TG Sandhausen erneut Preisträger der BBW-Aktion „Kinder für den Basketball“

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Foto (c) TG Sandhausen

(mr – 10.9.14) Basketball als Hallensport wurde bereits 1891 erfunden.  James Naismith, der von 1861 bis 1939 lebte, war ein kanadischer Arzt und Pädagoge und gilt offiziell als Erfinder der Sportart Basketball. Als kanadischer Trainer machte er diese Sportart auch als Hallensport populär. Drei Jahre vor seinem Tod konnte er 1936 noch erleben, wie seine „Erfindung“ als Sportart olympisch wurde.  Mittlerweile hat sich Basketball zu einer globalen Sportart entwickelt und hat vorwiegend in Amerika, China und Südeuropa einen sehr hohen Stellenwert. Alle vier Jahre findet in einem jeweils anderen Land eine Basketball-Weltmeisterschaft statt, die von dem Verband „Fédération Internationale de Basketball“ veranstaltet wird.

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Doch auch in ländlichen Regionen werden leidenschaftlich Körbe geworfen.  Die Basketball-Abteilung der „TG Sandhausen 1889 eV“ wurde 1969 gegründet. Ihre höchste Spielklasse war von 2001 bis 2014 die 2. Damen-Bundesliga und seit 2014 die Regionalliga-Damen. Seit 2003 pfeifen Schiedsrichter aus den Reihen der TG in der 1. Herren-Bundesliga, und seit 2007 auch international bei der FIBA.  Aktuell sind derzeit 18 Mannschaften im Spielbetrieb bei einer Mitgliederzahl von etwa 260.

Einer davon ist Rolf Schneider. Abteilungsleiter bei der Turngemeinde, „Abteilung Basketball“ und Basketballer mit Leib und Seele. Zuhause stellte er sich uns für ein Interview zur Verfügung – direkt neben seinem Basketballkorb.

Sandhausen-Lokal: Herr Schneider, Sie selbst betreiben also auch Sport?

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Rolf Schneider:
Abteilungsleiter Basketball der TG Sandhausen

Rolf Schneider: Ja, ich bin Basketballspieler gewesen, bzw. bin es natürlich immer noch.

Sandhausen-Lokal: Und seit wann betreiben Sie Sport?

Rolf Schneider: Mit 13 habe ich begonnen, also spiele ich jetzt knapp 40 Jahre.

Sandhausen-Lokal: Und seit wann sind Sie im „TG 1889 Sandhausen“?

Rolf Schneider: (lacht) Seit 40 Jahren!

Sandhausen-Lokal: Wow!

Rolf Schneider: Ja, 1969 wurde diese Basketballabteilung hier in Sandhausen gegründet. Mich hat das von Anfang an fasziniert und so bin ich jetzt seit fast 43 Jahren dabei.

Sandhausen-Lokal:  Und Ihre Funktion? Trainer?

Rolf Schneider: Nein, ich bin Abteilungsleiter bei der Turngemeinde, Abteilung Basketball.

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Sandhausen-Lokal: Das Motto der 31. Olympiade in Brasilien 2016 lautet „Lebe deine Leidenschaft“. Ihre Gedanken dazu?

Rolf Schneider:  Leidenschaft ist sehr wichtig im Sport. Ich liebe diese Sportart.

Sandhausen-Lokal:  Herr Schneider: Deutschland ist ein Vereinsland, etwas worum uns viele Europäer beneiden. Doch der Vereinsgedanke lässt immer mehr nach. Ist der klassische Sportverein mittlerweile ein Auslaufmodell?

Rolf Schneider: Nein, Nein! Der Sportverein muss sich natürlich den gesellschaftlichen Gegebenheiten anpassen. Man muss natürlich auch den Mut haben, diese Herausforderung anzunehmen.

Sandhausen-Lokal: Was muss denn ein Sportverein heute anbieten, um angenommen zu werden und nicht nur als „Dienstleister“ zu fungieren?

Rolf Schneider: Wir wirken dem entgegen, in dem wir uns anpassen zum einen und zum anderen muss man natürlich auch mit den Medien gehen. Zum Beispiel im Bereich Öffentlichkeitsarbeit. Mit unserer Homepage, mit Facebook und so weiter.

Sandhausen-Lokal: Wird der TG 1889 ehrenamtlich geführt?

