fürth bis 31. Dezember 2012 ausgeliehen. Trotz aller Bemühungen wegen den erforderlichen, umfangreichen Unterlagen funktionierte es mit der Spielberichtigung genau wie bei etwa zehn weiteren Akteuren anderer Vereine fürs Wochenende noch nicht. Er war deshalb auf St. Pauli erst gar nicht dabei. Seinen ersten Einsatz wird der nigerianische Mittelstürmer deshalb beim Benefizspiel am kommenden Samstag, 8. September (14 Uhr) beim FC Spöck haben.

Für die SV-Profis war es von Samstag auf Sonntag eine kurze Nacht. Um Mitternacht war das Hardtwaldstadion von St. Pauli kommend erreicht und am Sonntagvormittag war bereits im 10 Uhr Regeneration angesagt. Dafür ist am Montag trainingsfrei. Timo Achenbach wird’s besonders freuen. Er feiert am 3. September seinen 30. Geburtstag. In der vergangenen Woche wurde bereits Kapitän Frank Löning 31 Jahre alt und Torhüter Philipp Kühn stand bei seinem 20. Wiegenfest am Sonntag bei der U23 im Verbandsliga-Punktespiel beim FC Heidelsheim zwischen den Pfosten. Der nächste Akteur, der Geburtstag feiern kann, ist Simon Tütting am 7. September, wo er 26 Jahre alt wird.

„Kultstatus“ nimmt Fabio Morena beim FC St. Pauli ein. Beim Auftritt des SV Sandhausen am Millerntor wurde er von seinem ehemaligen Club nach dem Schlusspfiff verabschiedet. Schon beim Verlesen der Mannschaftsaufstellung vor der Partie merkte man die Wertschätzung des Defensivakteurs nach seiner neunjährigen Zeit beim FC St. Pauli, davon längere Zeit als Spielführer. Obwohl er bei den Gästen auflief gab es tosenden Applaus der 21.000 Besucher. Ähnliches nach dem Schlusspfiff. Niemand verließ das Millerntorstadion, ehe Fabio nicht verabschiedet war, um danach bei seiner „Ehrenrunde“ stehende Ovationen von allen Rängen zu erhalten. Es war schon Außergewöhnlich, wie sich die ebenso „außergewöhnlichen“ Zuschauer verhielten. Auf einen Nenner gebracht: „So ist der FC St. Pauli“. Fabio Morena wird’s mit Freude registriert haben.

Seine Frau und seine beiden Kids, die jeweils mit einem SV-Trikot und einer FC-Hose dabei waren, wohnen noch in Hamburg. Die Zeit der Trennung wird aber noch im September, spätestens Anfang Oktober zu Ende sein. Der Umzug ist geplant, sodass die „Familie Morena“ dann in der Kurpfalz wieder vereint sein wird. „Ich freue mich schon heute“, wie Fabio Morena verrät, „denn das Alleinsein ist schon gewöhnungsbedürftig“.

Nach einem trainingsfreien Montag werden die Profis des SV Sandhausen am Dienstag den Olympiastützpunkt Heidelberg zum Krafttraining in zwei Gruppen ansteuern. Am Mittwoch stehen um 10 Uhr und 15.30 Uhr zwei Trainingseinheiten im Walter-Reinhard-Stadion im Programm, während donnerstags (10 Uhr) und freitags (15.30 Uhr) jeweils einmal trainiert wird. Ein Benefizspiel steht am Samstag, 8. September um 14 Uhr beim Verbandsligisten FC Spöck im Programm, nach dem es ein länderspielfreies Wochenende gibt.

Fanbusse zum SC Paderborn und TSV 1860 München

(sim). Die nächsten beiden Auswärtsspiele bestreitet der SV Sandhausen am Samstag, 22.September (13 Uhr) beim SC Pderborn und eine Woche später am Samstag, 29. September (13 Uhr) beim TSV 1860 München in der Allianz-Arena.

Abfahrt nach Paderborn ist um 5.30 Uhr am Hardtwaldstadion, Rückfahrt gegen 15.30 Uhr. Kosten 10 Euro. Die Abfahrt eine Woche später nach München erfolgt um 6.15 Uhr am Hardtwaldstadion. Fahrpreis 13 Euro Erwachsene und elf Euro Schüler.

Anmeldungen für beide Fahrten nach Paderborn oder München entweder unter Handy 01736918632 oder E-Mail [email protected] Anmeldungen können aber auch beim nächsten Heimspiel am 15. September gegen SG Dynamo Dresden bei Fanbetreuer Stefan Allgeier oder am Fanstand der Hardtwald-Supporters abgegeben werden. Beide Fahrten werden durch den SV Sandhausen unterstützt.

 

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