VfB Rauenberg II – VfB Leimen II 2:0 (1:0)

Die Saisonziele wurden erreicht, der Aufstieg war perfekt – man merkte der Mannschaft von Trainer Lerma an, dass das letzte Spiel beim Namensvetter aus Rauenberg noch nicht einmal mehr Testspielcharackter hatte.

Mit Nazarenus, Schlosser, Tobias Selzer und Stefan Wolf bot der scheidende Trainer nur vier Stammspieler auf. Co-Trainer Simon Skowronek, Geburtstagskind Ullrich und Kalischko waren gar nicht erst im Kader; Brückner, Nico Selzer und Christian Wolf befanden sich mit der A-Jugend des VfB auf deren Abschlussfahrt in Spanien und Steiger und Vogel wurden nur als „Notnagel“ in den Kader berufen.

Der Trainer wollte die Spieler belohnen, die bisher zu wenigen Einsatzzeiten kamen, sich aber während der gesamten Saison trotzdem vorbildlich im Training einsetzten und im Kampf um einen Platz unter den ersten Elf den etablierten Spielern ordentlich Druck machten.

Zudem wurde Sven Biermann bei seinem Abschiedsspiel zusätzlich damit belohnt, dass er den Meister als Kapitän auf den Platz führen durfte.

Dass die Mannschaft noch nie so zusammen spielte wie an diesem Tag und dem ein oder anderen Akteur die Fitness und Spritzigkeit aber auch die Spielpraxis fehlte, merkte man in den ersten 45 Minuten nur bedingt. Leimen kontrollierte die Begegnung und erspielte sich – vor allem über die linke Seite – immer wieder gute Chancen, die aber allesamt liegen gelassen wurden.

Die wenigen, aber durchaus gefährlichen Vorstöße des Gastgebers wurden spätestens vom heute gut aufgelegten Leimener Keeper Marco Barth vereitelt.

Beim letzten Angriff von Rauenberg vor der Pause war aber leider auch er machtlos. Im Zentrum stimmte die Abstimmung nicht, wodurch sich Heim alleine zwei Gegenspielern gegenüber sah. Den Ballführenden konnte er immerhin noch nach außen abdrängen, doch dessen Flanke konnte er nicht mehr verhindern. In der Mitte des Leimener Strafraums konnte dann Hammer freistehend zum viel umjubelten Führungstreffer abschließen.

Bereits in der Pause schöpfte Leimens Trainer Lerma sein gesamtes Wechselkontingent aus um weiteren Jungs aus der „zweiten Reihe“ zu ihrem verdienten Einsatz zu verhelfen.

In der zweiten Hälfte verlor die Begegnung leider immer weiter an Tempo. Der letzte Wille, bei gefühlten 35° C noch einmal das letzte aus sich heraus zu holen um dieses Spiel zu drehen, merkte man den Gästen (verständlicherweise) nicht an. Rauenberg dagegen kämpfte um jeden Zentimeter und bot noch einmal alles auf. Ein Sieg gegen den Meister zum Abschluss war das erklärte Ziel.

So wundert es auch nicht, dass Torchancen in der zweiten Hälfte absolute Mangelware blieben. Leimen mühte sich in der Offensive zwar, aber die Abstimmung untereinander war aufgrund der komplett durchrotierten Mannschaft nicht gut genug um die ordentlich gestaffelte Defensive der Rauenberger zu knacken.

Rauenberg selbst versuchte sich bei Ballgewinnen – auch in Hälfte zwei hatte Leimen deutlich mehr Ballbesitz – mit schnellen Aktionen in die Spitze. Aber eine konzentrierte Abwehrarbeit der Viererkette, die Trainer Lerma nach gut einer Stunden auch noch mal umstellte, reichte aus um dafür zu sorgen, dass Torwart Barth sein Können kaum noch zeigen musste, bei langen Bällen über die Abwehr hinweg aber stets wachsam und ein sicherer Rückhalt war.

Der entscheidende Treffer fiel dann auch nach einem Leimener Ballverlust in der Hälfte des Gegners. Der Rauenberger Angreifer tankte sich auf der rechten Abwehrseite Leimens, die durch den Angriff weit aufgerückt war, durch und spielte den Ball von dort aus quer vors Tor. Stürmer Wipfler hatte ungedeckt wenig Mühe damit den Endstand herbei zu führen. Leimen hatte im Anschluss zwar noch die Gelegenheit zum Anschlusstreffer, aber wie schon im ersten Durchgang wurden auch jetzt die Chancen vergeben.

So kann man sagen, dass Rauenberg zwar nicht die bessere, aber dafür die effektivere Mannschaft war und schlussendlich die drei Punkte auch verdient einsammeln konnte. Für Leimen war die Saison allem Anschein nach bereits nach dem Sieg gegen Frauenweiler in der Vorwoche beendet. Trotzdem lieferte man, vor allem in der ersten Halbzeit, eine durchaus ordentliche Leistung ab und hätte mit etwas mehr Glück und Konsequenz im Abschluss das Feld auch als Sieger verlassen können.

Diese Niederlage ist am Ende zwar unschön, kann aber auf Sicht natürlich nicht die Freude über die großartige Saison der Mannschaft trüben. Ein Großteil der Spieler stieß noch auf dem Gelände des VfB Rauenberg und später noch im eigenen Clubhaus auf die tolle Saison und den Geburtstag von Torjäger Christian Ullrich an.

Die kommenden Aufgaben lassen sich wohl auch wieder etwas leichter in Angriff nehmen: die Abschlussfeier, das Abschlusstraining mit den Spielern aus der A-Jugend, die den Kader in der B-Klasse weiter aufwerten werden und die Abschlussfahrt nach München stehen in den nächsten zwei Wochen an. Bei diesen Ereignissen wird der VfB mit Sicherheit auch wieder in Bestbesetzung auftreten.

Anschließend beginnt die Sommerpause, die spätestens mit dem Stadionfest am 20./21. Juli und der darauf folgenden Vorbereitung auf die Saison in der B-Klasse enden wird. Aber bis dahin wird erst noch der hoch verdiente Meistertitel gefeiert werden.

Aufstellung
M. Barth – Osnowin, Schlosser, Heim, S. Wolf – Nazarenus, Biermann – Glatting, T. Selzer, Tuna – D. Skowronek

 

Wechsel
Cottone für D. Skowronek; 46. Min.
Salzgeber für S. Wolf; 46. Min.
Yildiz für T. Selzer; 46. Min.

 

Tore

1:0 Hammer; 40. Min.

2:0 Wipfler; 80. Min.

 

-Steiger, 29.5.2012-

 

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