Visitation in der kath. Seelsorgeeinheit: Vorbereitungen im Gange

(gh – 21.7.16) Wer Besuch erhält, bereitet sich darauf vor. Dass dies auch für Institutionen gilt, erlebt im Moment die Seelsorgeeinheit Leimen-Nußloch-Sandhausen. Im November 2016 wird Dekan Jürgen Grabetz mit seinem Team vom Dekanat Wiesloch die fünf katholischen Gemeinden im Rahmen einer Visitation besuchen. Haupt- und ehrenamtlich Engagierte stecken mitten in den Vorbereitungen für diese Begegnung.

7646 - Visitation

Das Selbstbewertungsteam (oder Vorbereitungsteam zur Visitation) koordiniert und entwickelt seine Arbeit in regelmäßigen Treffen.

Anders als bei einem privaten Besuch geht es aber nicht ums Putzen, Kochen oder um die Frage, wie es den Gästen besonders gemütlich gemacht werden kann. „Unsere wichtigste Aufgabe ist, dass wir im Vorfeld der Visitation eine Bestandsaufnahme unserer Seelsorgeeinheit durchführen,“ betont Gernot Hödl, Pastoralreferent und Koordinator der Vorbereitungen. „In der Erzdiözese Freiburg steht dafür ein Raster mit dem Titel ‚LEVI – Lernen, Entwickeln, Vereinbaren, Inspirieren‘ zur Verfügung.

Mit diesem Raster reflektieren wir die Situation der Seelsorgeeinheit mit ihren Gemeinden, ihre Stärken und Schwächen. Später kommt durch die Visitation der Blick von außen dazu.“ Die Verantwortlichen wollen damit erkennen, wo es notwendig ist, das kirchliche Engagement weiterzuentwickeln, so Hödl. Arul Lourdu, Leiter der Seelsorgeeinheit, sieht auch den passenden Zeitpunkt für die Visitation: „Nach einigen Jahren des gemeinsamen Weges der fünf Gemeinden, ist es richtig, nun ein Resümee zu ziehen. Unsere Erfahrungen und die neuen Leitlinien der Erzdiözese, die es wohl nächstes Jahr geben wird, werden uns die nächsten Schritte aufzeigen.“

Erkenntnisse vor Ort werden jetzt schon fleißig gesammelt. Ein „Selbstbewertungsteam“ aus 10 Personen führt Gespräche mit Gremien, Gruppierungen und Verantwortlichen. Auf die Mitarbeiterzufriedenheit, auf Kooperation von Gruppen, auf Kommunikation, Transparenz, den Informationsfluss und zielgerichtetes Arbeiten will diese Analyse-Gruppe dabei besonders schauen. Schon die Tatsache, dass es Gespräche gibt und wie sie ablaufen, ist eine positive Erfahrung, berichten die Mitglieder des Selbstbewertungsteams:

„Unsere Gespräche gemeinsam mit Beteiligten aus allen Gemeinden der Seelsorgeeinheit führten zum Ideenaustausch und zum gegenseitigen Lernen. Da zeigte sich eine positive Resonanz!“ konnten Eva Neuschäfer und Dieter Kopp feststellen, die Verantwortliche in Seniorenarbeit und Besuchsdiensten interviewten. „Die Gesprächspartner schätzen den Raum für Reflexion, Vernetzung und dass sie ihre eigene Sichtweise einbringen können,“ betont Anke Beck nach ihren Kontakten mit denen, die sich in Gottesdienste einbringen. Der Prozess stütze eine offene Feedbackkultur in den Gemeinde, konstatiert Marc Stadtherr: „Dies sollte auch langfristig in der Seelsorgeeinheit verankert sein.“

Perspektiven für die Zukunft durch die Vorbereitung auf die Visitation erhoffen sich alle Mitglieder des Selbstbewertungsteams. Besonders sehen sie die Notwendigkeit einer transparenten Zusammenarbeit auf Augenhöhe zwischen den Gemeinden, zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen, und das auf der Basis von gemeinsamen Zielen. Dass dies gelingt, ist ihnen und der katholischen Seelsorgeeinheit Leimen-Nußloch-Sandhausen sehr zu wünschen – gerade angesichts des hohen Aufwands bei den Besuchsvorbereitungen.

 

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