SV Sandhausen gegen Jahn Regensburg: Heimstärke gegen Aufstiegseuphorie

Am kommenden Sonntag, den 01. Oktober, empfängt der SV Sandhausen zum neunten Spieltag den Aufsteiger aus der Oberpfalz, den SSV Jahn Regensburg. Anpfiff im BWT-Stadion am Hardtwald ist um 13:30 Uhr.

„Paar Prozente in der Kabine gelassen“

Die Stimmung auf der Rückfahrt nach der Niederlage in Aue am vergangenen Freitag sei natürlich entsprechend gedämpft gewesen, erzählte SVS-Trainer Kenan Kocak auf der heutigen Pressekonferenz. Und das nicht nur aufgrund der Entfernung, sondern vor allem deshalb, weil die Niederlage durchaus vermeidbar gewesen wäre. „Das war unnötig. Wir haben im ersten Durchgang ein paar Prozente in der Kabine liegen lassen, gerade was Aggressivität und Gier betrifft.“ Die Führung durch Pascal Köpke spielte den „Veilchen“ dann natürlich in die Karten. „Bis zum Strafraum haben wir es gut gespielt, da kann ich den Jungs keinen Vorwurf machen. Am Ende hat aber einfach die Durchschlagskraft gefehlt und dann verliert du solch ein Spiel.“

Kulovits und Herrmann zurück im Training

Gute Nachrichten gibt es derweil bei Kapitän Stefan Kulovits und Robert Herrmann, die mittlerweile beide wieder am Mannschaftstraining teilnehmen. Marcel Seegert trainiert nach seinem Augenhöhlenbruch weiterhin mit Maske. „Für Kulo kommt ein Einsatz gegen Regensburg wahrscheinlich noch zu früh. Wer ihn kennt, weiß, dass man ihn ab und zu ein bisschen bremsen muss. Wir müssen abwarten, was bis Sonntag noch passiert“, so Kocak. Weiterhin in Behandlung befinden sich Andrew Wooten und Eroll Zejnullahu. Bei beiden hofft man auf eine Rückkehr während der kommenden Länderspielpause.

Euphorie beim Jahn ungebrochen

Doch zuvor kommt am Sonntag der SSV Jahn Regensburg an den Hardtwald. Nach dem Aufstieg sei die Euphorie in der Oberpfalz nach wie vor hoch, so Kocak. „Das haben sie sich redlich verdient. Dennoch treffen wir nach dem Trainerwechsel vor der Saison auf eine ganz andere Mannschaft.“ Achim Beierlorzer, der zuvor bei RB Leipzig arbeitete und vor der Runde den zu Bayer 04 Leverkusen gewechselten Heiko Herrlich beerbte, lege besonders viel Wert auf Umschaltspiel, vorwärts verteidigen und Laufbereitschaft. Die Regensburger agieren häufig im 4-2-2-2-System mit Ex-Sandhäuser Marvin Knoll als Aufbauspieler. SVS-Innenverteidiger Tim Kister hat nach wie vor Kontakt mit Knoll, der zwischen 2013 und 2015 für den SVS auflief. „Ich freue mich auf die Begegnung, hoffe aber, dass Marvin am Sonntag nicht allzu glücklich nach Hause fährt.“

Unterschätzt wird am Hardtwald niemand

Die große Stärke sieht Kocak beim SSV im Spiel gegen den Ball. „Dadurch haben sie auswärts schon einige gute Ergebnisse erzielen können und auch gegen Braunschweig verdient gewonnen. Wir haben uns aber wie immer einen Plan zurechtgelegt und wollen am Sonntag die drei Punkte hier behalten.“ Unterschätzen wird den Gegner am Hardtwald niemand. Dazu genüge ein Blick auf die bisherigen Ergebnisse. Für den SVS spricht die starke Heimbilanz. Erst zwei Gegentore (beide gegen Tabellenführer Düsseldorf) musste man im BWT-Stadion am Hardtwald hinnehmen. „Das Verteidigen fängt bei uns schon vorne an“, so Kister. „Bei uns ist jede Position doppelt besetzt und jeder spürt den Druck hinter sich.“ Man habe außerdem als Mannschaft mittlerweile auch nicht nur einen Plan A, sondern auch die Pläne B und C. „Das macht uns für jeden Gegner unberechenbar.

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