Beispiel „Status-Wippe“: Klasse 7a der Otto-Graf-Realschule trainiert Viet Vo Dao

Kinder und Jugendliche sind leider nicht immer fähig, ihre größeren und kleineren Konflikte in geeigneter Form auszutragen. Denn in den Augen vieler ist ein Streit erst dann vorbei, wenn es einen Sieger gibt. Wie man aus dieser konfliktverschärfenden Gewinner-Verlierer-Dynamik aussteigen kann, lernte die Klasse 7a der Otto-Graf-Realschule von einem erfahrenen Gewaltpräventionstrainer – Heiko Grothues.

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Viet Vo Dao Trainer Heiko Grothues (r.)

Der versierte Trainer der vietnamesischen Kampfkunst Viet Vo Dao verband in einem spannenden Workshop theoretische Hintergründe mit einfachen praktischen Anwendungen und zeigte den Schülerinnen und Schülern eine Vielzahl von Handlungsalternativen in Konfliktsituationen auf. Während einige Workshop-Teilnehmer beim Klang des Namens Viet Vo Dao zunächst bildliche Assoziationen zur Kampfkunstchoreographie eines Jackie Chans oder zu Martial Arts Moves aus digitalen Welten hatten, wurde allen Beteiligten schnell klar, dass es vielmehr darum geht, sich seiner Selbst bewusster zu werden.

Im Einklang von Seele, Körper und Geist steht nicht der Sieg über einen Gegner im Vordergrund, sondern die Entschärfung von Situationen. Wie aus vielen kleinen „Provokations“-Mücken große „Konflikt“-Elefanten wachsen, davon konnten einige der Workshop-Teilnehmer berichten. Wie dies verhindert werden kann, verdeutlichte Grothues unter anderem mit Übungen zur Status-Wippe.

Provokationen führen zur Herabsetzung anderer Personen. Diese versuchen natürlich, ihren Status wieder herzustellen. Durch Aktion und Reaktion schaukelt sich die so genannte Status-Wippe immer weiter auf- bis es eskaliert. Grothues zeigte Alternativen auf, wie man von dieser Wippe einfach absteigen kann.

Am Ende des Workshops waren sich alle einig, dass die Verbindung aus „Bewegung im Kopf“ und „Bewegung des Körpers“ dafür gesorgt hat, dass die Teilnehmer mit viel Spaß den Ernst der angesprochenen Themen verstanden haben und sich bald wieder treffen wollen. Mit den Worten der Klassensprecher Sarujan Sivakumar und Vanessa Schell hatten alle „was fürs Leben gelernt, „was einem noch oft weiterhelfen wird.“

Dem gesamten Bereich der Prävention kommt an der Otto-Graf-Realschule besonderes Augenmerk zu, da- mit den Worten der Präventionsbeauftragten der Schule, Andrea Wilde- „diejenigen, die an der Prävention sparen, bei der Intervention eine hohe Rechnung bekommen.“ Prävention ist der beste Schutz.

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