VfB: „Hartplatz – Verkauf – Kippt die Stimmung des Bürgerbegehrens?“

Nachfolgend geben wir ein Stellungnahme des VfB zum Hartplatzverkauf wieder – Original nachzulesen auf der Homepage des VfB:

„Die Verantwortlichen des VfB 1914 Leimen e.V. haben die Aktionen, die Interviews 1-6, den offenen Brief an Bruno Sauerzapf und diverse Presseartikel durch den Initiator des Bürgerbegehrens wahrgenommen.

Die Vorstandschaft hätte sich gewünscht, dass der Initiator D. Sattler sie in einer Sitzung über sein Vorhaben informiert hätte, anstatt alles aus der Öffentlichkeit oder über die Presse zu erfahren.

Vor dem offenen Brief an Bruno Sauerzapf hat der Verein einen Fachrechtsanwalt, der keinen Kontakt zur Stadtverwaltung oder zu Vertretungsberechtigten des Bürgerbegehrens hat, beauftragt, für den Verein eine Bewertung hinsichtlich der öffentlichen Aussagen zu dem Gutachten der Verantwortlichen des Bürgerbegehrens zu erarbeiten.

Dafür wurde ihm das Gutachten sowie sämtliche Presseartikel und Flyer der Initiative zur Verfügung gestellt.

Kommt der Rechtsanwalt zu dem Ergebnis, dass der Initiator des Bürgerbegehrens das Gutachten zwar wohlwollend für seine Ansichten, aber immer noch im rechtlichen Rahmen öffentlich gemacht hat, ist es in Ordnung.

Wenn der Anwalt aber zu der Erkenntnis gelangt, es wurden und werden bewusst Falschmeldungen gestreut, um eine Bebauung des Hartplatzes damit verhindern zu können, werden die Verantwortlichen des VfB reagieren müssen.

Wenn der Kunstrasenplatz nicht kommt, entsteht dem Verein voraussichtlich ein materieller Schaden, der rechtlich geklärt und dann eingeklagt werden muss.

Z.B. Umsatzerlöse bei Heimspielen der Aramäer, Kosten für Schiedsrichter bei Spielausfällen aller VfB-Mannschaften, weil kein Allwetterplatz zur Verfügung steht und die Rasenplätze nicht bespielbar sind, kein Sportplatz während der Regenerationszeiten der Naturrasenplätze zur Verfügung steht usw.

In seiner letzten Vorstandssitzung am 30.01.2012, an der auch Verantwortliche beider Förderkreise und der Ehrenvorsitzende des VfB teilgenommen haben, wurde einstimmig beschlossen, für die Mitglieder um den Kunstrasenplatz zu kämpfen.

Nach dem bisherigen Ergebnis unserer Unterschriftenaktion, der zugesagten Unterstützung des Vorstandes der Aramäer Leimen, seine Gemeinde mehrheitlich für eine Bebauung des Hartplatzes gewinnen zu können und der Erkenntnis, wie Unterschriften für das Begehren zu Stande kamen, sieht die Vorstandschaft einem Bürgerentscheid hoffnungsvoll entgegen.

Die Verantwortlichen des Vereins haben in kürzester Zeit, ohne aggressive Werbung zu betreiben, ca. 200 Zusagen für eine Bebauung gesammelt und ca. 200 Erklärungen derer erhalten, die zwar für das Bürgerbegehren unterschrieben haben, aber nur für die Baumerhalt waren oder ihre Meinung dazu grundsätzlich geändert haben.

Die Aktion läuft noch. Da ab dieser Woche der ganze Trainingsbetrieb wieder aufgenommen wurde, werden es sicherlich noch mehr Unterschriften.

Natürlich muss sich der Initiator D. Sattler, nach Durchsicht seiner Pressemitteilungen, Flyer, offenen Briefe und Inteviews auch einige kritische Fragen gefallen lassen, die sich bei Diskussionen in unserem Vereinsleben und in der Bevölkerung Leimens ergeben haben:

1.) Auf den Unterschriftenlisten steht, dass Bäume keiner Bebauung zum Opfer fallen sollen. Sind bei dem Bau seines Wohnhauses um 1980, das ca. 100 m Luftlinie vom Hartplatz entfernt gebaut wurde, keine Bäume geopfert worden?

2.) Im Interview 3 wird behauptet, hier draußen gab es Feuchtwiesen für Störche, auf denen sie sich wohl fühlten. Gab es ca. 100 m entfernt, auf dem Baugebiet seines Wohnhauses, keine Feuchtwiesen?

3.) Hatte er oder der angrenzende Radsportverein bisher in seinem Wohngebäude in ca. 100 m Entfernung Wasserprobleme im Keller, wie er es im Interview 3 dramatisiert? Gibt es Rechnungen für die Beseitigung eventueller Schäden? Wenn nein, gibt es dann Tipps für ca. 30 jährige Keller-Trockenheit?

