Wie geht es weiter mit den beruflichen Schulen?

2276 - Bruno SauerzapfZu diesem Thema führte die CDU-Kreistagsfraktion hat am 19. Januar 2013 eine Besprechung mit den Leiterinnen und Leitern der Beruflichen Schulen des Rhein-Neckar-Kreises durch.

Dabei wurde von den Schulleiterinnen und Schulleitern ein Positionspapier „Berufliche Schulen – Veränderte Rahmenbedingungen für die Beruflichen Schulen in Baden-Württemberg“ vorgelegt. Dieses Papier (siehe Anlage) fand in der Fraktion großen Anklang, insbesondere im Hinblick auf die Oberstufe bei einer evtl. Gemeinschaftsschule. Es wurde dem Kultusminister, den Fraktionsvorsitzenden der Landtagsfraktionen und allen Landtagsabgeordneten des Rhein-Neckar-Kreises vorgelegt. Alle im Landtag vertretenen Fraktion haben positiv – mit unterschiedlichen Ansätzen – reagiert. Die Resonanz auf dieses Papier ist als weitere Anlage beigefügt. Eine Antwort des Kultusministeriums liegt noch nicht vor. Die CDU-Landtagsfraktion hat Gespräch angeboten, das die Kreistagsfraktion gerne wahrnimmt. Über das Gesprächsergebnis werden noch berichten.

Der Landtagsabgeordnete Georg Wacker reichte es am 8- Mai 2013 mit dem Thema: „Die Oberstufe an den Gemeinschaftsschulen gefährdet die Beruflichen Gymnasien“ ein.

Bruno Sauerzapf, Fraktionsvorsitzender

501 - Georg WackerDer bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Georg Wacker MdL: „Zukunft der beruflichen Gymnasien durch Ausbau der Gemeinschaftsschulen gefährdet!“

„Die grün-rote Landesregierung gefährdet mit der geplanten Schaffung einer Oberstufe an den Gemeinschaftsschulen die anerkannten und erfolgreichen beruflichen Gymnasien im Land. Angesichts der demografischen Herausforderung mit ihren rückläufigen Schülerzahlen ist es unverantwortlich, dass die Landesregierung jetzt noch zusätzliche Kapazitäten zum Erwerb der allgemeinen Hochschulreife schaffen will. Noch absurder wird diese Bildungspolitik der Landesregierung, wenn Kultusminister Stoch auf unseren Antrag hin zugibt, dass die beruflichen Gymnasien einen wesentlichen Beitrag zur Förderung von künftigen technischen und wirtschaftlichen Nachwuchsführungskräften und damit zur Zukunftsfähigkeit des Landes leisten. Grün-Rot ist in der Bildungspolitik als Geisterfahrer unterwegs“, sagte der bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Georg Wacker MdL, am Sonntag (2. Juni). Wacker verwies im Vorfeld des Bildungskongresses des Landkreistages zum Thema ;Berufliche Bildung hat Zukunft‘ am kommenden Donnerstag (6. Juni) nachdrücklich darauf, dass die CDU-Landtagsfraktion sich weiterhin intensiv dafür einsetzen werde, dass die Erfolgsgeschichte der Beruflichen Gymnasien im Land fortgeschrieben werde.

Dabei zeichne sich bereits heute ein Verdrängungswettbewerb zwischen den erfolgreichen beruflichen Gymnasien und der geplanten Oberstufe an den Gemeinschaftsschulen ab. „Dazu kommt noch: Gerade die Schulträger der beruflichen Gymnasien haben in den vergangenen Jahren erhebliche Investitionen in die sächliche Ausstattung der Standorte getätigt. So konnte insbesondere an den beruflichen Gymnasien mit technischer bzw. naturwissenschaftlicher Ausprägung ein hervorragender Ausstattungsstandard erreicht werden, der den Schülern bestmögliche Lernvoraussetzungen bietet. Diese von den Schulträgern getätigten hohen Investitionen werden von der grün-roten Landesregierung offenkundig ignoriert und mit der geplanten Einführung einer Oberstufe an den Gemeinschaftsschulen gefährdet“, betonte Wacker.

„Die beruflichen Gymnasien im Land leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Entkoppelung von Schullaufbahn und höchstem erreichten Schulabschluss. Die beruflichen Gymnasien sind ein unverzichtbarer Baustein für die Durchlässigkeit zwischen den verschiedenen Schularten und damit für die Chancengleichheit – sie ermöglichen auch Spätentwicklern noch den Zugang zur Hochschulreife. Wenn Grün-Rot immer von einer Verbesserung der Chancengleichheit und einer Erhöhung der Durchlässigkeit im Bildungswesen spricht ist es nicht nachvollziehbar, warum dann das berufliche Gymnasium in der Existenz mittelfristig gefährdet werden soll. Stoch beteuert bei jeder Gelegenheit die Bedeutung der regionalen Schulentwicklung. Doch bei den beruflichen Gymnasien gibt er der gymnasialen Oberstufe an der Gemeinschaftsschule ganz klar den Vorrang. Wenn die Landesregierung auf die gymnasiale Oberstufe bei den Gemeinschaftsschulen verzichten würde, wäre das hingegen ein wichtiger Beitrag zur Befriedung der Schullandschaft in Baden-Württemberg“, so Wacker.

 

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