Wohin mit den Silvester-Essens-Resten und Frittier- und Käsefett?

(2.1.24) Die AVR Bioabfall-Vergärungsanlage in Sinsheim ist eine der modernsten Anlagen in Deutschland und wandelt effizient organische Abfälle in Kompost und Biogas um. Bei der Besichtigung der Anlage interessiert die Besucher vor allem, wie sehr das Ganze stinkt. Eine Überraschung: Fast gar nicht!

Auf Nachfrage der interessierten BUND-Mitglieder des BUND Sandhausen erklärte der Experte der AVR, dass die ganze Anlage nach außen ziemlich hin abgeschlossen ist. Bei etwa 60°C zersetzen Bakterien die organischen Abfälle, innerhalb von 14 Tagen ist der Prozess abgeschlossen. Durch diese hohen Temperaturen gehen auch Schimmelpilze und Unkrautsamen kaputt.

Der Kompost wird dann noch einige Zeit gelagert, zur Nachreifung. Hier wird das Gas abgesaugt und mit verdünnter Schwefelsäure zur Geruchsbindung berieselt, was das stinkende Ammoniak bindet. So entsteht zusätzlich noch Düngerlösung. Die Bakterien „freuen“ sich über energiereiche Nahrung: Nudeln, Braten, Käse, Wurst, Brot, Gebäck, Kuchen. Grünschnitt geht natürlich auch, aber besonders viel Biogas entsteht logischerweise aus energiereichen Nahrungsmitteln.

Im Gegensatz zum Gartenkompost darf man in die braune BioEnergieTonne auch Fleisch und fetthaltige Speisereste geben. Auch das Spülwasser kann man so entlasten: Aus Pfannen kann man z.B. mit alten Servietten das Fett herausreiben und dann in die braune Tonne geben. Es ist möglich, kleine Mengen an Küchenpapier oder Papiertaschentüchern in die braune Tonne zu geben.

Was tun mit dem vielen Nahrungsmitteln, die nach den Weihnachts- und Silvester-Essen übrig bleiben? Manches kann man einfrieren, oder später essen. Einiges wie zum Beispiel trockenes Brot, lätschige Weihnachtskekse und verkokelte Käsereste mag man dann doch nicht mehr essen. Auch bei guter Planung bleiben Nahrungsmittel übrig, die man nicht mehr essen kann.

Wer eine braune Bio-Tonne hat, kann also dadurch die Nahrungsreste sinnvoll entsorgen. Ein Tipp der AVR: Wickeln Sie gekochte Speiseabfälle, Haare, Federn, Knochen, Fleisch- und Wurstabfälle dick in Zeitungspapier ein. Bratensauce und Mayo sollte auch von Zeitungspapier aufgesaugt werden.

Falsche Tierliebe:

Auf keine Fall sollte man Enten und Vögel mit Brotresten und anderen übrig gebliebenen Nahrungsmitteln füttern. Die Tiere werden zu fett und erkranken, z.B. an Arteriosklerose, wie Menschen. Außerdem werden durch die Nahrungsmittelreste Ratten angelockt.

In die braune BioEnergieTonne gehören alle biologisch abbaubaren und organischen Abfälle, die dann von der AVR zu Biogas und Kompost umgewandelt werden. Auf der Homepage der AVR ist eine detaillierte Aufstellung der Dinge, die mit Hilfe der BioEnergieTonne verwertet werden können und Dinge, nicht in den Biomüll dürfen wie Plastik, Steine oder Windeln.

Die BUND-Ortsgruppe Sandhausen wünscht allen ein gutes Jahr 2024!

C. Kienle

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