Sandhausen verliert in Köln

SV Sandhausen Logo„Knackpunkt“ war der „Sonntagsschuss“ zur Kölner 1:0 Führung.  (sim). „Wir haben zwar verdient gewonnen, doch es war ein hartes Stück Arbeit“. Der Neutrainer des 1.FC Köln, Peter Stöger schnaufte mehrmals tief durch und war über den ersten Dreier nach dem 2:0 (0:0) Erfolg gegen den SV Sandhausen heil froh. „Ein Sonntagsschuss hat uns bezwungen, sodass es traurig ist, erneut mit leeren Händen von einem Auswärtsspiel heimfahren zu müssen“, lamentierte Alois Schwartz, der Trainer des SV Sandhausen und meinte die 55. Minute. Der gerade eingewechselte Gerhard passte auf Marcel Risse und der nahm sich aus 25 Meter in halbrechter Position ein Herz und donnerte die Kugel in den oberen Winkel des SV-Gehäuses, nach dem er sah, dass Manuel Riemann nicht zwischen den Pfosten sondern zu weit vor seinem Heiligtum stand.

Bis zu diesem Zeitpunkt waren Torchancen hüben wie drüben Mangelware. Zur Verdeutlichung: Die Gastgeber hatten vor 39.500 Besuchern nach 39 Minuten die erste Möglichkeit, als Duisburg-Zugang Maurice Exslager von der rechten Seite knapp am linken Pfosten vorbeizog, während die erste von nur drei Ecken für die „Geißbockelf“ erst in der 43. Minute heraussprang. Alois Schwartz lobte denn auch, „dass die Mannschaft im ersten Abschnitt gut arbeitete, dem offensiv ausgerichteten Gastgeber kaum eine Gelegenheit ermöglichte, allerdings in der Offensive mehr Mut beim Abschluss der Konter hätte an den Tag legen müssen“.

Die defensiv eingestellte SV-Marschroute (Denis Linsmayer stand an Stelle einer weiteren Offensivkraft in der Anfangsformation) hatte jedenfalls bis zur besagten 55. Minute hervorragend funktioniert, doch dann nahm das Verhängnis seinen Lauf. „Wir hätten einfach den Risse nicht so frei schießen lassen dürfen und dann kam natürlich das Glück noch dazu“, verwies Alois Schwartz darauf, „dass gerade solche Situationen bei der Halbzeitpause noch angesprochen wurden“.

Zunächst blieb die Mannschaft von dem Rückstand unbeeindruckt und versuchte verstärkt zum Ausgleich zu kommen. Möglichkeiten hatten Manuel Stiefler (62.) und Julian Schauerte mit einem Freistoß knapp vor der Sechzehnergrenze (71.), nach dem Jovanovic gefoult wurde. Es folgten allerdings nochmals sechs entscheidende Minuten, wo die zweite Auswärtsniederlage in dieser Saison besiegelt wurde. Zunächst foulte Tim Kister den Mannheimer Daniel Halfar und Bibiana Steinhaus zückte (zweifelhaft) die gelb-rote Karte für den Innenverteidiger (73.), der dadurch im Heimspiel gegen den Karlsruher SC zudem fehlen wird. Die Entscheidung dann in 79. Minute. Stiefler zog FCK-Akteur Hector zu Boden und den fälligen Foulelfmeter verwandelte erneut Marcel Risse zum 2:0 Endstand.

Wurden die Kölner bei Halbzeit noch gnadenlos ausgepfiffen, so gab es nach dem Abpfiff stehende Ovationen, als ob der Aufstieg schon jetzt geglückt wäre. „Dass wir einen langen Atem und Geduld in Köln benötigen, war klar. Leider waren nach einer Stunde die Vorgaben alle über den Haufen geworfen und wir stehen trotz ansprechender Leistung ohne etwas zählbarem da“ (Schwartz).

  • 1.FC Köln: Horn; Brecko, Nascimento, Maroh, Hector; Lehmann; Risse, Exslager (53. Gerhardt); Przybylko, Ujah, Halfar (83. Thiel).
  • SV Sandhausen: Riemann; Schauerte, Kister, Schulz, Achenbach; Zimmermann, Kulobits (80. Löning), Linsmayer; Klotz (54. Stiefler), Jovanovic, Thiede (80. Hübner).
  • Tore: 1:0 (55.) Risse, 2:0 (78.) Risse, Foulelfmeter. Schiedsrichterin: Bibiana Steinhaus (Hannover). Zuschauer: 39.500. Gelbe Karten: Maroh (2), Nascimento, Halfar (alle 1.FC Köln), Linsmayer, Stiefler (beide SV Sandhausen). Gelb-rote Karte: Kister (SVS), 75. Wiederholtem Foulspiel.
Statistik 1.FC Köln – SV Sandhausen
Torschüsse gesamt 13 FCK und 11 SVS
Schüsse auf das Tor 2 FCK und 2 SVS
Schüsse neben das Tor 7 FCK und 7 SVS
Abgeblockte Schüsse 4 FCK und 2 SVS
Ecken 3 FCK und 0 SVS
Flanken (inkl. Standards) 25 FCK und 4 SVS
Ballbesitz (Anteil Zuspiele) 71 % FCK und 29 % SVS
Gewonnene Zweikämpfe 50 % FCK und 50 % SVS
Pässe (inkl. Standards) 86 % FCK und 65 % SVS
Pässe in gegnerischer Hälfte 73 % FCK und 53 % SVS
Fouls 7 FCK und 17 SVS
Abseits 4 FCK und 1 SVS
Spielerstatistik aus der gleichen Begegnung
Meiste Aktionen am Ball 107 Lehmann FCK und 60 Schauerte SVS
Meister Torschussvorlagen je 2 Halfar, Risse, Przybylko FCK und 3 Jovanovic SVS
Meister Schüsse 3 Risse FCK und je 2 Thiede, Jovanovic, Zimmermann, Stiefler SVS

