SGW weiter ungeschlagen – Nächstes Spiel Samstag im Bäderpark

1325 - SGWSGW Leimen/Mannheim bleibt nach Nervenspiel in Ludwigshafen weiter ungeschlagen –  Nächstes Heimspiel im Bäderpark Leimen am Samstag, 8.2.2014, Beginn 20.00 Uhr.

(Marc Dieke – 7.2.14) Die weiße Weste der SGW Leimen/Mannheim ziert auch nach dem Doppelspielwochende im Februar die Spitze der 2. Wasserball-Liga Süd. Mit jeweils zwei entführten Punkten aus Ludwigshafen und Darmstadt haben die Mannen um Trainer Thomas Gebhard das vorgenommene Etappenziel gemeistert und sich auf Platz eins der Tabelle festgebissen. Dabei sah es im ersten Spiel gegen Ludwigshafen lange Zeit danach aus, dass den Bullen zum ersten Mal in dieser Saison der Zahn gezogen würde.

Mit 5:1 Toren legten die Hausherren in den ersten acht Minuten einen Blitzstart aufs Wasser. Mehrfach vergab die SGW vor dem gegnerischen Tor hochkarätige Chancen und versäumte es gleichzeitig, nach hinten abzusichern. Diese Nachlässigkeiten wurden von den Gastgebern durch konsequentes Konterspiel gnadenlos bestraft. Gleich fünfmal hintereinander klingelte es im Tor von Keeper Pierre Hilbich. Das Leimen im ersten Viertel nicht torlos aus dem Wasser stieg, war Gergely Nagy zu verdanken, der mit dem Pausenpfiff den ersten zählbaren Erfolg für Leimen auf die Anzeigetafel brachte.

Auch im zweiten Durchgang der ersten Hälfte setzten die Ludwigshafener, sichtlich motiviert durch die ersten Spielminuten, den Sturmlauf auf das Tor der Badener fort. Diese fanden nur langsam und mit viel Mühe zu ihrem gewohnten Rhythmus. Beim Spielstand von 7:2 platzte dann aber der Knoten und die Leimener Maschine nahm Fahrt zur Aufholjagd auf. Im weiteren Verlauf des zweiten Viertels wurde den Heim- und Gästefans ein Offensivspektakel auf beiden Seiten geboten und erst mit dem Halbzeitpfiff beim Zwischenstand von 9:6 zum Luft holen in die Pause entlassen.

In der zweiten Hälfte hatte die SGW endgültig ins Spiel zurückgefunden und machte den Gastgebern schnell klar, dass die zwei Punkte hier noch lange nicht vergeben waren. Wie bereits im Spiel gegen Friedberg eine Woche zuvor (6:8 für die SGW), bezog man in der eigenen Hälfte wieder eine solide Verteidigungsposition, von der aus das Spiel nach Vorne getragen wurde. Dadurch gelang es, den Rückstand auf 10:9 zu verkürzen, was eine spannende Schlussphase versprach.

In dieser machte sich vor allem das strenge Schwimmprogramm von Trainer Thomas Gebhard bezahlt. Wie schon in den Spielen zuvor, konnten die SGW im letzten Viertel ihre konditionellen Stärken ausspielen. Vor allem die Verteidigung stand wie eine Mauer. Gleich vier Überzahlspiele der WSV wurden erfolgreich abgewehrt und kein einziges Tor mehr zugelassen. Die letzte Spielminute war beim Stand von 11:11 an Dramatik kaum zu überbieten. Nach einem verlorenen Überzahlspiel der Heimmannschaft fuhr Leimen einen Konter, den Timo Sonar zehn Sekunden vor dem Ende erfolgreich zum 11:12 Endergebnis im Ludwigshafener Tor unterbrachte. Dies war das erste und einzige Mal, dass Leimen die Führung im Spiel übernahm.

Auch wenn Fortuna an diesem Samstagabend eine Leimenerin war, hatten sich die Hausherren den Respekt ihrer Gäste sichtlich erspielt. So hielt Leimens Kapitän Hilbich nach dem Spiel fest:

„Das war ein richtig beeindruckendes Angriffsspiel in der ersten Spielhälfte. Der WSV hat uns kaum Möglichkeiten zum Aufatmen gelassen. Wir haben alle unsere Zeit gebraucht um uns von diesem Schock zu erholen und zurück in unser Spiel zu finden.“

Viel Zeit die Nerven nach solch einem Spiel zu beruhigen blieb der Mannschaft aus Leimen allerdings nicht. Schon am Tag darauf sollte das nächste Punktepaar eingefahren werden. Hochmotiviert ging es für die SGW zum befreundeten Tabellenneunten aus Darmstadt, wobei die Gastgeber nicht in voller Bestbesetzung antreten konnten. Daher gab Trainer Gebhard schnell einigen jungen Nachwuchskräften die Chance, sich im Zweitliga Wasser zu beweisen. So feierte Nachwuchs-Centerspieler Nils Zimmer sein Debüt im badischen Spitzenteam, das mit einem 6:18 Sieg die nächsten zwei Punkte auf dem Konto verbuchen konnte.

Derzeit führt die SGW Leimen/Mannheim das Neunerfeld der 2. Wasserballliga-Süd mit 12:0 Punkten an. Doch schon nächste Woche steht mit dem Spiel gegen Ludwigsburg in heimischen Gewässern die nächste Bewährungsprobe auf dem Programm.

„Wir werden uns so gut es geht auf nächste Woche vorbereiten. Die Stimmung im Team ist nach solch einem Wochenende natürlich besonders gut und freuen uns auf das Spiel gegen den SV Ludwigsburg.“

verrät Hilbich und fügt abschließend auf die Frage, wohin es dieses Jahr gehen soll, hinzu:

„Also wenn man der Presse glaubt, dann wollen wir aufsteigen. Das ist zu diesem Zeitpunkt natürlich völlig aus der Luft gegriffen. Wir haben einige neue Spieler und eine klasse Jugendarbeit. Wir arbeiten gerade daran all unser Potential auszuschöpfen und eine konkurrenzfähige Mannschaft zu formen, die auf lange Sicht auch die Möglichkeit hat guten Wasserball zu spielen. Zwischen Bundesliga und 2. Liga ist ein riesen Leistungsgefälle, etwas, was wir vor einigen Jahren lernen mussten. Wir haben drei Jahre gebraucht, den Laden wieder ans Laufen zu bekommen und das setzen wir nur aufs Spiel, wenn wir uns sicher sind, dass wir uns in der DWL halten können. Die 2. Liga ist viel dichter zusammengerückt und es gibt keine „Über“-Teams bzw. Punktelieferanten mehr. Darmstadt hat zuhause nur mit einem Tor gegen Würzburg verloren und wir nur mit einem Tor in Ludwigshafen gewonnen. Die Liga ist dieses Jahr spannend wie schon lange nicht mehr. Hier kann jeder für eine Überraschung sorgen. Klar würden wir diese Saison gerne mal wieder um die Meisterschaft spielen. Ein Traum wäre natürlich auch, den Pokal zu holen. Aber unser nächstes Ziel ist erst einmal Ludwigsburg in Leimen zu schlagen. Alles andere ist nur Spekulation!“

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