Thank You For The Music:
1100 Pfeifen brauchen Unterstützung

Der Herr der Orgel: Michael A. Müller

(mam – 9.4.19) Die Orgel in der Ev. Mauritiuskirche hat rund 1100 klingende Pfeifen in der Größe von wenigen Zentimetern bis ca. 2,5 Metern. Um schön erklingen zu können brauchen sie Unterstützung, zunächst einmal durch den Orgelwind. Dieser Wind wird vom Orgelmotor und den verschiedenen Magazin- und Stützbälgen erzeugt, er dient auch zu den elektropneumatischen Schaltvorgängen der Registratur.

Leider macht der „Zahn der Zeit“ auch vor diesen Bälgen nicht halt, und so müssen dringend 4 von 5 Bälgen neu belegt (abgedichtet) werden und die Registratur auf ein elektromagnetisches System umgestellt werden, um die einwandfreie Funktionstüchtigkeit der Orgel auch weiterhin zu gewährleisten.

Ab Juli diesen Jahres wir es nun soweit sein, dass die Orgelbaufirma Lenter, die die Orgel schon seit vielen Jahre betreut, die Renovierungsarbeiten ausführen wird. Und dafür brauchen die  Orgelpfeifen nun auch finanzielle Unterstützung: Die ev. Landeskirche gibt  einen ordentlichen Zuschuss zu den Kosten, aber noch ist die Summe nicht vollständig gedeckt!

Spenden sind daher hochwillkommen und werden erbeten an:

  • Evangelische Kirchgemeinde Leimen
  • Volksbank Kraichgau-Wiesloch-Sinsheim
  • IBAN DE 89 6729 2200 0000 2004 17
  • (für copy/paste DE89672922000000200417 )

Alternativ können Sie ab Ostern einen „Orgelwein“ oder ab Mitte Mai ein Los für die „Orgeltombola“ beim Gemeindefest im Pfarramt und nach ausgewählten Gottesdiensten erwerben.

Helfen Sie  bitte mit, unser schönes und wertvolles Instrument auch weiterhin in einem sehr guten Zustand zu erhalten, so dass es uns im Gottesdienst und Konzert oder auch Orgelführungen für Groß und Klein noch lange mit seinen schönen Klängen aus 1100 Pfeifen erfreuen kann!

Weitere Informationen zu unserer Orgel und auch Klangbeispiele finden Sie hier.

Michael A. Müller


Hintergrund: Die Geschichte der Orgel in der Evangelischen Mauritiuskirche in Leimen

Eine erste Orgel gab es schon um das Jahr 1648. In den Jahren 1785 – 1788 errichtete der Orgelbauer Franz Stumm, ein Enkel des berühmten Johann Michael Stumm, eine Orgel mit ca. 30 Registern. Sie war eine Brüstungsorgel mit seitlichem Spieltisch und hatte bis in das Jahr 1932 Bestand. Ein ähnliches Instrument befindet sich heute in rekonstruiertem Zustand in der evangelischen Kirche in Neckargemünd.

Zu diesem Zeitpunkt war das fast 150 – jährige Instrument störanfällig geworden, es fehlten einzelne Register. Allerdings war es der Leimener Gemeinde gelungen, die Metall – Ablieferungen des ersten Weltkrieges zu umgehen, so dass sogar die Prospektpfeifen noch original erhalten waren!

Der Denkmalschutz griff in dieser Zeit nur für das Gehäuse, folglich baute im Zusammenhang mit einem Kirchenumbau die Firma Walker ein neues Instrument mit drei Manualen und elektro – pneumatischer Traktur. Das Gehäuse von Stumm wurde auf der Empore zurückversetzt um Platz für den Kirchenchor zu schaffen.

Die elektro – pneumatische Technik erwies sich als unzuverlässig und fehlerträchtig. Dennoch behalf man sich mit dieser Orgel über die Zeit des zweiten Weltkrieges hinweg bis zur nächsten großen Kirchenrenovierung im Jahr 1972. Bei dieser Gelegenheit errichtete wiederum die Firma Walker ein neues Instrument unter teilweiser Verwendung von Pfeifenmaterial der Vorgängerorgel. Von Stumm sind keine Pfeifen mehr erhalten. Die Orgeltechnik und die Traktur wurden wieder nach barocken Vorbildern gebaut.

Dieses Instrument wurde von Herrn Orgelbauer Gerhard Lenter im Jahr 1996 überholt und neu intoniert. Ein neues Register, Flöte 8′, wurde ergänzt. 


 

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