Von Krankenpflege bis Flügel – von Diakonie bis Vererben

Der Gemeindeverein hilft dem Einzelnen und der Kirchengemeinde.

(wm – 17.5.15) In der ersten Mitgliederversammlung des Evangelischen Gemeindevereins Leimen im Jahre 2015 konnten der Vorsitzende Wolfgang Müller und Pfarrerin Elke Rosemeier als seine Stellvertreterin, diesmal – trotz der weiterhin hohen Altersstruktur des Vereins – zahlreiche Mitglieder begrüßen.

„Erben und Vererben“ im Gemeindeverein, mit Jan Bittler, Schriftführer und Fachanwalt für Erbrecht.

In seinem Tätigkeitsbericht erläuterte Müller nochmals den in den letzten Jahren vollzogenen Wandel in den Zielsetzungen und Aufgabenstellungen des im Jahre 1892 gegründeten Vereins: Beibehaltung der Kernaufgabe in Form eines Pflegezuschusses im Pflegefall seiner Mitglieder, aber auch mit dem neuen Selbstverständnis als „Förderverein“ für Projekte der eigenen Kirchengemeinde. So unterstützte man im vergangenen Jahr die „Blindenfreizeit“, half dem Posaunenchor bei der Anschaffung einer neuen Tuba und förderte das Familienprojekt des Elisabeth-Ding-Kindergartens.

Horst Hellinger fungierte dann für den entschuldigten Vereinsrechner Klaus Ludwig sowohl als Berichterstatter als auch als Kassenprüfer. Die Versammlung konnte dann den „Rechner“ und den Gesamtvorstand, auch aufgrund der sehr soliden Kassenführung und Kassenlage, einstimmig entlasten. Schriftführer und Rechtsanwalt Jan Bittler referierte danach über das Thema „Erben und Vererben – rechtzeitig daran denken“. Er berichtete anhand von teilweise spannend-überraschenden Fällen aus der Praxis, welche Probleme es beim Erben und Vererben geben kann. Fest in Erinnerung blieb dabei allen die Erkenntnis, dass die bestgemeinte und bestgedachte Absicht sehr oft keine juristische Nachhaltigkeit erfährt und man deshalb nie auf eine „juristische Absicherung“ und Hilfe im Vorfeld verzichten sollte. Viel Applaus gab es von den Mitgliedern und Dank vom Vorsitzenden.

Zum Schluss der Versammlung ging es nochmals um zukünftige Prioritätensetzungen und Förderprojekte des honorigen Vereins. Man wird juristisch prüfen lassen, ob der Pflegezuschuss von bisher 25% generell erhöht werden kann. Beschlossen wurde zudem ein Zuschuss in Höhe von 1.000,00 Euro an einen Fonds des Diakonische Werks Baden für hilfsbedürftige und hilfesuchende Leimener Gemeindemitglieder. Verschließen wollte man sich auch nicht der Unterstützung für das „Flügelprojekt“, der Anschaffung eines – nicht nagelneuen – Klavierflügels für die Kirchengemeinde. Man beschloss einstimmig, dass der Verein sich mit einer „Abschlussspende“ beteiligen werde, um eine baldige Realsierung des „Flügelprojektes“, spätestens bis zur Adventszeit, zu ermöglichen. Zurückgestellt wurde dagegen die Unterstützung eines jungen Mannes aus Namibia, der im Rahmen seines internationalen Freiwilligen Jahres ab Herbst 2015 im Elisabeth-Ding-Kindergarten tätig sein wird. „Wir helfen nach unseren (finanziellen) Möglichkeiten und Auflagen dem Einzelnen und unserer gesamten Kirchengemeinde“, so das Schlusswort des Vorsitzenden.

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