Tigermücke in Meckesheim kein Einzelfund

Im Rhein-Neckar-Kreis erfolgten im Zuge der Tigermücken-Bekämpfung in der Presse mehrfach Aufrufe an die Bevölkerung, verdächtige Stechmücken zu melden.

So erreichte Mitte September eine Meldung aus Meckesheim die Icybac GmbH – Biologische Stechmücken-Bekämpfung. In Absprache mit der Gemeinde Meckesheim und dem Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises konnten Ende September im Umfeld des Fundes noch Kontroll- und Bekämpfungs-Maßnahmen durchgeführt werden.

Hierbei kam der selektive biologische Wirkstoff B.t.i. (Bacillus thuringiensis israelensis) zur Anwendung.  Außerdem wurde ein Fallen-Monitoring veranlasst, um das mögliche Verbreitungsgebiet feststellen zu können. Weitere aus Meckesheim und Umgebung eingehende Bürgermeldungen haben sich nicht bestätigt.

Es wurde jedoch das Vorkommen der ebenfalls invasiven Japanischen Buschmücke nachgewiesen, welche der Asiatischen Tigermücke sehr ähnlich und die nicht bekämpfungsrelevant ist. In dem vermuteten Verbreitungsgebiet der Tigermücke in Meckesheim zwischen Schatthäuser Straße, Zuzenhäuser Straße, Schillerstraße und Alter Badweg konnten auf rund Dreifünftel der betroffenen Grundstücke die Anwohnerinnen und Anwohner persönlich erreicht werden.

Von 78 kontrollierten Massenbrutstätten waren 3,85 Prozent positiv, was auf einen geringen Befall hindeutet. Bekämpft wurden insgesamt 297 potenzielle Brutstätten. Die von Ende September bis Mitte Oktober aufgestellten 13 Fallen erbrachten selbst am Ort des Erstnachweises (hier Standzeit ab 22. September 2020) keine weiteren Funde. Es wurden sowohl das nähere und weitere Umfeld als auch andere für die Tigermückenansiedlung in Frage kommende Bereiche wie die Kleingartenanlage an der Elsenz und der Friedhof – denn Grabvasen gelten als potenzielle Brutstätten – überwacht.

Ob es sich um eine im Aufbau befindliche Gründer-Population oder den dünnbesiedelten Rand eines bisher nicht erkannten größeren Verbreitungsgebietes handelt, lässt sich noch nicht abschließend sagen. Für eine beginnende Ausbreitung spricht außer der geringen Anzahl an Nachweisen die Tatsache, dass nur am Ort des Erstnachweises über erhöhte Stechbelästigung berichtet wurde.

Aufgrund der kühler werdenden Witterung während der Fallenstandzeit bis Mitte Oktober und der Tatsache, dass aus den Mitte September abgelegten sogenannten Diapause-Eiern die Larven überwiegend erst nächstes Jahr schlüpfen werden, war jedoch auch mit einer geringen Nachweisrate zu rechnen. Es könnte sich daher auch um ein größeres Verbreitungsgebiet handeln, das nicht innerhalb dieser kurzen Zeit aufgedeckt werden konnte.

Weitere Monitoringmaßnahmen und Maßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung sollten nächstes Jahr frühzeitig veranlasst werden, so das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises.

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