Waldwanderung mit Rangerin Anita Kühner – Fakten zu Naturschutz und Rehkitz-Rettung

(fwu – 19.3.26) Am Gossenbrunnen ging es los. Es war kalt, regnerisch und alles andere als einladend – und doch machte sich am vergangenen Samstag eine kleine Schar unermüdlicher, wetterabgehärteter Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf den Weg. Mit dabei: Anita Kühner, langjährige Jägerin, Mitgründerin der Rehkitz-Rettung und Naturpark-Rangerin. Sie führte die Gruppe durch den Wald und machte unterwegs greifbar, was in diesen Wochen draußen zählt.

Die Wanderung führte nach Ochsenbach in die Hubertusklause, das Lokal von Anita Kühner (Korrigendum: in die Hirschgrundhütte). Dort warteten von Anita Kühner selbstgebackene Kuchen und Kaffee auf die Teilnehmer. Doch zunächst ging es um das, was im Gras verborgen liegt, was am Wegesrand leicht übersehen wird – und warum Rücksicht in der Natur gerade jetzt so wichtig ist.

Wenn die Setzzeit beginnt

Anita Kühner erläuterte den Mitläufern während der Wanderung die Setzzeiten. Für Wildtiere ist diese Phase besonders sensibel. Deshalb gilt in dieser Zeit ein klarer Appell: Hunde anleinen und auf den Wegen bleiben. Denn junge Tiere sind nicht laut, nicht sichtbar, nicht immer fluchtbereit. Rehkitze drücken sich bei Gefahr ins hohe Gras. Sie hoffen darauf, nicht entdeckt zu werden. Genau dieser Schutzinstinkt wird ihnen zum Risiko, wenn Menschen querfeldein laufen oder Hunde frei stöbern.

Rehkitz-Rettung vor Sonnenaufgang

Besonders eindrücklich schilderte Anita Kühner die Arbeit der Rehkitz-Rettung. Sie ist selbst Mitgründerin der Initiative. Gegründet wurde sie von Kreisjägermeister Ralf Steffen. Der Einsatz beginnt oft schon am Abend zuvor. Dann ruft der Bauer bei der Rehkitz-Rettung an, weil am nächsten Morgen gemäht werden soll. Für die Helferinnen und Helfer heißt das: früh aufstehen. Morgens um 6 Uhr rücken sie aus und lassen die Drohnen-Wärmebildkameras starten, um die Tiere im Feld aufzuspüren.

Wird ein Rehkitz entdeckt, muss jeder Handgriff sitzen. Die Tiere werden vorsichtig mit grasgeschützten Händen geborgen, damit möglichst wenig menschlicher Geruch an ihnen zurückbleibt. Im vergangenen Jahr retteten die Helferinnen und Helfer auf diese Weise mehrere hundert Rehe im Rhein-Neckar-Kreis.

Jagd im Wandel

Während der Wanderung ging es auch um die Jägerschaft im Rhein-Neckar-Kreis. Im Kreisverband gibt es sieben Hegeringe. Der Frauenanteil ist von zwei auf 12 Prozent gestiegen. Viele junge Leute sind dabei. Und über allem steht nach den Erläuterungen unterwegs ein Ziel, das Anita Kühner besonders hervorhob: Naturschutz. Das bekommt in solchen Gesprächen ein Gesicht. Es bleibt nicht bei abstrakten Begriffen. Es zeigt sich morgens im taunassen Feld, in Anrufen am Vorabend, in vorsichtigen Bewegungen zwischen Mähwiese und Wildspur.

 

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