Kleine Schätze suchen neue Besitzer: Tauschregal bleibt im Neuen Rathaus
(fwu – 3.7.26) Manche Gegenstände sind einfach zu schade für den Sperrmüll. Die Vase, die nicht mehr ins Wohnzimmer passt, der Bilderrahmen ohne freien Platz an der Wand oder die fast neue Thermoskanne, die im Küchenschrank ein stilles Dasein führt. Genau für solche kleinen Schätze gibt es in Leimen seit Jahren das Tauschregal – und das hat nun endlich eine feste Heimat gefunden.
Ein fester Platz im Verwaltungsgebäude
Im Neuen Verwaltungsgebäude steht das neu angeschaffte Tauschregal ab sofort dauerhaft an seinem gewohnten Standort vor dem Sozialamt. Wer das Gebäude betritt, entdeckt das Regal unmittelbar im Eingangsbereich. Damit ist das Angebot gut sichtbar und barrierearm für alle Bürgerinnen und Bürger erreichbar.
In den vergangenen Jahren war das Tauschregal mehrfach umgezogen. Nun hat die Stadt mit einem neuen Regal eine dauerhafte Lösung geschaffen. Das bisherige Regal befindet sich derzeit in der Alten Fabrik in St. Ilgen und soll zu einem späteren Zeitpunkt wieder seinen Platz im Hallenbad des Bäderparks Leimen finden.
Weitergeben statt wegwerfen
Das Prinzip ist ebenso einfach wie alltagstauglich: Wer einen gut erhaltenen Gegenstand nicht mehr benötigt, stellt ihn ins Regal. Andere können ihn kostenlos mitnehmen und weiterverwenden. So wechseln viele Dinge den Besitzer, ohne dass Geld fließt – dafür aber mit dem angenehmen Gefühl, etwas Sinnvolles getan zu haben. Ganz nebenbei werden Ressourcen geschont und Abfälle vermieden.
Wer schon einmal einen Blick in ein gut gefülltes Tauschregal geworfen hat, weiß, dass dort mitunter erstaunliche Fundstücke auftauchen. Zwischen Küchenutensilien, Dekoartikeln oder Spielen entdeckt man gelegentlich genau den Gegenstand, von dem man wenige Minuten zuvor noch gar nicht wusste, dass man ihn eigentlich gut gebrauchen könnte. (Manchmal scheint das Regal seine ganz eigene Vorstellung davon zu haben, wer was sucht.)
Ein paar Regeln gehören dazu
Damit das Angebot für alle attraktiv bleibt, bittet die Stadt darum, ausschließlich saubere, gut erhaltene und funktionstüchtige Gegenstände einzustellen – also Dinge, die man selbst noch mit gutem Gewissen verschenken würde. Nicht ins Regal gehören Elektrogeräte, defekte Gegenstände sowie Bücher und Kleidung.
Gerade diese einfache Regel macht den Charme des Angebots aus. Niemand muss lange überlegen oder Formulare ausfüllen. Stattdessen genügt ein kurzer Griff ins Regal – entweder, um etwas hineinzustellen oder mit einem kleinen Fundstück wieder hinauszugehen.
Ein Angebot, das sich bewährt hat
Seit vielen Jahren wird das Tauschregal von den Leimenerinnen und Leimenern rege genutzt. Mit dem festen Standort im Neuen Verwaltungsgebäude erhält das Angebot nun einen dauerhaften Platz im Stadtleben. Vielleicht ist es gerade diese unkomplizierte Idee, die seinen Erfolg ausmacht: Dinge weiterzugeben, die für den einen entbehrlich geworden sind, für den nächsten aber noch lange nützlich sein können. Und manchmal genügt schon ein kurzer Blick ins Regal, um den Behördengang mit einer kleinen Überraschung abzuschließen.
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