Waldschutzgebiet Schwetzinger Hardt: Alter Postweg in neue Form gebracht

(Foto Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis): Der dreiachsige Grader ist eine wichtige Baumaschine zum Herstellen von großen ebenen Flächen und wird auch beim Wegebau im Wald häufig eingesetzt.

(rnk – 19.10.18) Im Zuge seiner Waldpflegearbeiten hat das Kreisforstamt im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis den „Postweg“ in der Schwetzinger Hardt zwischen dem Waldeingang bei Sandhausen und dem Golfplatz bei Oftersheim wieder instand gesetzt. In früheren Zeiten war dieser Weg eine wichtige Verbindungsstrecke für die Thurn- und Taxis-Schnellpost, die zwischen der fürstlichen Residenz Bruchsal und der kurpfälzischen Residenz Mannheim verkehrte. Für die heutigen Erholungssuchenden im Waldschutzgebiet ist der etwa drei Kilometer lange Weg am nördlichen Rand der Schwetzinger Hardt eine beliebte Strecke für Ausflüge und Spaziergänge. Doch Laub, Schmutz und Abnutzung hatten dem Weg zugesetzt.

Das Kreisforstamt hat deshalb den „Postweg“ jetzt wieder in neue Form gebracht. Mit einer Baumaschine, dem Grader, wurde die verunreinigte Oberfläche abgeschoben und mit frischem, feinen Schotter ein neues Profil hergestellt.

„Wir freuen uns“, so der zuständige Revierleiter Achim Freund, „dass Fußgänger und Radfahrer diesen Weg jetzt wieder ohne Beeinträchtigungen nutzen können“.

Mehr Details und eine  Übersichtskarte mit der Lage des Postwegs gibt es hier  


Waldschutzgebiet Schwetzinger Hardt

Für die Menschen der sieben Hardtgemeinden liegt die naturräumliche Kostbarkeit der Schwetzinger Hardt  direkt vor der Haustür. Um die Hardtwälder mit ihren besonderen Lebensräumen zu erhalten, hat das Regierungspräsidium Freiburg die Schwetzinger Hardt als „Regionales Waldschutzgebiet und Erholungswald“ ausgewiesen. Was heißt das konkret? Mit dem Schutzstatus sollen gleichrangig verschiedene Ziele erreicht werden: 

  • Schutz der historisch gewachsenen Biotop- und Artenvielfalt
  • Erholungsraum in einem dicht bevölkerten Gebiet
  • Nachhaltige Holzproduktion und Weiterentwicklung der naturnahen Waldbewirtschaftung

In der Schwetzinger Hardt arbeiten Forstwirtschaft und Naturschutz Hand in Hand. Um den verschiedenen Anforderungen gerecht zu werden, ist das Schutzgebiet in verschiedene Zone aufgeteilt. Im Bannwald (143 ha) hat die Natur absoluten Vorrang und der Mensch soll hier nicht mehr eingreifen. Die Erhaltung, Pflege und Entwicklung der lichten Kiefernwälder und offenen Sandrasengesellschaften stehen in den Schonwäldern (1288 ha) im Vordergrund. Im Erholungswald (1695 ha) gilt es, die Freizeitnutzung mit den besonderen Belangen des Naturschutzes und der Forstwirtschaft in Einklang zu bringen.

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