SVS-Auswärtsspiel gegen den 1. FC Köln

(sim). Mit einem klassischen Fehlstart hat Bundesligaabsteiger 1.FC Köln die zweite Bundesliga eröffnet. Zwar musste der Traditionsclub vom Rhein aufgrund einer eklatanten Finanznot einen großen Schnitt (auf allen Ebenen) machen, doch aus Braunschweig wollte man trotzdem nicht mit leeren Händen zurückkehren. Ein Badener, nämlich Christian Eichner (vormals Karlsruher SC und 1899 Hoffenheim) sorgte jedoch hierfür. Beim goldenen Treffer der Eintracht durch Ademi wollte die FC-Defensivabteilung auf Abseits spielen, er aber hob dieses auf. Der Linksverteidiger ist noch eine der wenigen Stützen einer ansonsten blutjungen Kölner Truppe. Es gab nämlich ein Kommen und Gehen: 34 Akteure kamen und/oder gingen. Die Topstars wie Podolski, Riether, Rensing, Geromel, Lanig, Peszko oder Novakovic mussten abgegeben werden bzw wurden aussortiert, um den Etat zu reduzieren und die Lizenz nicht aufs Spiel zu setzen. Nur wenige Erfahrene kamen hinzu. Die Jahrgänge 1992 und 1993 sind im FC-Kader keine Seltenheit. Wie so oft im Profifußball, handeln auch die Rheinländer durch den Abstieg verstärkt nach dem Motto: Es wird auf den eigenen Nachwuchs gebaut, weil einem das Wasser bis zum Halse steht.

Unabhängig davon ist die Beliebtheit des 1.FC Köln in der Domstadt ungebrochen groß. Nicht weniger als 24.500 Zuschauer haben sich eine Dauerkarte zugelegt und damit exakt 10.000 mehr, als der erste Heimgegner am Freitag um 18 Uhr, der SV Sandhausen, Einwohner besitzt. Die Verantwortlichen mussten dadurch für die Premiere im Rhein-Energie-Stadion ein Auswahlverfahren für die Treuesten der Treuen kreieren, denn es dürfen aufgrund eines Sportgerichtsurteils des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) nur 22.500 heimische Besucher ins Stadion. Die Gäste hätten die Möglichkeit gehabt, bis zu 5.000 Zuschauer ins Rheinland zu bringen. Es werden aber allerhöchstens zehn Prozent hiervon sein, die die etwas mehr als 220 Kilometer lange Anreise am Freitag auf sich nehmen werden. Die Eintrittstickets durften die Gäste ebenso wie die Hausherren nur personalisiert abgeben, wobei es am Spieltag selbst keine Karten mehr gibt. Auch die Stehränge bleiben generell geschlossen. Der Vorverkauf in der Geschäftsstelle des SV Sandhausen endete am Mittwoch Nachmittag. Die Fans freuen sich bereits auf den Auftritt ihrer Mannschaft beim 1.FC Köln, „wo wir uns nicht verstecken werden“, wie Gerd Dais, der Meistertrainer erwähnt: „Zwar haben wir Respekt, aber keine Angst. Im Gegenteil, wir freuen uns auf die Atmosphäre, auch wenn die Ränge nur knapp zur Hälfte gefüllt sind“.

Bei der Auftaktniederlage in Braunschweig konnte der neue Trainer Holger Stanislawski, in der Metropolregion nach seinem Kurzauftritt bei 1899 Hoffenheim kein Unbekannter, zwar mit der Idealformation auflaufen, doch es gab nichts zählbares, lediglich die Erkenntnis, dass ein Torjäger nicht in Sicht ist und sich die komplett neue Angriffsreihe als zu harmlos entpuppte. Wie erwähnt jedoch: Die Finanznot diktiert das Handeln. Deshalb ist der direkte Aufstieg auch nicht die Vorgabe der FC-Verantwortlichen, die aber trotzdem eine gedämpft optimistische Erwartungshaltung einnehmen. Spätestens nach der Heimpremiere gegen den Aufsteiger SV Sandhausen, oder auch dem Duell David gegen Goliath wird man im Rheinland sehen, wohin zunächst einmal die Reise führt.

Bei den Gästen ist man sich dagegen unisono einig: „Wir haben nichts zu verlieren, wir können nur gewinnen“.

 

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