Von summenden Bienen und sauren Gurken – „Forsch mit!“ in digitalem Format

Bei „Forsch mit! – Naturwissenschaft für Kita und Grundschule“ konnten interessierte pädagogische Fach- und Lehrkräfte Online-Vorträge der Forscherstation, Klaus-Tschira-Kompetenzzentrum für frühe naturwissenschaftliche Bildung live mitverfolgen und anschließend mit den Experten diskutieren.

Das jährlich stattfindende Mitmachforum der Forscherstation, Klaus-Tschira-Kompetenzzentrum für frühe naturwissenschaftliche Bildung wurde in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie zum ersten Mal online angeboten. Das tat der Vielfalt an Themen aber keinerlei Abbruch: Ob summende Bienen oder saure Gurken, interessierte pädagogische Fach- und Lehrkräfte aus Krippe, Kita und Grundschule konnten über einen Live-Stream spannende Vorträge zur frühen naturwissenschaftlichen Bildung verfolgen und anschließend über deren Umsetzung im Arbeitsalltag diskutieren.

„Wir möchten mit dieser Veranstaltung pädagogische Fach- und Lehrkräfte dabei unterstützen, auch in der jetzigen Situation frühe naturwissenschaftliche Bildung in ihren Einrichtungen umzusetzen. Damit wir möglichst viele Interessierte erreichen, haben wir uns diesmal für das digitale Format entschieden“, so Petra Gürsching, Geschäftsführerin der Forscherstation.

Bienen summen, wie machen sie das bloß? Und können Schmetterlinge auch summen? Tim Billion-Kramer, Dozent an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und stellvertretender Leiter der Kooperation mit der Forscherstation, stellte Forschungsergebnisse und Konzepte vor, die beschreiben, wie Kinderfragen zu forschendem Lernen in Kita und Grundschule führen können. So erläuterte Billion-Kramer, wie eigene Fragen und die Neugierde der Kinder den Ausgangspunkt für forschendes Lernen und die Erarbeitung naturwissenschaftlicher Basiskonzepte bilden können.

Am Beispiel des Themas Feuer zeigten Isabell Kampa und Dominik König von der Forscherstation, dass Erfahrungen mit allen Sinnen eine wichtige Voraussetzung für frühe naturwissenschaftliche Bildung darstellen. Ausprobieren und Beobachten regen Kinder dazu an, sich intensiv mit einem Thema zu beschäftigen und dabei den eigenen Fragen nachzugehen.

Was haben ein Glas saure Gurken und das Fahrradschloss gemeinsam? In ihrem Vortrag „Aus Helfer wird Hebel“ gingen Katrin Schneider-Özbek und Anne Niemietz darauf ein, wie die Auseinandersetzung mit Alltagsphänomenen den Aufbau von Kinderkonzepten unterstützt und so an das Wirkungsprinzip von Hebeln heranführt. Die beiden Vortragenden zeigten, wie Schulkinder Corona-konform mit Materialien aus ihrem Schulmäppchen an ihrem Platz in der Klasse die Hebelgesetze erkunden können.

Bei der anschließenden Diskussion ging es vor allem darum, was gute Kinderfragen sind und ob man alle aufgreifen und begleiten kann. Im Mittelpunkt stand auch die Frage, wie man Experimente mit Feuer im Kindergarten sicher durchführen kann. Im Grundschulbereich wurde vor allem der Gebrauch von Fachbegriffen im Sachunterricht erörtert.

In den vergangenen Monaten hatte die Forscherstation ihre Präsenzangebote bereits um verschiedene Angebote im Online-Format erweitert, so konnten pädagogische Fach- und Lehrkräfte an Online-Seminaren teilnehmen, sich per Videokonferenz zu Lernumgebungen beraten lassen oder sich auf der digitalen Plattform „Mitgeforscht!“ Tipps und Anregungen zur Umsetzung früher naturwissenschaftlicher Bildung holen.

Weitere Informationen zur Forscherstation und ihren kostenlosen Angeboten gibt es im Internet auf www.forscherstation.info

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