Gemütliches Vatertagsfest der Freien Wähler Leimen in der Hubertusklause Ochsenbach
(fwu – 19.5.26) Vatertag ist in Deutschland ja eine eigentümliche Mischung aus Brauchtum, Bewegungsdrang und Hopfenlogistik. Normalerweise ziehen an diesem Tag Gruppen mit Bollerwagen durch Feldwege, als müssten sie dringend irgendwohin – was selten der Fall ist. Dieses Jahr allerdings hatte das Wetter andere Pläne. Der Regen hing hartnäckig über den Hügeln rund um Ochsenbach, dazu Temperaturen, bei denen man selbst den Grill nur widerwillig aus der Garage holt. Kurz gesagt: kein Wetter für Wanderromantik oder kilometerlange Spaziergänge mit Ziehharmonika und Bierkasten.
Das bekam natürlich auch das traditionelle Vatertagsfest der Freien Wähler Leimen zu spüren, das seit vielen Jahren in der Hubertusklause der Familie Kühner stattfindet. Bei Sonnenschein ist dort normalerweise schon am spätern Vormittag kaum noch ein Durchkommen im Hof möglich. Dann stehen Fahrräder, Kinderwagen und Wandergruppen durcheinander wie früher die Fuhrwerke vor einem Wirtshaus (nur mit deutlich weniger Pferden).
Gemütlichkeit statt Gedränge
Diesmal blieb der ganz große Besucheransturm wetterbedingt zwar aus, leer war die Hubertusklause aber keineswegs. Im Gegenteil: Das Lokal war schnell gut gefüllt, und drinnen entwickelte sich jene entspannte Stimmung, die man nur in Gebäuden hinbekommt, die schon viele Jahrzehnte Vereinsleben, Stammtische und Familienfeste erlebt haben.
Als öffentliche Gaststätte ist die Hubertusklause schon lange geschlossen. Für besondere Veranstaltungen wird sie aber weiterhin genutzt – und der Vatertag gehört praktisch zum festen Jahresinventar. Die niedrigen Räume, die vielen Jagdtrophäen an den Wänden und die dunklen Holzmöbel verbreiten dabei eine Atmosphäre, die angenehm unaufgeregt wirkt. Hier wird nichts „inszeniert“. Hier sitzt man einfach zusammen.
Und genau das taten die Besucher auch. An den Tischen wurde diskutiert, erzählt und gelacht, während es draußen ungemütlich war. Das Bier floss in vernünftigem Tempo, was man an Vatertagen durchaus erwähnen darf.
Prominenz zwischen Wildbratwurst und Kuchenbuffet
Unter den Gästen fanden sich auch einige bekannte Gesichter aus Leimen und Umgebung. Gesehen wurden unter anderem die beiden Leimener Bundesverdienstkreuzträger Wolfgang Stern und Wolfgang Müller von der Turm-Apotheke sowie Bürgermeisterin Claudia Felden und Weingut Adam Müller Juniorchef Leonard Müller .
Besonders viele neugierige Blicke zog allerdings ein Fahrzeug auf sich, das eher nach Alpenmanöver als nach Vatertagsfest aussah: Alfred Stather („Stather’s“) war mit einem dreiachsigen österreichischen Militär-Mannschaftstransportwagen angereist. Ein Gefährt, das wirkt, als könne es notfalls auch kleinere Gebirgsketten überwinden – oder zumindest den Parkplatz vor der Hubertusklause.
Mitten im Lokal saß Stather dann allerdings ganz friedlich mit seinen Enkeln am Tisch. Enkel Tommy sorgte mit seinem Schifferklavier für musikalische Unterhaltung und brachte damit genau jene Art von Stimmung ins Haus, die keine Lautsprecheranlage der Welt ersetzen kann.
Viele Helfer hinter den Kulissen
Wie bei solchen Festen üblich, funktionierte vieles nur deshalb so reibungslos, weil im Hintergrund zahlreiche Helfer im Einsatz waren. Besonders gefragt waren natürlich Küche und Theke. Das Kuchenbuffet erfreute sich großer Beliebtheit, ebenso die Wildbratwürste, die auffallend oft nachbestellt wurden – ein zuverlässiges Qualitätsmerkmal. Denn wenn Gäste bei Regen freiwillig noch einmal anstehen, hat die Küche vermutlich einiges richtig gemacht.
Mit angepackt haben natürlich alle Mitglieder der Freien-Wähler-Fraktion im Gemeinderat. Fraktionssprecher Mathias Kurz war ebenso im Einsatz wie Britta Kettenmann, Elke Herd und Stefanie Fischer. Dazu kamen zahlreiche weitere Helfer, die zwischen Zapfhahn, Küche und Gastraum unterwegs waren.
Der Vatertag bleibt ein Publikumsmagnet
Auch wenn das Wetter diesmal eher November als Vatertag spielte, zeigte sich erneut, welchen Stellenwert die Veranstaltung in Ochsenbach inzwischen hat. Viele Besucher blieben deutlich länger als ursprünglich geplant – vermutlich auch, weil draußen niemand freiwillig spazieren gehen wollte.
So wurde aus dem verregneten Feiertag letztlich ein ausgesprochen gemütlicher Nachmittag. Manchmal braucht es eben gar keinen Sonnenschein, sondern nur eine volle Stube, ein Schifferklavier, eine gute Wildbratwurst und genügend Menschen, die sich noch etwas zu erzählen haben. Das ist heutzutage fast schon luxuriös.
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