Wolfgang Müller: Im Andenken an Bruno Sauerzapf

Ja Bruno Sauerzapf war ein begnadeter Kommunalpolitiker und ein exzellenter Verwaltungsfachmann, kenntnisreich, beschlagen, informiert und Bescheid wissend. Man konnte ihm kein X für ein U vormachen. Aber bei allem Engagement auf kommunaler Ebene und auf Kreisebene, war er Leimener mit Leib & Seele, ein richtiges „Urgestein“ – geboren im Herzen Leimens, im alten „Ziegelgraben“, und fast 80 Jahre schlug sein Herz leidenschaftlich für seine Heimat.

Bruno Sauerzapf bei seiner Festrede zur 50-Jahrfeier der TURM Apotheke im Jahre 2014

Anfangs für das Dorf in der Kurpfalz und später für die heutige Große Kreisstadt Leimen. Sein Vater Wilhelm war ein Leimener mit „Kuddel & Lappe“, ein „Original“ und Bruno wurde zu einer großen Leimener Persönlichkeit. Kannte Wilhelm Sauerzapf als Wassermeister bei der Stadt Heidelberg so gut wie fast jeden Wasseranschluss – auch ohne Planunterlagen – in Heidelberg, so war Bruno ein „kommunales Lexikon“ von A bis Z, von Abfallwirtschaft bis Zulassungsstelle.

Sich auskennen und handeln über Parteigrenzen hinweg, das war seine Devise. Oder auch anders ausgedrückt : Bruno diente Leimen und dem Kreis in „badischer Pflichterfüllung“! Und die Kraft für die vielen Aufgaben und Verpflichtungen, die zog Bruno – neben seiner Familie – aus seiner Liebe zur Heimat, aus seinen „Ankern“ zu vielen Vereinen und Organisationen und vor allem aber aus unzähligen geselligen „Gesprächen“.

Die Menschen hatten es ihm angetan und für sie wollte er walten und gestalten, bis zu seinem jähen Ende, denn in seinem Herz und in seinem Kopf war kein Platz für ein beschauliches Rentnerdasein. Bruno wollte sich leben und er hat es getan. Die Familie Sauerzapf war „Schwimmen“ und damit stählte sich Bruno über Jahrzehnte, in dem er täglich frühmorgens seine Bahnen schwamm um sich fit zu halten und von seinem großen Herzen für den Sport und die Vereine profitierten alle in allen Stadtteilen.

So wie es ihm ein großes Bedürfnis war, die „Wunden der Kommunalreform“ schnell zu heilen, also eine gemeinsame Stadt unter Erhalt der gewachsenen Identität von Gauangelloch, St. Ilgen und Leimen. Über Brunos Lippen kam im oftmals heftigen, streitbaren Diskurs nie ein beleidigendes oder verletzendes Wort. Und für mich, die wir beide uns seit Jugend kannten, wird immer in dankbarer Erinnerung bleiben, dass wir vor Jahren gemeinsam wieder die alte Mauritius Kirche, das älteste Gebäude unserer Stadt, ins Licht stellten, nachdem sie über viele Jahre im Dunkeln gestanden hatte. Und im Abwandlung meines Konfirmanden Spruches möchte ich deshalb schließen lieber Bruno: „Möge Dein Licht leuchten vor den Leuten, dass sie Deine guten Werke sehen und Euren Vater im Himmel preisen“.

Wolfgang Müller, Altstadtrat & Weggefährte

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