„SPEED-Dating“ mit Leimener Kommunalpolitikerinnen gut angenommen

Aktive Kommunal-Politikerinnen beim Speed-Dating

(fwu – 20.10.18) Frauen stellen zwar mehr als die Hälfte der Gesellschaft, doch in den politischen Gremien in Stadt- und Kreisparlamenten, auf Landes- und Bundesebene bilden sie eine Minderheit. 

Wie nehmen Frauen aus Leimen am politischen Leben teil? Dies aufzuzeigen und mehr Frauen zu motivieren, sich politisch zu engagieren und in die Kommunalparlamente wählen zu lassen, war das Ziel des „SPEED-Dating“, welches Leimener Kommunal-Politikerinnen aus allen im Gemeinderat vertretenen Parteien am letzten Dienstag im Rosesaal des Bürgerhauses in Leimen durchführten.

Die Einladung zum Speed-Dating richtete sich naturgemäß nur an den weiblichen Teil der Bevölkerung, der dieser auch in großer Zahl nachkam. In kurzen Einzelgesprächen mit den anwesenden Kommunal-Politikerinnen konnten Einblicke in die politische Arbeit erlangt werden. Insbesondere in Hinblick auf die im kommenden Jahr stattfindenden Kommunalwahlen, ein wichtiges Thema. Ob das Speed-Dating erfolgreich war, wird sich dann dort auf den Wahlzetteln zeigen: Werden mehr Frauen auf den Listen der Parteien stehen? Auf erfolgversprechenden Listenplätzen? Und werden mehr Frauen im künftigen Gemeinderat vertreten sein? 

Wir werden es sehen!


Hintergrund

Leimener Kommunalpolitikerinnen – v.l.: Anita Kühner (Freie Wähler), Christa Hassenpflug (GALL), Claudia Felden (FDP), Christiane Mattheier (SPD), Claudia Neininger-Röth (CDU)

Seit der Mitte des 19.Jahrhunderts haben Frauen für dieses fundamentale Recht gekämpft und 1918 endlich Erfolg gehabt. Damals ging es den Frauen um das Recht auf Bildung, das Recht auf politisches Handeln, das Recht auf zivilrechtliche Gleichberechtigung und das Recht auf eigenständige Erwerbsmöglichkeiten.

Vor 50 Jahren gab es dann eine zweite Frauenbewegung. Im Zuge der 68er-Bewegung ging es den Frauen nach der theoretischen Verankerung des Art.3 im Grundgesetz um die tatsächliche Gleichberechtigung im Leben. Frauen wollten z.B. selbstbestimmt erwerbstätig sein. Man bedenke, erst 1977 wurde die „Hausfrauenehe“, in der die Frau zur Führung des Haushalts verpflichtet war und nur mit Erlaubnis des Ehemanns arbeiten gehen durfte, abgeschafft. Auch ging es in den letzten 50 Jahren vermehrt um die körperliche Selbstbestimmung der Frauen. Die Abschaffung des §218 StGB war hier ein großer Meilenstein. Ebenso das „Nein heißt Nein“-Gesetz. Wichtige Themen sind immer noch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Lohngerechtigkeit.


 

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