Zahngesundheit bei Haustieren wird unterschätzt
(bs – 14.3.26) Wie unangenehm Zahnschmerzen sein können, wissen wir Menschen nur zu gut. Bei unseren Haustieren wurde das Thema Zahngesundheit jedoch lange unterschätzt. Erst in den letzten Jahren rückt es stärker in den Fokus. Tierärzte gehen inzwischen davon aus, dass rund 80 Prozent der Haustiere Probleme mit ihren Zähnen haben. Dabei sind nicht nur erwachsene oder ältere Tiere betroffen – auch bei Jungtieren können bereits Zahnprobleme auftreten.
Folgen bleiben oft lange unbemerkt
Im Tom-Tatze-Tierheim führen schlechte Zähne zudem zu steigenden Tierarztkosten. Da Tiere selbst mit Zahnschmerzen meist noch fressen, bleiben solche Probleme häufig lange unbemerkt oder werden nicht ernst genug genommen. Werden Zahnprobleme zu spät erkannt, kann das zu schweren gesundheitlichen Folgen führen. Zahnstein enthält eine große Menge an Bakterien. Diese können über die Blutbahn im Körper verteilt werden und lebenswichtige Organe schädigen – darunter Gelenke, Nieren, Leber und Herz.
Symptome sind oft schwer zu erkennen
Die Symptome von Zahnschmerzen bei Haustieren sind meist sehr subtil und daher schwer zu erkennen. Manche Tiere ziehen sich zurück oder wirken ungewöhnlich träge. Andere zeigen einfach weniger Spielfreude als sonst. Im Tom-Tatze-Tierheim lebt derzeit eine Katze, die sich am Innenschenkel kahl geleckt hat. Eine Hauterkrankung konnte zunächst nicht festgestellt werden. Erst nach einer Untersuchung der Zähne wurde deutlich, dass das Tier unter starken Zahnschmerzen litt und das Lecken eine sogenannte Übersprungshandlung war.
Zahnpflege kann Probleme verhindern
Wie beim Menschen spielen auch bei Haustieren verschiedene Faktoren eine Rolle. Manche Tiere sind genetisch anfälliger für Zahnprobleme, bei anderen liegt es an mangelnder Zahnpflege. Hinzu kommt, dass viele Futtermittel die Zähne kaum noch beanspruchen. Aus diesem Grund erhalten die Tiere im Tom-Tatze-Tierheim täglich Kauartikel, die die natürliche Reinigung der Zähne unterstützen.
Wird frühzeitig gehandelt, lassen sich aufwendige Zahnbehandlungen unter Narkose oft vermeiden – ebenso wie die zeitraubende Suche nach der Ursache einer Erkrankung und damit auch hohe Tierarztkosten.
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