„Vorbeugen. Schützen. Impfen“ – Europäische Impfwoche

(Foto: Sahra G.)

Die 13. Europäische Impfwoche vom 23. bis 29. April 2018 steht unter dem Motto „Vorbeugen. Schützen. Impfen“. „Die seit 2005 jährlich veranstaltete Europäische Impfwoche soll das Bewusstsein der Bevölkerung für die Bedeutung von Impfmaßnahmen für Gesundheit und Wohlbefinden schärfen“, darauf weist das Gesundheitsamt im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis, das auch für den Stadtkreis Heidelberg zuständig ist, in einer aktuellen Mitteilung hin.

Die Vision ist eine Zukunft, in der jeder frei von der Last impfpräventabler Krankheiten lebt. Der Fortschritt in Richtung auf diese Vision ist klar ersichtlich, einschließlich der Bemühungen zur Eliminierung von Masern und Röteln. Doch es gibt weiterhin Herausforderungen. Die Durchimpfung mit Impfstoffen für das Kindesalter hat noch immer kein optimales Niveau  erreicht und sinkt in einigen Kreisen und Gemeinden sogar. Dem will das Gesundheitsamt mit Information und Aufklärung entgegenwirken.

„Jedes Kind verdient die gleiche Chance, ein gesundes Leben zu führen, und Impfungen stellen einen der ersten entscheidenden Schritte dar, um dies zu erreichen“, erläutert Dr. Anne Kühn, Ärztin im Gesundheitsamt. Kinder unter fünf Jahren seien einem besonderen Risiko ausgesetzt, aufgrund von impfpräventablen Krankheiten ernste Komplikationen zu entwickeln oder sogar zu sterben.

„Impfstoffe, die gemäß dem Routineimpfplan eines jeden Landes verabreicht werden, bieten den bestmöglichen Schutz für Kinder zu einer Zeit, da sie ihn am meisten benötigen“, ergänzt Dr. Kühn. Indem sie die Weiterverbreitung von Krankheiten blockieren, helfen geimpfte Kinder dabei, Personen in ihrem Umfeld abzuschirmen. Dies schließt Geschwister ein, die zu jung für eine Impfung sind, Mitschüler mit besonderen Gesundheitsproblemen sowie betagte Großeltern.

Gegen das Masernvirus sind in Baden-Württemberg 95 Prozent der 4- bis 5-jährigen Kinder wenigstens einmal und 89 Prozent der Kinder zweimal geimpft. Das ergab die Auswertung der aktuellen Einschulungsuntersuchung.

Im Rhein-Neckar-Kreis lag die Impfquote für die erste Masernimpfung der 4- bis 5-jährigen Kinder im Untersuchungsjahr 2016/2017 bei erfreulichen 96 Prozent. Zwei Masernimpfungen erhalten hatten 90 Prozent. In der Stadt Heidelberg lag die Impfquote für die erste Masernimpfung der 4- bis 5-jährigen Kinder im Untersuchungsjahr 2016/2017 bei 95,6 Prozent, die Quote für die altersentsprechende Impfung mit zwei Masernimpfungen bei 92,4 Prozent. „Diese über dem Landesdurchschnitt liegenden Impfquoten sind sicherlich einer der Gründe, warum sporadisch auftretende Masernfälle in Stadt und Landkreis bei uns bislang nicht zu größeren Ausbrüchen geführt haben, wie wir sie aus anderen Teilen Deutschlands kennen“, erklärt die Ärztin des Gesundheitsamtes. Masernkontakt könne man nicht immer verhindern, sich und das eigene Kind vor einer Ansteckung schützen allerdings schon.

Wer Fragen zur Masernimpfung oder anderen empfohlenen Impfungen im Kindesalter hat, kann sich gerne an einen Kinderarzt im Stadt- und Kreisgebiet oder an Dr. Anne Kühn, Gesundheitsamt, unter Tel. 06221 522-1827 wenden.

 

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