Traumberuf Zootierpfleger: Arbeiten zwischen Tigern, Bären und Robben im Zoo

(zoo – 7.3.26) Wie sieht der Alltag eines Tierpflegers im Zoo Heidelberg eigentlich wirklich aus? Manuel Stumpf ist stellvertretender Revierleiter im Raubtierrevier und berichtet von seinem Arbeitsalltag zwischen Robbentraining, Raubtierfütterung und Scheibenputzen.

Arbeitsbeginn mit Tierkontrolle

Das Tierpfleger-Team des Raubtierreviers. (Foto: Zoo Heidelberg)

Morgens, 7.30 Uhr, Arbeitsbeginn für Manuel Stumpf. Der stellvertretende Revierleiter im Raubtierrevier startet den Tag mit der Tierkontrolle. „Wir schauen uns jedes Tier ganz genau an: Frisst es normal? Bewegt es sich wie gewohnt? Gibt es Verletzungen oder Veränderungen? Anschließend besprechen wir uns mit den Kuratoren“, erklärt er. An diesem Morgen bleibt es ruhig – keine Auffälligkeiten bei Löwen, Tigern und den anderen Tieren des Reviers.

Stumpf ist Tierpfleger aus Leidenschaft. „Schon als Kind wusste ich, dass ich mit Tieren arbeiten möchte – am liebsten draußen!“ 2011 hat Stumpf die Ausbildung zum Tierpfleger in Worms abgeschlossen, seit 2013 arbeitet er im Zoo Heidelberg.

Putzen gehört dazu

Nach der morgendlichen Kontrolle steht die Reinigung der Anlagen und Gehege an – ein wichtiger Bestandteil des Tierpfleger-Alltags. Auch die Scheiben müssen gesäubert werden: „Wir sind das Revier mit den meisten Glasscheiben“, erklärt Stumpf schmunzelnd.

Fütterung und Beschäftigung

Am Nachmittag steht die Fütterung der Löwen an, anschließend kümmern sich die Tierpfleger um die Gestaltung der Gehege. Abwechslungsreiche Beschäftigungsmöglichkeiten spielen für das Wohlbefinden der Tiere eine zentrale Rolle. So wird das Futter beispielsweise für viele Tiere in Bällen, Felsspalten und Kisten versteckt. Bodengrund und „Einrichtung“ werden regelmäßig verändert, um neue Reize zu schaffen. Auch die Syrischen Braunbären, die zu Stumpfs Lieblingen im Zoo Heidelberg zählen, profitieren davon. „Sie lieben es, Honig aus den Futtertonnen zu schlecken.“

Besondere Verbindung zu den Robben

Manuel Stumpf bei der Arbeit mit den Mähnenrobben. (Foto: Petra Medan/Zoo Heidelberg)

Neben den Bären gibt es noch eine weitere Tierart, die es Manuel Stumpf in seinem Revier besonders angetan hat: die Mähnenrobben. „Durch das medizinische Training bauen wir eine ganz besondere Verbindung zu den Tieren auf. Wir arbeiten ausschließlich mit positiver Verstärkung und achten darauf, dass die Tiere gerne und mit Freude mitarbeiten. Gerade bei den Robben ist das Training sehr wichtig. So können medizinische Untersuchungen durch unsere Zoo-Tierärztin stressfrei durchgeführt werden“, erklärt Stumpf.

Besucher des Zoo Heidelberg können das kommentierte Training und die damit verbundene Fütterung der Mähnenrobben täglich (außer freitags) um 11 Uhr und um 15.45 Uhr miterleben.

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