SVS fährt selbstbewusst nach Dresden

SV Sandhausen Logo(sim – 15.2.13). Das zweite von 13 noch ausstehenden „Endspielen“ (sieben zu Hause und sechs in der Fremde) in der zweiten Liga wartet auf den SV Sandhausen im 32.000 Zuschauer fassenden Dresdner „Glücksgas-Stadion“. Im Kellerduell gegen den achtmaligen Meister und siebenmaligen Pokalsieger der früheren DDR trifft der Neuling am Sonntag um 13.30 Uhr auf die SG. Dynamo Dresden. „Durch den Sahnetag gegen FC St. Pauli mit dem vierten Saisonsieg fahren wir natürlich mit einem gestärkten Selbstbewusstsein nach Sachsen“, macht SV-Trainer Hans-Jürgen Boysen keinen Hehl daraus, „dass wir mit einer starken Leistung und einem enormen Behauptungswillen, auch wenn St. Pauli sicherlich besser spielen kann, als in Sandhausen gezeigt, zweitligatauglich sind“.

„Am liebsten würden wir natürlich gewinnen“, wie der Trainer meinte, „zumindest haben wir aber die Gelegenheit unseren Platz zu verteidigen“. Seit dem 21. Spieltag steht nämlich der sonntägliche Gastgeber auf einem Abstiegsplatz und dies erstmals nach dem Aufstieg in die zweite Liga im Sommer 2011. Boysen: „Das ist für Dynamo eine neue Situation, mit der sie fertig werden muss, zumal die Mannschaft wesentlich mehr kann, als der Tabellenplatz vermuten lässt“. Sicherlich werden mehr als 20.000 Besucher die Platzherren frenetisch nach vorne peitschen, „deshalb wird es wichtig sein, dass wir mit einem guten Zweikampfverhalten die Auseinandersetzung offen gestalten“ (Boysen). Der Paderborner Neuzugang Tobias Kempe fehlt wegen der fünften gelben Karte. „Für uns ist sehr wichtig, im Sturmzentrum Pote in den Griff zu bekommen, denn er ist ein überdurchschnittlicher Zweitligaspieler“, wie Hans-Jürgen Boysen berichtet, der zuletzt Dynamo vor einer Woche auf dem Kaiserslauterner Betzenberg unter die Lupe nehmen konnte.

Im eigenen Kader entspannt sich langsam die Verletzenlage, denn mit Ausnahme von Regis Dorn, Ole Kittner, Kristjan Glibo und Alexander Riemann stehen alle wieder im Training. Boysen: „Es war erfreulich, wieder einmal 22 Feldspieler im Übungsbetrieb zu besitzen, nach dem Busch, Klotz und Halfar ebenso zurückgekehrt sind“. Spieler im Training bedeutet allerdings nicht automatisch, dass 22 einsatzfähig sind, „denn noch besitzen mehrere Akteure erhebliche Rückstände, bis man an eine Nominierung denken kann“ (Boysen). Die muskulösen Probleme von Jan Fießer zwangen ihn zu einer eintägigen Pause, doch der Trainer geht davon aus, dass sein Einsatz nicht gefährdet ist. Daniel Schulz dagegen hat seine Abduktorenschwierigkeiten noch nicht gänzlich überstanden.

Hans-Jürgen Boysen: „Auf der Suche nach Konstanz ist es sicherlich kein Fehler, wenn wir einmal nicht nach einem Spiel mit guter Leistung umfangreich variieren müssen, sondern überwiegend gleich auflaufen können“. Der Auftritt gegen den FC St. Pauli reicht sicherlich nicht dazu aus, von einer solchen Konstanz zu reden. Boysen: „Deshalb erhoffe ich mir in Dresden auch etwas zählbares, auch wenn es sehr schwer wird. Chancen, wahrscheinlich nicht so viele wie zuletzt, werden wir bekommen und die muss unsere Offensivabteilung eben effizient nutzen. Auch da haben wir einen guten Schritt nach vorne gemacht“.

Am Samstagvormittag wird der SV Sandhausen bereits in Richtung Sachsen aufbrechen, um auch das Abschlusstraining am Nachmittag in Dresden zu absolvieren. Geleitet wird das Kellerduell von einem der erfahrensten Bundesliga-Schiedsrichter überhaupt, nämlich Peter Gagelmann. Der 43-jährige Angestellte aus Bremen pfeift seit 2000 Spiele in der Bundesliga und seit 1998 solche der zweiten Liga.

 

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