Wintersonnenwende: Die längste Nacht des Jahres steht uns heute bevor
Ab heute ist WINTER. Doch schon ab morgen geht es mit der Tageslänge wieder aufwärts.
Merke: Im Winter werden die Tage länger. Im Sommer werden die Tage kürzer.

An einem typischen Winter-Schneetag in der fünften Jahreszeit tarnen sich die Kühe auf der Weide üblicherweise als Zebras. Zur Weihnachtszeit setzen sie sich dann allerdings Geweihe auf und ziehen den Schlitten des Weihnachtsmannes. Foto: Zoo HD
Die Wintersonnenwende ist der astronomische Zeitpunkt, an dem die geozentrische Länge der Sonne 270° beträgt. Mit anderen Worten: sie hat sich seit Frühlingsbeginn um 270° auf der Ekliptik weiterbewegt. Tatsächlich hat sich die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne von einem fest angenommenen Punkt (0° beim Frühlingsäquinoktium) so weit weiterbewegt, dass der Winkel zu diesem Punkt nun 270° beträgt. Die Erde hat Dreiviertel ihrer Reise um die Sonne, die ein Jahr dauert, zurückgelegt.
Es ist gleichzeitig auch der Zeitpunkt, an dem die Sonne ihre südlichste Deklination erreicht, also auf der Nordhalbkugel der Erde ihre geringste Mittagshöhe. Sie steht nun 23,5° südlicher Breite, über dem »Wendekreis des Steinbocks«. Auf der Nordhalbkugel der Erde, nördlich des Äquators, ist dies der kürzeste Tag im Jahr. Winteranfang ist (bei uns) immer der Tag der Wintersonnenwende.
Der Standpunkt entscheidet
Der Winter ist die Jahreszeit zwischen Winter-Solstitium (Sonnenwende) und Frühlings-Äquinoktium (Tag und Nachtgleiche). Auf der Nordhalbkugel der Erde ist dies gegenwärtig die Zeit zwischen dem 21. Dezember und dem 21. März. Auf der Südhalbkugel der Erde ist es allerdings die Zeit zwischen dem 21. Juni und dem 21. September.
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