4.) Die Stadt und ihre Zahlen, Sand im Zahlengetriebe, finanzielles Chaos, Verlassen des Pfades der seriösen Finanzplanung, Zahlen über Zahlen, Berg und Talfahrt der Stadt usw.. Stimmen seine Zahlen?

a.) Er selbst weis, dass seine Zahlen über die Kosten für den Kunstrasenbau nicht stimmen! Rückfragen bei der von ihm genannten Firma bestätigen dies. Weitere Einzelheiten über Falschmeldungen diesbezüglich?

b.) Offener Brief: als interessierter Zuhörer bei ganzen 2 Gemeinderatssitzungen in den letzten Monaten, wahrscheinlich der letzten Jahre und nur im Augenblick stark interessiert, hat er sich anscheinend Fachwissen im Haushalt der Stadt Leimen angeeignet. Dass ein Kredit für den Bau eines Parks, auch zinslos, irgendwann und von irgendwem wieder zurück bezahlt werden muss, verschweigt er.  Dass der Park jährliche Unterhaltungskosten verursacht, verschweigt er. Warum?

c.) Warum verschweigt er bei seinen angeblich guten Haushaltskenntnissen und Ausführungen, dass der Stadt Leimen bei Nichtbebauung des Hartplatzes (Verhinderung) außer dem Verkaufspreis (ca. 2,2 Mio. €) dazu noch jährlich ca. 200.000 € verloren gehen? Auf 5 Jahre gesehen 1 Mio. €. Dringend benötigtes Geld.  Aufmerksame Zuhörer und Besucher von Gemeinderatssitzungen konnten bei der Diskussion um die Zweitwohnsteuer durch die Ausführungen des 1. Beigeordneten Bruno Sauerzapf erfahren, dass die Stadt pro Einwohner einen jährlichen Zuschuss vom Land von ca.1000,- € erhält. Nach seinen Ausführungen vom Bau von 50 Reihenhäusern: 50 x 3 Personen = 150 Personen = 150.000 € + Grundsteuer x 50.  Nachzulesen im Haushalt der Stadt, ca. Seite 220, 9er Nummer.

d.) Was hat er unter Punkt 4.) der Stadtverwaltung vorgeworfen?

5.) Berg und Talfahrt? Um was geht es überhaupt? Nur um die Verhinderung der Bebauung?

6.) Wird in dem offiziellen Bürgerantrag, angeblich von 3.139 Bürgern unterschrieben, noch die Umwandlung des alten Sportplatzes in eine Parkanlage gefordert, um eine Bebauung zu verhindern, ist die Forderung in einem offenen Brief (anbei) durch den Initiator D. Sattler jetzt ganz anders: „Die Stadt behält den Alten Sportplatz und bringt einen Kunstrasenbelag darauf auf.“

a.) Ist das neue Begehren des Initiators mit den 3.139 Unterschreibern abgesprochen?

b.) Wie erklärt der Initiator durch seine geänderte Forderung den Unterschreibern, die wirklich für das Ziel „einen Park zur Erholung“ unterschrieben haben, das 80% des Trainings- und Spielbetriebes, auf dem Kunstrasen täglich von 16.00 Uhr bis 21.30 Uhr durchgeführt werden? Zählen deren Begehren aus der alten Forderung jetzt nichts mehr?  Und die Nachbarschaft?

c.) Wird dadurch bewusst eine Situation wie in Mannheim mit dem Carl-Benz Stadion geschaffen?

d.) Private Kunstrasenbenutzung mit Kindern und Enkelkindern. Kennt er die versicherungstechnische Seite eines Vereins durch seinen Vorstand dafür? Spielplatzgeräte für Trainingsnutzung?

e.) Selbstgebackener Kuchen zum Verzehr im Biergarten? Kennt er die Lebensmittelverordnung durch den Lebensmittelkontrolldienst dafür? Kennt er die Sorgen der Vereine, die bei Veranstaltungen und Festen diesbezüglich mit dem „WKD“ zu tun haben?

f.) Fussballspielen in mitten eines Spielplatzes / Parks? ACHTUNG! Bitte keine Bälle schießen, Kind auf Schaukel oder ältere Person mit Rollator unterwegs?  Trainings Stop?  Betreten auf eigene Gefahr?  Doch ein Zaun dazwischen, wie in einem Käfig?

g.) Wo soll das Geld dafür herkommen?  Kunstrasen, neuer Zaun um den alten Hartplatz, Spielplatz, Park?

h.) Wer bezahlt nach seinen Berechnungen die Kosten des Aushubs und die Entsorgung dafür?

i.) Weitere Fragen aus alten Stellungnahmen ersparen wir uns.

Fest zu stellen ist, dass es nur um die Verhinderung einer Bebauung des alten Sportplatzes geht.

Die Verantwortlichen des VfB 1914 Leimen e.V. werden die Bürgerversammlung beobachten, die Meinungsfindung für eine Bebauung fortsetzen, Leimener Bürger in sachlichen Gesprächen die Thematik vermitteln und bei einem evtl. Bürgerentscheid hoffnungsvoll auf die Vernunft der Leimener Bürger setzen.

Freundliche Grüße

Der Vorstand des VfB Leimen“

Redaktion: Alle bisherigen Artikel bei Leimen-Lokal zum Thema finden Sie <hier>

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