Leserbrief Jutta Mattern zum Turmschulen-Pausenhof
(Leserbrief – 3.7.26) Kinder dürfen nicht die Leidtragenden politischer Entscheidungen sein!
Der Bau der Tiefgarage ist beschlossen. Diese Entscheidung des Gemeinderats halte ich persönlich für einen großen Fehler – aber sie ist demokratisch getroffen worden und ich akzeptiere sie.
Was ich jedoch nicht akzeptieren kann, ist, dass nun ausgerechnet die Kinder die Folgen unverhältnismäßig tragen sollen.
Fast 500 Grundschulkinder müssen sich während der Bauzeit mit zwei getrennten Schulhöfen arrangieren. Freunde werden auseinandergerissen, gemeinsames Spielen wird erschwert und wertvoller Bewegungsraum geht verloren. Wer glaubt, dass der Sportverein am Nachmittag das ausgleicht, verkennt die Realität. Freies Spielen in den Pausen ist für die körperliche, soziale und emotionale Entwicklung von Kindern unersetzlich.
Die Rathausstraße für insgesamt nur wenige Minuten am Tag während der beiden großen Pausen als Schulhof zu nutzen, wäre ein einfacher, kostengünstiger und vernünftiger Kompromiss. Stattdessen scheint der ungehinderte Autoverkehr wichtiger zu sein als das Wohl unserer Kinder.
Wenn wir ernsthaft von einer kinderfreundlichen Stadt sprechen wollen, sollten wir uns auch kinderfreundlich verhalten– wenigstens für 2 mal 20 Minuten am Tag.
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