Ministerium empfiehlt Insekten-Kulinarik gegen invasive Ameisenplage
(pm – 1.4.26) Im Kampf gegen die unaufhaltsame Ausbreitung invasiver Ameisenarten in der Rheinebene und im Großraum Stuttgart geht das Umweltministerium neue, unkonventionelle Wege. Da herkömmliche Pestizide gegen die riesigen Superkolonien der Art Tapinoma magnum weitgehend wirkungslos bleiben, setzt das Land nun auf die „biologische Verwertung“ durch die Bevölkerung.
Proteinbombe aus dem eigenen Garten
Was in weiten Teilen Asiens und Südamerikas längst zum Alltag gehört, soll nun auch im Ländle Einzug halten: Ameisen als wertvolle, nachhaltige Proteinquelle. „Die Tiere sind vitaminreich, fettarm und haben durch ihre Ameisensäure ein feines, zitroniges Aroma“, erklärt ein Sprecher des Ministeriums. Siehe auch „Essbare Ameisen (Hymenoptera: Formicidae) als Nahrungsmittel für den Menschen: ein umfassender Überblick in Cogent Food & Agriculture Band 11, 2025 – Ausgabe 1)
Unter dem Motto „Ameise statt Auster“ wird die Bevölkerung dazu aufgerufen, die Tiere im eigenen Garten nicht nur zu bekämpfen, sondern zu ernten.
Das Rezept des Monats: Sieglinde Poiseners „Badischer Ameisen-Auflauf“
Um den Einstieg in die neue Kulinarik zu erleichtern, hat das Ministerium gemeinsam mit der Landfrauen-Expertin Sieglinde Poisener aus Kehl ein offizielles Rezept für den Hausgebrauch veröffentlicht. Sieglinde sagt dazu: „Zuerst war ich skeptisch, aber wenn man die Tiere kurz in heißem Wasser blanchiert, verlieren sie den herben Beigeschmack. Im Auflauf schmecken sie dann fast wie kleine, krosse Sonnenblumenkerne mit einem Hauch von Limette. Es ist gesund, es kostet nichts und der Garten ist danach auch wieder ameisentechnisch unter Kontrolle!“
Rezept: „Herzhafter Ameisen-Garten-Auflauf“ (nach Siegline P.)
Zutaten für 4 Personen:
- 2 Tassen frisch geerntete Ameisen (ca. 150g, vorzugsweise Tapinoma magnum)
- 500g Kartoffeln (vorwiegend festkochend)
- 200ml Sahne
- 3 Eier (Freilandhaltung)
- 100g geriebener Bergkäse
- Eine Prise Muskat, Salz und Pfeffer aus der Mühle
Zubereitung:
Die Ernte: Ameisen mit einem Handstaubsauger (neuer Beutel!) oder einer speziellen Lockfalle (Zuckerwasser-Pad) sammeln.
Vorbereitung: Die Tiere für 10 Minuten ins Gefrierfach legen (schonende Betäubung) und anschließend kurz in kochendem Salzwasser blanchieren.
Der Auflauf: Kartoffeln in feine Scheiben schneiden und in eine gefettete Form schichten. Die blanchierten Ameisen gleichmäßig zwischen die Schichten streuen.
Der Guss: Eier mit Sahne und Gewürzen verquirlen, über den Auflauf gießen und mit Käse bestreuen.
Backen: Bei 180°C ca. 35 Minuten goldbraun backen, bis der Käse eine Kruste bildet.
Offizielle Verlinkung zur Identifikation
Um Verwechslungen mit geschützten Waldameisen zu vermeiden, bittet das Ministerium alle Bürger, sich vor der Ernte auf Wikipedia über die Merkmale von Tapinoma magnum zu informieren. Nur invasive Arten sind zur Entnahme freigegeben.
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