Schlag gegen mutmaßliche „Navi“-Diebesbande gelungen

2124 - Polizeibericht(pol – 3.2.17) Drei Litauer in Untersuchungshaft.

Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaften Heidelberg und Karlsruhe sowie des Polizeipräsidiums Mannheim. Drei Männer im Alter von 19, 20 und 53 Jahren sitzen auf Antrag der Staatsanwaltschaft in Heidelberg in Untersuchungshaft.

Sie stehen im dringenden Verdacht, Teil einer Bande zu sein, die seit Mitte Juni 2016 in Heidelberg, im Rhein-Neckar-Kreis (St. Leon-Rot, Gaiberg, Wiesloch, Rauenberg), im Landkreis Karlsruhe mit Schwerpunkt Bruchsal, Forst und Philippsburg, in Rheinland-Pfalz (Speyer, Landau, Lingenfeld), in Hessen (Dillenburg, Wettenberg, Haiger), in Bayern (Unter- und Oberfranken) und in Nordrhein-Westfalen (Siegen, Attendorn, Meinerzhagen) in großem Stil Navigationsgeräte, Bedienelemente, Displays und Multifunktionslenkräder aus Fahrzeugen, überwiegend BMWs, gestohlen haben soll.

Nach den derzeitigen Erkenntnissen der Ermittler könnten über 100 Taten mit einem Schaden von rund einer Million Euro auf das Konto der Bande gehen. Erste Ermittlungsansätze hatten sich am 06. August 2016 ergeben, als in Görlitz, an der Grenze zu Polen, ein litauischer Lkw kontrolliert wurde, in dem rund 80 gestohlene Navigationsgeräte verstaut waren.

Weitere verdeckte Recherchen der Ermittlungsgruppe „Zeppelin“ führten die Fahnder in den nördlichen Landkreis Karlsruhe. In einem Philippsburger Ortsteil hatten die Täter offenbar seit mindestens Mitte Oktober 2016 in der Wohnung des 53-Jährigen, der eine Koordinierungsfunktion gehabt haben soll, Unterschlupf gefunden und waren von dort aus mutmaßlich auf ihre Beutezüge gegangen. Das Diebesgut wurde bis zum Abtransport nach Litauen in Depots zwischengelagert.

Als am 01. Dezember 2016 die Ware abtransportiert werden sollte, schlugen die Fahnder zu, nahmen die Verdächtigen fest und beschlagnahmten das Diebesgut. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft in Heidelberg wurden sie der Ermittlungsrichterin vorgeführt, die Haftbefehle gegen das Trio erließ. Anschließend wurden sie in verschiedene Justizvollzugsanstalten eingeliefert. Zwei weitere Täter, die ebenfalls dieser Bande angehören sollen, sitzen seit Ende August 2016 wegen anderer Straftaten bereits in Untersuchungshaft.

Die weiteren Ermittlungen werden von der Staatsanwaltschaft Karlsruhe sowie der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg übernommen.


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