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Foto (c) TG Sandhausen

Rolf Schneider: Ja, natürlich.

Sandhausen-Lokal: Und wer übernimmt das, wenn die jetzige Führungsspitze altersbedingt einmal aufhört?

Rolf Schneider: Gut, Helfer kann man nie genug haben, ganz klar, aber das ist bei uns im Verein ist das kein Problem. Bei uns engagieren sich bereits die noch relativ jungen schon in der Jugendarbeit.

Sandhausen-Lokal:  Die würden also quasi nachrücken?

Rolf Schneider: Genau! Meine Tochter ist zum Beispiel 23 Jahre alt und engagiert sich schon als Jugendwart. Das ist bei ihr – genau wie bei mir einfach ein Bestandteil meines Lebens und auch auf Grund dessen niemals ein „Auslaufmodell“.

Sandhausen-Lokal:  Wird der Verein aus Mitgliedsbeiträgen finanziert?

Rolf Schneider: Der Großteil unseres Etats erfolgt aus Mitgliedsbeiträgen ja. Wir, die Mitglieder der Basketballabteilung zahlen übrigens als einzige einen „Abteilungsbeitrag“.

Sandhausen-Lokal:  Im Wandel der Zeit verändert sich die Vereinslandschaft. Werben Sie auch neue Mitglieder?

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Rolf Schneider:  Ja, wir bieten dieses Jahr zum ersten mal auch unsere „U 8“ an.

Sandhausen-Lokal: Was ist das genau?

Rolf Schneider:  Das sind Kinder unter acht Jahren, die hier sich sportlich betätigen können. Unsere „U 10“ Mannschaft haben wir ja schon seit Jahren. Gestern war übrigens der Präsident vom Württembergischen Basketballverband hier und hat uns, dem „TG Sandhausen“ einen Preis verliehen. Jetzt sind wir einer von nur fünf Preisträgern im Land Baden-Württemberg von der Aktion „Kinder für den Basketball“*.

Sandhausen-Lokal: Sucht- und Gewaltprävention: Ein Thema beim „TG 1889 Sandhausen“?

Rolf Schneider:  Ja, da hatten wir auch schon Aktionen.

Sandhausen-Lokal:  Steckt für Sie im Sport eine Botschaft?

Rolf Schneider:  „Lebe Deinen Traum“!

Sandhausen-Lokal:  Herr Schneider, wir bedanken uns für dieses offene Gespräch.

* Sandhäuser Kinder für den Basketball

Zum dritten Mal in Folge sind die Basketballer der TG 1889 Sandhausen Preisträger der BBW-Aktion „Kinder für den Basketball“.

Der Basketballverband Baden-Württemberg hatte diese Ausschreibung vor einigen Jahren ins Leben gerufen und mit Spalding einen bedeutenden und wohlbekannten Sponsor ins Boot holen können. Der Wettbewerb soll, laut dem BBW, als Ansporn für die Vereine dienen, sich auch und gerade im Mini-Basketball, also an der Basis, zu engagieren und die Jüngsten unter uns zu fördern.

Die Mitgliedsvereine in Baden-Württemberg sind aufgerufen, durch verschiedene Aktionen neue Minis (im Alter bis zu 12 Jahren) für den Basketballsport zu gewinnen und aktiv am regulären Spielbetrieb teilzunehmen. Für die erfolgreichsten Vereine mit der höchsten ‚Rekrutierungsrate‘ winken attraktive Geld- und Sachpreise.

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Foto (c) TG Sandhausen

Christian Dick, der zuständige Ressortleiter des BBW für Jugend und Freizeit, sieht in der Förderung der Kleinsten die größte Aufgabe für die Vereinsleitungen im Bezirk: „Der Jugendbereich ist von ständigen zyklischen Schwankungen betroffen, ein Verein kann sich glücklich schätzen, nicht nur zahlenmäßig starke, sondern letztendlich auch engagierte Spielergenerationen hervorzubringen, die unseren Sport mit Leidenschaft und Spaß betreiben“.

Zum Fototermin überreichte Dick an Katrin Schneider in Vertretung für den Jugendausschuss der TG lederne Mini-Basketbälle, T-Shirts und motivierende Glückwünsche für die kommenden Jahre im Jugendbasketballbereich.

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