SVS: Immer diese Individualfehler / Erneut keine Punkte

(sim). Man kann es fast nicht mehr hören, immer die gleichen Floskeln auf fremden Plätzen: „Ihr habt über weite Strecken hervorragend mitgehalten, uns angenehm überrascht“. Unterm Strich steht aber eine Niederlage und die Heimreise vollzieht sich wiederum mit leeren Händen, weil die Individualfehler nicht abgestellt werden können, die letztendlich jetzt auch wieder beim VfL Bochum zur zehnten Niederlage im 15. Spiel führten.

Zweimal lag der Neuling SV Sandhausen im rewirpower-Stadion in Führung und zum Schluss stand eine 2:5 (2:3) Niederlage auf der Anzeigentafel. „Die ersten 40 Minuten zeigten wir ein gutes Spiel, versteckten uns nicht, spielten nach vorne und dann werfen uns ganze drei Minuten erneut aus der Bahn“. SV-Trainer Gerd Dais bemängelte abermals die vielen Fehler in der Vorwärtsbewegung und bei Standardsituationen: „In der abgelaufenen Woche haben wir konzentriert gearbeitet, an der Systemumstellung gefeilt und waren eigentlich guter Dinge in den Ruhrpott gefahren“.

Die drei Stammkräfte Daniel Ischdonat, Timo Achenbach und Jan Fießer kehrten zurück und mit ihnen gegenüber dem Hertha-Auftritt auch David Ulm, Ole Kittner, Andrew Wooten sowie Kim Falkenberg. Dafür mussten auf die Bank oder die Tribüne Michael Langer, Fabion Morena, Simon Tüting, Nico Klotz, Kristjan Glibo, Alexander Riemann sowie Tim Danneberg. Der SV-Trainer bezifferte das Rotieren und die Systemumstellung auf zwei Spitzen als richtig, „auch wenn erneut nichts zählbares heraussprang. Gegen Fehler in entscheidenden Momenten bin auch ich machtlos, denn ich stehe nur am Spielfeldrand“.

Es waren gerade einmal fünf Minuten gespielt, als Frank Löning den von Heerwagen abgewehrten Torschuss von Julian Schauerte zu seinem vierten Saisontreffer nutzte. Der Schock bei den Hausherren saß tief und die Gäste waren ein ebenbürtiger Gegner. Die Antwort des VfL kam in der 20. Minute, wo Zlatko Dedic seine Torjägerqualitäten erstmals unter Beweise stellte und eine Tasaka-Vorlage zum Gleichstand verwertete.

Unbeeindruckt die Gäste, die 180 Sekunden später erneut durch Frank Löning erfolgreich waren. Nach einem Schauerte-Freistoss drückte der Kapitän per Kopf die Kugel über die Linie. Dann die verhängnisvollen Minuten kurz vor dem Pausenpfiff, denn die Gastgeber zeigten Moral und kämpften sich mit SV-Unterstützung zurück in die Begegnung. Ein VfL-Freistoss von rechts klatschte zunächst an den Querbalken und vom Kopf von Marcel Malfritz über die Linie (40.).

Die Treffer drei, vier und fünf dann nach dem gleichen „Strickmuster“. Über die rechte VfL-Seite wurden die Angriffe vorbereitet und die jeweiligen Hereingaben konnten die VfL-Akteure ohne Gegenwehr vorbei an dem machtlosen Ischdonat verwandeln. In der 43. Minute war es erneut Dedic, der von Goretzka bedient wurde und die Partie drehte. Sechs Minuten nach Wiederbeginn war Rothenbach auf der rechten Seite der Vorbereiter und für Marc Rzatkowski zeigten sich in der Mitte niemand zuständig. Der Abschluss zum 5:2 das gleiche Prozedere, nur dieses Mal mit Dedic als Vorlagengeber.

Gerade die Begegnung in Bochum zeigte schonungslos auf, dass im Defensivverhalten viel Sand im Getriebe ist, denn hätte Ischdonat nicht dreimal glänzend gegen Iashvili pariert, der Auftritt beim VfL Bochum wäre zum Debakel geworden, obwohl der Gesamteindruck sicherlich ein anderer war. Vorausgegangen waren jeweils Anfängerfehler im Abwehrverhalten, die spätestens im C- Juniorenbereich höchst selten vorkommen sollten. Gerd Dais attestierte den Platzherren denn auch, „dass aufgrund der zweiten Hälfte am verdienten VfL-Sieg nichts zu deuteln gibt“.

VfL Bochum: Heerwagen; Rothenbach, Maltfritz, Acquistapace, Chaftar; Sinkiewicz (85. Dabrowski); Tasaka, Goretzka, Rzatkowski (76. Delura); Iashvili (75. Ortega), Dedic.
SV Sandhausen: Ischdonat; Falkenberg, Pischorn, Kittner (57. Glibo), Achenbach; Fießer; Schauerte, Kandziora (67. Klotz), Ulm (76. Danneberg); Wooten, Löning.
Tore: 0:1 (5.) Löning, 1:1 (20.) Dedic, 1:2 (23.) Löning, 2:2 (40.) Maltfritz, 3:2 (43.) Dedic, 4:2 (51.) Rzatkowski, 5:2 (71.) Rzatkowski, Schiedsrichter: Benjamin Brand (Gerolzhofen), Zuschauer: 9.795, gelbe Karten: Sinkiewicz, Rothenbach, Maltfritz, Chaftar (alle VfL) und Kandziora (SVS).
 
Statistik zum Spiel VfL Bochum – SV Sandhausen
Torschüsse 18 VfL und 19 SVS
Ballbesitz 51% VfL und 49 % SVS
Zweikämpfe gewonnen 51% VfL und 49 % SVS
Eckbälle 4 VfL und 5 SVS
Abseits 3 VfL und 0 SVS
Torschüsse Dedic und Iashvili je 5 VfL und Fießer 6 SVS
Torschussvorlagen Iashvili 4 VfL und Schauerte 6 SVS
Ballkontakte Chaftar 94 VfL und Fießer 80 SVS
Zweikämpfe gewonnen Iasvhili 64 % VfL und Schauerte 60 % SVS
 
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