Handarbeit auf dem Feld, frischer Spargel im Hof: Saisonstart beim Spargelhof Kölner
(fwu – 10.4.26) Unter den Folien wurde in den vergangenen zwei Wochen genau hingeschaut. Wann drückt der erste Spargel hoch? Wie weit ist er schon? Beim Spargelhof Kölner in Sandhausen war schnell klar: Für Ostern reicht es diesmal noch nicht. Jetzt hat das Warten ein Ende. Die Ernte läuft.
Aus dem hellen, lockeren Boden schieben sich die ersten Köpfe. Noch klein, noch fest. Dann geht es schnell. Spargel hält sich nicht lange versteckt. Er muss gestochen werden, sobald er da ist.
Auf dem Feld zählt der richtige Moment
Wer vor so einem Damm steht, sieht erst einmal nicht viel. Sand. Folie. Ein paar kleine Aufwerfungen. Und dann ist er doch da: ein heller Kopf, der sich nach oben drückt. Für Kinder ist das fast ein Suchspiel. Erst spähen, dann zeigen, dann staunen, wie zügig daraus Ernte wird.
Gestochen wird beim Spargelhof Kölner weiterhin von Hand. So, wie es seit Jahren gemacht wird. Der Aprilscherz über eine Spargel-Vollerntemaschine war eben genau das: ein Aprilscherz. Auf dem Feld arbeiten hier keine Vollautomaten. Hier braucht es den Blick, die Hand und das Gefühl für den richtigen Stich.
Draußen Handarbeit, drinnen läuft die Technik
Während draußen gestochen wird, ist im Hof schon die nächste Station vorbereitet. Dort steht eine moderne Spargelschälmaschine. Wer seinen Spargel nicht selbst schälen will, kann das direkt vor Ort erledigen lassen. Die Maschine übernimmt das Schälen und sortiert die Stangen zugleich nach Handelsklassen.
Das ist praktisch. Vor allem für Kundinnen und Kunden, die den Spargel direkt mitnehmen und zuhause nicht erst noch lange vorbereiten wollen. Frischer geht es kaum: vom Feld, durch den Hof, in die Tüte.
Die Witterung redet immer mit
Wie viel Spargel am Ende tatsächlich geerntet wird, lässt sich zu Beginn der Saison nie ganz glatt vorhersagen. Das Wetter mischt kräftig mit. Wird es warm, legt der Spargel zu. Kommt wieder Kälte hinein, bremst das Wachstum. Dann bleibt die Menge kleiner.
Gerade jetzt zeigt sich das jedes Jahr aufs Neue. Ein paar milde Tage können viel anschieben. Ein kühler Abschnitt reicht oft schon, damit es auf den Dämmen wieder ruhiger wird.
Ein wichtiger Anbau für die Kurpfalz
Der Spargelanbau hat in der Kurpfalz Gewicht. Nicht als großes Schlagwort, sondern ganz handfest. Er bringt Arbeit auf die Höfe, zieht Kundschaft in die Hofläden und gehört für viele Betriebe zu den Wochen, in denen sich viel entscheidet.
Dazu kommt der direkte Verkauf. Was morgens gestochen wird, kann kurze Zeit später schon über die Theke gehen. Dieser enge Weg zwischen Feld und Kundschaft ist für Höfe wie den Spargelhof Kölner wirtschaftlich wichtig. Und für viele Menschen in der Region gehört genau das zum Frühjahr dazu: frischer Spargel, direkt vom Erzeuger.
Die Saison dauert nicht ewig
Die Spargelzeit hat ihren festen Rahmen. Geerntet wird nur über einige Wochen. Danach ist Schluss, damit die Pflanzen Kraft sammeln können für das nächste Jahr. Auch deshalb steckt in jeder Saison ein gewisser Druck: Es gibt nur dieses Zeitfenster.
In Sandhausen hat es nun begonnen. Nicht zu Ostern. Aber jetzt. Und gestochen wird weiterhin ganz klassisch – von Hand.
Kurz-URL: https://leimenblog.de/?p=202062












