Vorverkauf für das „Lautern-Heimspiel“ startet in dieser Woche

(sim). Zwischen dem SV Sandhausen und dem 1.FC Kaiserslautern kommt es am Samstag, 14. September um 13.30 Uhr zum zweiten Lokalderby der Vereinsgeschichte. Karten für dieses Aufeinandertreffen sind sowohl über den SV Sandhausen, über die Vorverkaufsstellen, das Internet und für alle Gästeanhänger ausnahmslos über die Geschäftsstelle des 1.FC Kaiserslautern auf dem Betzenberg im Fritz-Walter-Stadion.

In der Geschäftsstelle des SV Sandhausen beim Hardtwaldstadion können am Montag, Dienstag und Mittwoch bereits Tickets bezogen werden. Ab kommenden Donnerstag, 22. August ist der Erwerb über das Internet und die bekannten Vorverkaufsstellen möglich. Zudem wird beim Heimspiel gegen den Karlsruher SC am Freitag ein Vorverkaufsschalter eingerichtet sein. Angeboten werden im Stehplatzbereich für die gastgebenden Anhänger die Blöcke A1, A2 und A3. Die Ticketpreise hierfür sind 13 Euro Erwachsene, elf Euro Ermäßigte und neun Euro Jugendliche. Diese Blöcke dürfen im Übrigen nicht mit Fanbekleidung der Gäste betreten werden.

Für Sitzplätze stehen die Blöcke D1 und D2 auf der Osttribüne zu folgenden Konditionen zur Verfügung: Erwachsene 25 Euro, Ermäßigte 19 Euro und Jugendliche 15 Euro.

Dem 1.FC Kaiserslautern wurden vom SV Sandhausen wesentlich mehr Karten zur Verfügung gestellt, als die Deutsche Fußball-Liga es vorschreibt. Die Stehplatzkarten befinden sich in den Blöcken B1, C1 und C2 zum Preis von 13 Euro (Erwachsene) und elf Euro (Ermäßigte). Der Block D3 auf der Osttribüne steht dem 1. FC Kaiserslautern für Sitzplätze zur Verfügung. Die Preise sind: 25 Euro Erwachsene und 19 Euro Ermäßigte.

Die „Lauterer“ werden ebenso am Montag mit dem Vorverkauf in der FCK-Geschäftsstelle beginnen, wobei bis Mittwoch die Mitglieder und Dauerkartenbesitzer der Pfälzer zunächst Karten erwerben können. Ab Donnerstag haben dann alle FCK-Fans die Möglichkeit, an Tickets für das Auswärtsspiel beim SV Sandhausen zu kommen.

Der SV Sandhausen bittet die Anhänger des 1.FC Kaiserslautern, den Ticketbedarf ausnahmslos über diese Schiene abzuwickeln. An Karten wird es in Lautern für das Spiel in Sandhausen nicht fehlen. Dem FCK hat ein Kontingent von knapp 4.000 Ticket zur Verfügung gestellt bekommen.

Aktuelle Informationen vom SV Sandhausen

Nach einem trainingsfeien Montag beginnt für die Profis des SV Sandhausen am Dienstag die Vorbereitung des erstmalige Lokalderby gegen den badischen Kontrahenten Karlsruher SC (Freitag 18.30 Uhr im Hardtwaldstadion). Am Dienstag wird um 10 Uhr und 15 Uhr zweimal trainiert, während die Übungseinheiten am Mittwoch und Donnerstag jeweils um 18.30 Uhr im Walter-Reinhard-Stadion stattfinden werden.

Eine erfolgreiche Generalprobe gab es für die U23 des SV Sandhausen vor der am bevorstehenden Wochenende beginnenden Verbandsliga-Punkterunde. Der Landesligist FV Mosbach wurde auf eigenem Terrain mit 4:0 bezwungen, wobei die neu zusammen gestellte SV-Elf einen guten Eindruck hinterließ. Das erste Punktespiel ist am kommenden Samstag beim Aufsteiger VfB Eppingen.

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