Wird Bronchialasthma im Winter schlimmer?

(el – 14.12.21) Wenn man sich die Bronchien, die Luftwege, die die Luft in die Lunge leiten, wie Äste an einem Baum vorstellt, sind diese Atemwege bei Menschen mit Asthma ständig in gewissem Maße entzündet. Durch die Entzündung werden die Atemwege enger. Dadurch fällt es schwerer, Luft in die Lunge zu bekommen. Menschen mit Asthma atmen auch dann schwerer, wenn sie keinen Schub haben.

Bild von kalhh auf Pixabay

Es ist bekannt, dass Wetterveränderungen und Temperaturschwankungen die Atemwege reizen und manchmal Asthmaanfälle auslösen. Für Menschen mit bereits entzündeten Bronchien können besonders die Auswirkungen von kaltem Wetter auf die Atmung erheblich sein!

Kalte Luft als Asthma-Auslöser

Wenn ein Asthmatiker kalte und trockene Luft einatmet, können sich die Muskeln im Inneren der Atemwege verkrampfen, während man gleichzeitig versucht, die Atemwege offen zu halten. Dadurch wird die Auskleidung der Atemwege weiter gereizt, was zu Husten, Keuchen und Kurzatmigkeit führt.

Kalte Luft kann Asthmasymptome und -schübe auslösen. Bei vielen Menschen mit Asthma ist es die Trockenheit der kalten Luft, die zu Atemproblemen führt. Kalte Luft, die mit Wind einhergeht, kann ebenfalls Symptome auslösen. Im Allgemeinen gilt: Je schwerer das Asthma ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass man bei kalter Luft leidet.

Asthmasymptome bei kaltem Wetter

Die Symptome unterscheiden sich nicht von Asthma, das durch andere Auslöser verursacht wird. Dazu gehören:

  • Husten, entweder trocken oder mit Schleim

  • Keuchen, insbesondere beim Ausatmen

  • Kurzatmigkeit

  • Engegefühl in der Brust

Es gibt eine Reihe von Gründen, warum die kalte Jahreszeit für Menschen mit Asthma schwierig ist, etwa Unbeständigkeit: Der Winter bringt oft Regen, Wind und Luftdruckschwankungen mit sich. Regen und Wind können Schimmelsporen aufwirbeln, und Luftdruckschwankungen können Nebenhöhlenentzündungen auslösen. Diese können dann zu Asthmaanfällen führen.

Ein weiterer Grund sind typische Erkältungskrankheiten wie Schnupfen und Grippe. Sie sind im Winter häufiger. Sie verdicken den Schleim in den Bronchien und erschweren das Atmen. Das kann die Symptome verschlimmern oder sogar einen Asthmaanfall auslösen.

Im Winter verbringen die Menschen mehr Zeit in geschlossenen Räumen und drehen die Heizung auf. Dadurch sind sie mehr Allergenen, Reizstoffen und Viren ausgesetzt. So besteht beispielsweise ein erhöhtes Risiko für einen Asthmaanfall, wenn die Symptome durch Staub, Schimmel oder Tierhaare ausgelöst werden.

Bei schwerem Asthma kann auch die kalte Luft selbst einen Anfall auslösen. In diesem Fall sollte man sich an den Asthma-Aktionsplan halten oder einen Arzt konsultieren.

Was kann man gegen Asthmaanfälle durch Kälte tun?

Es ist eine gute Idee, Mund und Nase mit einem Schal zu bedecken, was die Luft vor dem Einatmen erwärmt. Auch sollte man bei den Ersten Anzeichen von Symptomen einen Hub aus dem Inhalator nehmen, beispielsweise mit Salbutamol.

Weiters ist es empfehlenswert, bei großer Kälte nicht ins Freie zu gehen. In Innenräumen sollte man darauf achten, die Belastung mit Allergenen und Reizstoffen zu minimieren.

Das Einatmen von wärmerer Luft hilft dabei, die Atemwege zu öffnen. Wer bei kaltem Wetter oft Asthma-Symptome hat, sollte so schnell wie möglich mit einem Arzt darüber sprechen!

Vor allem muss man bei Kälte vermeiden, durch den Mund einzuatmen – wie es viele Menschen beim Sport tun, wenn sie Atemnot bekommen. Dadurch gelangt die kalte und trockene Luft direkt in die Atemwege. Diese Luft lässt den Schleim, der die Bronchien auskleidet, austrocknen. Dadurch verschlimmern sich die Symptome oder es wird sogar ein Asthmaanfall ausgelöst.

Wer dennoch auch im Winter draußen trainieren will, kann sich vor dem Verlassen des Hauses aufwärmen. Dazu eignen sich ein Laufband oder ein anderer Hometrainer.

Winter-Asthma in den Griff bekommen

Wer Sport im Freien vermeidet, sich oft die Hände wäscht, sich gegen Grippe impfen lässt und Luftbefeuchter verwendet, einen Asthma-Aktionsplan hat und Allergene vermeidet, hat trotz aller Widrigkeiten gute Chancen, den Winter ohne große Probleme zu überstehen.

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