Sommer wie im Winter: Männer und Frauen in Orange sorgen für Verkehrssicherheit

(rnk – 23.10.19) Sie sind oft auf den Straßen im Rhein-Neckar-Kreis unterwegs: „Die Männer und Frauen in Orange, die dafür sorgen, dass unsere Straßen sicher sind“, erläutert Matthias Fuchs, Leiter des Straßenbauamtes im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis. Drei Straßenmeistereien mit Standorten in Neckarbischofsheim (mit Stützpunkt in Eberbach), Weinheim und Wiesloch mit insgesamt 88 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehören zu seinem Zuständigkeitsgebiet. Sie sorgen im Straßenbetriebsdienst für Verkehrssicherheit im klassifizierten Straßennetz auf Bundes-, Landes- und Kreisstraßen.

Rund 856 Kilometer Straßen – davon 196 Kilometer Bundesstraßen, 334 Kilometer Landesstraßen und 326 Kilometer Kreisstraßen sowie die Tunnel in Neckargemünd, Schriesheim, Schwetzingen und Weinheim werden durch die drei Straßenmeistereien unterhalten.

Die Straßenwärterin und die Straßenwärter fallen meist durch ihre blinkenden Fahrzeuge und grelle Sicherheitskleidung auf, die zu ihrer eigenen Sicherheit und besseren Erkennbarkeit dient. Meist werden die Straßenwärter dann wahrgenommen, wenn die täglichen Unterhaltungsarbeiten Verkehrsbehinderungen und Verzögerungen hervorrufen. „Die Arbeiten sorgen jedoch für die notwendige Verkehrssicherheit aller Verkehrsteilnehmer und sind immens wichtig für den reibungslosen und freien Verkehrsfluss während des ganzen Jahres“, erklärt Carsten Frobin, Referatsleiter Betrieb im Straßenbauamt, der zusammen mit seinen Kollegen für die Straßenmeistereien im Rhein-Neckar-Kreis zuständig ist. 

Die Unterhaltung der klassifizierten Straßen findet im Sommer wie im Winter bei jeder Witterung statt. „Auch Bau- und Unfallstellen sind ganzjährig abzusichern. Im „Sommerdienst“ werden die Straßenaufbrüche des vorangegangen Winters instandgesetzt“, erläutert sein Betriebsleiter Matthias Knörzer. Die Bankette werden von wilden Müllablagerungen beseitigt und nach weggeworfenen Gegenständen abgesucht, auch um die folgenden Mäharbeiten mit Großgeräten nicht zu behindern und die Geräte nicht zu beschädigen. Zudem wird dadurch verhindert, dass durch umherfliegende Gegenstände die Verkehrsteilnehmer gefährdet werden.

Mit einer Markiermaschine werden zudem verblasste Randmarkierungen erneuert. Bankette werden abgeschält, um die Fahrbahnentwässerung aufrechtzuhalten. Leitpfosten und die Beschilderung müssen gewaschen werden, damit sie sichtbar und reflektierend bleiben. Ebenso müssen Brückenbauwerke und Stützmauern gepflegt, unterhalten und – sofern keine Fachfirma erforderlich wird – instandgesetzt werden.

„Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind aber nicht nur im Sommer auf den Straßen des Landkreises unterwegs, sondern auch im Winterhalbjahr“, ergänzt Knörzer. Schnee ist hier das maßgebende Stichwort. Der Winterdienst wird beim überwiegenden Teil der Bevölkerung wohl nur mit einem Räum- und Streufahrzeug in Verbindung gebracht. Das trifft diese Dienstleistung nur teilweise.

So werden im Zeitraum von Anfang Oktober bis Ende Februar des Folgejahres die straßenbegleitenden Gehölzflächen gepflegt und aufgeforstet. Die Lichtraumprofile müssen geprüft und das betroffene Gehölz entsprechend zurückgeschnitten werden, so dass das erforderliche Profil auch im Sommer noch eingehalten wird. Dies geschieht überwiegend mit einem Großgerät wie der Wallheckenschere. Die Entwässerungen werden nochmals geprüft und gereinigt und Gräben werden von Laub befreit.

Beim Winterdiensteinsatz werden die Strecken im Landkreis von insgesamt acht Winterdienststützpunkten aus betreut: Eberbach, Neckarbischofsheim, Neckargemünd, Schwetzingen, Sinsheim, Weinheim, Wiesloch und Vorderheubach. Neben elf meistereieigenen Fahrzeugen – drei LKWs, sieben Unimogs und drei Schmalspurschlepper für Rad- und Gehwege – sind 13 Fremdfahrzeuge unter Vertrag, die bei Bedarf eingesetzt werden.

Bereits um 3 Uhr morgens sind Straßenwärter unterwegs, um die Straßenzustände zu prüfen und einen eventuell notwendigen Räum- und Streueinsatz auszulösen. Je nach winterlicher Beeinträchtigung werden dann die Einsätze koordiniert. „Rein rechtlich“, so Matthias Knörzer, „geht es um die Befahrbarkeit von Straßen werktags zwischen 6 und 22 Uhr, an Sonn- und Feiertagen zwischen 7 und 22 Uhr.“ Befahrbarkeit schließe mit ein, dass mit Behinderungen durch Schneereste oder je nach Einsatzdauer des Winterdienstes stellenweise auch mit einer geschlossenen Schneedecke gerechnet werden müsse. „Auch gilt, dass selbst nach Streueinsätzen stellenweise Glätte nicht ausgeschlossen werden kann“, erläutert Knörzer. Deshalb sollte jeder Verkehrsteilnehmen im Winter etwas mehr Zeit einplanen.

Nicht zu vergessen sind die vier Straßentunnel und ca. 50 Hebewerke im RNK, die ständig und auch bei unvorhersehbaren Ereignissen wie z.B. Störungen und Unfällen im Tunnel durch das Team der 24h Tunnel-Rufbereitschaft betreut werden. „Diese Anlagen müssen ununterbrochen überwacht werden, dafür haben die Kollegen die entsprechende Ausrüstung um auch aus der Ferne jederzeit eingreifen zu können“, erklärt Frobin.

„Wer als Verkehrsteilnehmer auf seinen Wegen im Straßenverkehr unseren Mitarbeitern begegnet und es durch deren Einsatz zu zeitlichen Verzögerungen kommt, sollte sich bewusst sein, dass die Straßenwärter nicht zum Selbstzweck, sondern für die allgemeine Sicherheit im Straßenverkehr unterwegs sind“, wünscht sich Amtsleiter Matthias Fuchs und sagt weiter: „Und bei allem verständlichen Unmut auch ein klein wenig mehr Rücksichtnahme und Geduld sowie Verständnis für die Arbeit des Straßenbetriebsdienstes vor Ort.“

Das Tätigkeitsfeld der Straßenmeistereien ist sehr vielseitig. So auch die verschiedenen Berufsfelder die in den Straßenmeistereien tätig sind. Dies erstreckt sich von den Straßenmeistern und Straßenwärtern über Straßenbauer, Kfz-Mechaniker, Elektriker, Maurer, Verwaltungskräfte etc. Informationen zum Ausbildungsberuf als Straßenwärter gibt es unter hier.

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